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IT-Kräfte in der Maske: Eine Kampagne bekommt Gesichter

Berlin, 15.03.2016.
Mit dem „Projekt Digitale Kräfte“ will die Bundeswehr IT-Fachkräfte gewinnen. Die Kampagne hierfür ist absolut professionell aufgezogen.

Obermaat Matthaes mit einem Pc an Deck, um ihn herum Fotografen

Ganz natürlich bleiben: Obermaat Matthaes lässt sich vom Rummel nicht anstecken. (Quelle: Bundeswehr/Twardy)Größere Abbildung anzeigen

Über das Deck der Fregatte Hamburg fegt ein eisiger Ostwind. Es ist kaum über null Grad kalt. Die Fotografen und Kameraleute können höchstens eine Viertelstunde am Stück arbeiten, dann eilen sie runter in den Besprechungsraum, um sich die verfrorenen Finger wieder aufzuwärmen.

Unter Deck herrscht dichtes Gedränge. Ausstatter, Beleuchter, Art Director, Visagistin und einige mehr – sie alle haben Ihre Utensilien ausgebreitet, arbeiten Hand in Hand, um einen Mann in Szene zu setzen: Sepp Matthaes, IT-Unteroffizier auf der Hamburg einer der modernsten Fregatten der Deutschen Marine.

Er ist einer der Hauptdarsteller des „Projekts Digitale Kräfte“, mit dem die Bundeswehr dringend benötigte IT-Fachleute gewinnen will. Beworben hat Matthaes sich auf einen Aufruf im Intranet der Bundeswehr. Dort wurden IT-Markenbotschafter gesucht.

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Eiskaltes Fotoshooting

Obermaat Sepp Matthaes gehört zu den fünf IT-Kräften, die der neuen Kampagne ein Gesicht geben. Und um dieses Gesicht kümmert sich aber zunächst eine Visagistin. Der Bart wird gestutzt, störende Haare weggeschnitten und ausgiebig die Nase gepudert. Fertig und bereit für die Kamera.

Nicht nur wegen der Kälte motiviert der Fotograf den 27-jährigen Obermaat immer wieder, sich zu bewegen, bloß nicht stehenzubleiben. Denn so wirken die Bilder lebendiger und natürlicher. „Wipp nach vorne, verändere die Position“, lautet die Anweisung des Werbefotografen, der sonst auch für große deutsche Sport- und Automobilkonzerne arbeitet.

Fotograf neben Schollmanns am Eurofighter

Azubi am Kampfjet: Marcel Schollmanns arbeitet am Eurofighter. (Quelle: Bundeswehr/Twardy)Größere Abbildung anzeigen

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In Bildern denken

Matthaes hätte nie erwartet, dass eine Foto- und Videoproduktion derart lange dauern kann. Und nicht weniger erstaunt war auch Marcel Schollmanns, angehender IT-Systemelektroniker, der ebenfalls in der Kampagne vorgestellt wird. „Die müssen mindestens zehntausend Bilder von mir gemacht haben“, lacht er.

Für das Shooting mit dem 19-jährigen Azubi reiste das Produktionsteam zum Jagdgeschwader Richthofen in Wittmund in Ostfriesland. Im Hangar, wo der junge Schollmanns sehr fotogen neue Daten in den Eurofighter lädt, muss immerhin niemand frieren wie an Deck der Fregatte Hamburg – und es ist auch noch ein tolles Motiv für die in Bildern denkende Produktionscrew.

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Puder, Haarspray, Schokolade

Nicht immer allerdings bieten die Räumlichkeiten eine so ideale Bühne für die IT-Berufe bei der Bundeswehr wie der Flugzeughangar oder das Deck der Fregatte. An der Universität der Bundeswehr in München mühen sich Fotografen und Kameraleute in einem Rechenzentrum ab. Mit einem Portrait von Studentin und Offizier Teresa Schömburg soll gezeigt werden, was die Bundeswehr in der Lehre und Forschung zu bieten hat.

Während das Team an Beleuchtung, Hintergrund und Inszenierung arbeitet, isst Schömburg ein Stück Schokolade, lässt sich das Gesicht neu pudern, die lockeren Haarsträhnen mit Haarspray fixieren und fasst sich in Geduld. Schließlich wird eine neue Location gefunden: ein freier Hörsaal, der visuell viel mehr zu bieten hat. Kurzerhand zieht die Crew mit dem gesamten Equipment um. Der Kraftakt hat sich gelohnt. Am Ende sind alle von dem Ergebnis sehr angetan – vor und hinter den Kulissen.

Soldatin mit einem Roboter im Hörsaal, um sie herum das Produktionsteam

Kleiner Kollege: Theresa Schömburg präsentiert einen Roboter. (Quelle: Bundeswehr/Twardy)Größere Abbildung anzeigen

Die fünf Gesichter der neuen Kampagne werden ab Mitte März in ganz Deutschland auf Plakaten und in Onlinemedien zu sehen sein. Zusammen mit provokanten Sprüchen wie „Deutschlands Freiheit wird auch im Cyberraum verteidigt.“ und „Wie kann virtuelle Realität echte Leben schützen?“ werden die Motive auch gezielt in den sozialen Netzwerken für eine IT-Karriere bei der Bundeswehr werben.

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Stand vom: 15.03.16 | Autor: Redaktion der Bundeswehr


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