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Ägäis: Gemeinsam wirksamer gegen Schlepper vorgehen

Berlin, 16.02.2016.
Der bevorstehende NATO-Einsatz in der Ägäis, an dem auch die Bundeswehr teilnehmen soll, umfasst nach den bisherigen Überlegungen im Bündnis die Aufgaben Aufklärung, Überwachung und Beobachtung.

Die Weiterleitung von Informationen soll in enger Zusammenarbeit mit den Küstenwachen und mit FRONTEX geschehen, der Europäischen Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

Karte: Griechenland, Türkei, Zypern

Vor Europas Haustür: Die Ägäis liegt zwischen Griechenland und der Türkei. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Diese Kräfte sollten dann tätig werden, wie der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Jens Flosdorff, am 15. Februar in der Regierungspressekonferenz in Berlin sagte. Die NATO könne mit ihren Informationen und ihren Fähigkeiten dazu beitragen, dass die nationalen Behörden, aber auch FRONTEX, dort wirksamer gegen Schlepper vorgehen könnten. „Das ist das Ziel“, sagte der Sprecher. Er wies allerdings darauf hin, dass der militärische Planungsprozess innerhalb der Allianz noch nicht abgeschlossen sei.

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Erkenntnisse gewinnen, Informationen weitergeben

Derzeit gebe es noch zu wenige Erkenntnisse darüber, ob sich etwa in Schlauchbooten, in denen nahezu täglich mehrere Hundert bis mehrere Tausend Flüchtlinge in der Region anlandeten, auch Schlepper befänden. Damit das genauer abgeklärt werden könne, stelle die NATO ihre Aufklärungstechnik sowie ihre weitgehenden Aufklärungsmöglichkeiten zur Verfügung.

„Es geht hierbei nicht nur darum, wer in welchem Boot sitzt, sondern es geht darum: Welche Strukturen gibt es, ähnlich denen, die man auch vor der libyschen Küste beobachten kann?“, führte der Sprecher des Verteidigungsministeriums weiter aus.

Einsatzgruppenversorger Bonn auf See

Flaggschiff: Ein deutscher Admiral führt von der Bonn aus den NATO-Verband für die Ägäis. (Quelle: Bundeswehr/Letzin)Größere Abbildung anzeigen

Dabei gehe es auch um Fragen wie: „Wann gibt es Bewegungen? Wann sind die zu erwarten? Wie sind die Strukturen? Wann geht dort jemand aufs Wasser? Woher kommen die? Wer steckt dahinter?“ Die NATO sei in der Lage, in enger Zusammenarbeit mit den Küstenbehörden, die dann tätig werden könnten, Informationen zu liefern.

Wahrscheinlich wird die Standing NATO Maritime Group 2 (SNMG 2), einer von vier ständigen maritimen Einsatzverbänden der NATO, für die Überwachungsmission in der Ägäis eingesetzt werden. Die SNMG 2 wird aktuell von dem deutschen Flotillenadmiral Jörg Klein auf dem Einsatzgruppenversorger Bonn geführt.

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Stand vom: 17.02.16 | Autor: Jörg Fleischer/Florian Stöhr


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