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Mein Beruf: Fotograf – und Karikaturist

Mayen, 09.02.2016.
Stabsfeldwebel Stephan Ink konnte sein Hobby zum Beruf machen: Er ist Fotofeldwebel beim Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr in Köln. Vor kurzem verschlug ihn seine Qualifikation sogar vom Rhein nach Mali.

Soldat mit Kamera im Porträt

Nie ohne Kamera: Stephan Ink ist mit Leib und Seele Fotograf. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Fotografieren ist seit mehr als 35 Jahren Inks Hobby. Und seit 28 Jahren ist der Stabsfeldwebel Soldat. Seine militärische Laufbahn begann er 1987 beim Sanitätsdienst. 1991 schloss er die Ausbildung zum Sanitätsfeldwebel ab. Sechs Jahre später folgte dann die Ausbildung zum Medizinisch Technischen Assistenten im Bereich der Radiologie. „Im weitesten Sinne hatte diese Ausbildung ja schon was mit dem Fotografieren zu tun“, schmunzelt der 48-Jährige.

Wiederum einige Jahre später wechselte er aber ins Personalmanagement an der damaligen Stammdienststelle der Bundeswehr in Köln – vereinfacht ausgedrückt, dem Vorläufer seiner heutigen Dienststelle. Dort stellte er die Weichen für seinen jetzigen Beruf.

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Motive ohne Ende

Ab 2008 besuchte Ink zahlreiche Lehrgänge zum Thema Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Er wurde zum Informationsfeldwebel ausgebildet, zum Online-Redakteur – und zum Pressefotografen. Seit 2013 ist er Fotofeldwebel im Presse- und Informationszentrum des neu geschaffenen Organisationsbereiches Personal der Bundeswehr. An Motiven mangelt es ihm nicht: „Vom Passbild bis zur Dokumentation von Bauphasen, von der Begleitung von Veranstaltungen bis zum Erstellen von Fotos für Werbezwecke – es ist viel Abwechslung dabei“, freut sich der Dürener.

Demnächst ist Ink wieder auf Tour: „Ich fahre für einige Tage nach Wilhelmshaven, um dort Bilder für unsere neuen Laufbahnbroschüren des gehobenen technischen Dienstes, des Sanitätsdienstes und der Feuerwehr zu machen.“ Auch die Ausbildungsberufe der Bundeswehr hat er schon für Werbezwecke dokumentiert. Unter anderem von einer Hebebühne aus, um angehende Elektriker bei ihrer Arbeit an Straßenlaternen abzulichten: „Wir haben in unserem Bereich keine Panzer oder großes Gerät. Trotzdem will ich aber unsere Arbeit spannend präsentieren und nicht nur Menschen hinter einem Schreibtisch zeigen.“

Dass seine eigene Tätigkeit mehr als abwechslungsreich ist, zeigt sich auch an seinem Terminkalender: Es geht von Nord nach Süd zu den verschiedensten Veranstaltungen, wie den Bw-Olympix oder dem Tag der Bundeswehr. Aber auch Inks Talent als Zeichner und Karikaturist ist regelmäßig gefragt: „Ob Kollegen bei der Arbeit oder spontane Eindrücke – ich zeichne gerne Situationen die mir gefallen.“ Mit seinen Bildern wie auch mit seinen Zeichnungen möchte er die Menschen zum Lächeln bringen, aber auch zum Nachdenken anregen. „Durch die Visualisierung von Themen fällt es Menschen leichter, sich mit ihnen auseinander zu setzen“, ist Ink überzeugt.

Karikatur eines Soldaten mit Kamera

Selbstbildnis: Ink als „Le Prof“ im Mali-Einsatz (Quelle: Bundeswehr/Ink)Größere Abbildung anzeigen

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Pionierarbeit in Mali

Doch was macht ein deutscher Fotograf in Mali? Dort beteiligt sich die Bundeswehr an der Europäischen Trainingsmission (EUTM) und in deren Hauptquartier in Bamako war Ink von Juli bis Dezember 2015 als Fotograf tätig. Unter anderem hielt Stabsfeldwebel Ink die Arbeit der rund 200 Bundeswehrsoldaten und ihrer Kameraden aus 21 weiteren Nationen im Bild fest. Außerdem startete er ein Pilotprojekt: Die Ausbildung und Schulung der Fotografen der malischen Armee, Luftwaffe und Gendarmerie. Hier besteht durchaus Nachholbedarf: „Die Bandbreite reichte von zehn Jahren Erfahrung bis zum völligen Neuling.“

Die Arbeit in Mali hat den Stabsfeldwebel nachhaltig beeindruckt. Besonders die Lebensfreude, mit der die Menschen in Mali „mit dem Wenigen das sie haben, trotzdem das machen, was sie brauchen. Ihre Fröhlichkeit, trotz dieser offensichtlichen Armut.“

Vor allem die Technik entspreche nicht immer den uns gewohnten Standards. Und es sei finanziell einfach nicht immer möglich, das Neuste vom Neuesten zu kaufen. Jedoch: „Es ist viel wichtiger, den Menschen zu zeigen, wie sie das Beste aus ihren Möglichkeiten machen, als ihnen zu zeigen, was sie alles nicht können“, ist Ink sich sicher. Zum Dank und aus Anerkennung erhielt er von seinen Schülern einen Ehrennahmen: „Le Prof“ – Der Lehrer.

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Sein Weg

Beruflicher Werdegang

1987

Eintritt in die Bundeswehr

1987 bis 1993

Verschiedene Tätigkeiten im Sanitätsdienst der Bundeswehr

1993 bis 1997

Eingesetzt im Bereich Personalplanung und -führung

1997 bis 2006

Verschiedene Tätigkeiten im Sanitätsdienst der Bundeswehr

2006

Stammdienststelle der Bundeswehr, Bereich Personalsteuerung

2007 bis 2012

Redaktionelle Arbeit und Fotografie

seit 2013

Fotofeldwebel im Presse- und Informationszentrum Personal

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Stand vom: 06.06.16 | Autor: Victoria Kietzmann


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