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Schnelle Aufklärung bei Cold Response

Vaernes, 01.03.2016.
Die Luftlandeaufklärungskompanie 310 vereint sämtliche Aufklärungselemente und Sensoren der Truppe unter einem Kommando. Das macht die Seedorfer zu einem äußert flexiblen und effektiven Instrument im Werkzeugkasten der Division Schnelle Kräfte.

Soldaten des Fernspähzuges marschieren im Schnee

Soldaten des Fernspähzuges auf dem Marsch durch die schneebedeckte Landschaft Norwegens. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Für Oberleutnant Erik H. sind die Tage derzeit besonders lang. Regelmäßige Meetings und die Vorarbeiten für die anstehenden Operationen bei Cold Response 2016 halten den Kompanieeinsatzoffizier 2 der Luftlandeaufklärungskompanie 310 auf Trab. Und als deutscher Chef des Stabes bei der deutsch-polnischen Special Operation Task Group 30 (SOTG 30) hat er auch den Aufbau des gemeinsamen Gefechtsstandes auf dem militärischen Teil des Flughafens von Vaernes mit zu organisieren. Das schlaucht. Doch wenn die Sprache auf die Fähigkeiten seiner Kompanie kommt, gerät der junge Offizier richtiggehend ins Schwärmen.

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Beeindruckendes Aufklärungsportfolio

Bei 310 haben wir jetzt sämtliche Fähigkeiten der Aufklärer in einer Einheit gebündelt. Unser Kompaniechef kann also für den Auftrag aus dem vollen Spektrum wählen. Das gab es in der Form noch nie.“ Und das Portfolio ist in der Tat beeindruckend. Neben den EGB (Erweiterte Grundbefähigung) -zertifizierten Fernspähzügen und Feldnachrichtenkräften stehen auch Luftlandespäher zur Verfügung. Je nach Auftrag können die mit ihren umfangreich modifizierten „Wiesel 1“ oder „Wolf“ ausrücken. Für diese hochmobilen und luftbeweglichen Kräfte wird derzeit eine Erweiterung auf EGB geprüft.

Daneben stehen uns der LUNA-Zug und der technische Aufklärungszug zur Verfügung. Letzterer erweitert das Portfolio noch um eine Bodensensorausstattung und Radar.“ Außerdem wird die Kompanie durch ein Element des LEKE-Zuges (Luftlandefähige Komponente für den Elektronischen Kampf zur Nahunterstützung im Einsatz) unterstützt. Diese spezialisierten Kräfte der Eloka aus Frankenberg/Eder komplettieren die Aufklärungsfähigkeiten der 310 für den Bereich SIGINT (signalerfassende Aufklärung).

All diese Spezialisten und ihre Technik würden zudem nach modernsten Konzepten zum Einsatz gebracht. „Auch bei Cold Response werden wir die verschiedenen Aufklärungselemente und Sensoren je nach Bedarf kombinieren und einsetzen“, sagt Oberleutnant H.

Soldaten des Fernspähzuges mit Gewehr im Schnee

Die Soldaten des Fernspähzuges rücken vor. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

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Einsatzbereit, jederzeit, weltweit

Der große Vorteil eines solchen professionellen „Gemischtwarenladens“ liegt in seiner Flexibilität und einem homogenen Mindset. Der Wahlspruch der Division Schnelle Kräfte (DSK), der die Kompanie letztlich untersteht, lautet: „Einsatzbereit, jederzeit, weltweit“. Und diesem hohen Anspruch werden die Angehörigen der Luftlandeaufklärungskompanie auch gerecht. „Wir haben permanent einen hohen Bereitschaftsgrad und alle denselben Impfstatus“, sagt H. weiter. „Außerdem machen wir unser Material selbst luftsicher und verladen es. Und das Gros unserer Leute kann springen.“ Damit könne die Kompanie binnen 72 Stunden praktisch überall eingesetzt werden. Ein großes Plus bei kritischen Operationen im Bündnis.

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Professionelle Routine und hohe Interoperabilität

Und noch etwas zeichnet die Seedorfer aus: Ein hohes Maß an professioneller Routine. Alle Angehörigen der Kompanie – egal in welchem Zug sie dienen – üben und arbeiten ständig miteinander. „Diese Vertrautheit mit den Kameraden, der vernetzte Ansatz ist für uns ein großer Vorteil. Man kennt sich eben.“ Zudem gebe es bei der Planung der Einsätze größtmögliche Freiheit. Die Planungsprozesse orientieren sich eng an der Vorgehensweise von NATO-Spezialkräften. Und die dadurch verbesserte Interoperabilität macht sich bei multinationalen Einsätzen positiv bemerkbar.

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Stand vom: 01.03.16 | Autor: Markus Tiedke


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