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„Living in a box“: Gehärtete Container für die Truppe im Einsatz

Berlin, 04.03.2016.
Deutsche Soldaten erfüllen im Auslandseinsatz tagtäglich einen gefährlichen Auftrag. Auch ihre Feldlager waren, vor allem in Afghanistan, immer wieder das Ziel von Angriffen. Zum Schutz ihres Personals nutzt die Bundeswehr besondere Container, wie sie derzeit in Mali aufgebaut werden.

Abbildung eines geschützten Containers

Rundum sicher: Ein Spezialcontainer, der beispielsweise als Wachlokal genutzt werden kann. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Je nach Platzbedarf und geforderter Schutzstufe im Einsatzland variieren Aufbau und Stärke der Panzerung der Container. Drei grundsätzliche Varianten sind hier möglich:

Die einfachste ist der nach allen Außenseiten einzeln stehende, rundum gepanzerte Container. Hier ist die Schutzkomponente in allen Außenwänden integriert. Einen solchen Container könnten die Soldaten beispielsweise als Wachlokal nutzen. Allerdings bietet diese Lösung vergleichsweise wenig Platz.

Besteht ein hoher Raumbedarf, kommen Modulsysteme zum Einsatz. Sie bestehen aus mehreren zusammengestellten Containern. Die Schutzkomponenten befinden sich dann in den Außenwänden, wie beim geschützten Einzelcontainer, und in einem Dach über dem gesamten Modul. In einer solchen Konstruktion können zum Beispiel die Operationszentrale oder ein Gefechtsstand untergebracht werden.

Abbildung eines verlegefähigen Feldjägerdienstkommandos

Große Lösung: Ein verlegefähiges Feldjägerdienstkommando (Quelle: Drehtainer GmbH)Größere Abbildung anzeigen

Bei der dritten Variante werden Standardcontainer nach Bedarf funktional zusammengesetzt. Der Schutz wird hier durch ein sogenanntes adaptives System realisiert. Das heißt, die ungeschützten Container werden von außen mit Schutzplatten umbaut. Dabei werden gehärtete Platten an den Container-Außenwänden fixiert.

Das Dach besteht aus halbhohen Containern und einem aufgesetzten Auslöseblech. Es soll dafür sorgen, dass Geschosse schon oberhalb des eigentlichen Containerdaches explodieren. Der Zwischenraum zwischen Auslöseblech und Container wird mit mehreren Lagen Sandsäcken verstärkt. Diese Variante dient im Einsatz in erster Linie als Unterkunft.

Die Container können mittels Aufstell- und Verbindungselementen zu größeren Blöcken zusammengestellt werden. Aus bis zu 32 Containern kann so beispielsweise ein Unterkunftsbereich bestehen.

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Stand vom: 07.03.16 | Autor: Ralf Bonk


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