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Umfrage: Hohe Zustimmung zu Auftrag und Missionen der Bundeswehr

Berlin, 21.03.2016.
Erneut veröffentlicht die Bundeswehr die Ergebnisse einer alljährlichen Bevölkerungsumfrage. Im Auftrag des Presse- und Informationsstabes erstellt das Umfrageinstitut TNS Emnid seit 2012 ein repräsentatives Meinungsbild zur Wahrnehmung der Bundeswehr und sicherheitspolitischer Themen in der Bundesrepublik. Projektverantwortlich ist der Bereich Weiterentwicklung des Zentrums Informationsarbeit Bundeswehr.

Diagramm zeigt Wahrnehmung der Bundeswehr

Die Medien, aber auch persönliche Gespräche, prägen das Bild von der Bundeswehr. (Quelle: TNS Emnid)Größere Abbildung anzeigen

Im Vergleich zum Jahr 2014 wird die Bundeswehr in persönlichen Gesprächen und in der eigenen Wahrnehmung zunehmend positiv bewertet. Zudem wird im eigenen Informationsumfeld die Bundeswehr überwiegend positiv wahrgenommen.

Ebenso erfährt der Soldatenberuf in der Öffentlichkeit höhere Anerkennung. Die geänderte sicherheitspolitische Lage spiegelt sich in einer verstärkten öffentlichen Akzeptanz für internationale Einsätze wieder. Insgesamt sind diese Zustimmungswerte seit 2013 kontinuierlich gestiegen.

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Konsens in puncto Landesverteidigung

Fast 40 Prozent der Befragten berichten von einer persönlichen Verbindung zur Bundeswehr; sei es durch eigene Diensterfahrung oder durch Angehörige und Freunde. Mehr als 90 Prozent befürworten die Landesverteidigung als Kernauftrag der Bundeswehr ebenso wie den Hilfseinsatz bei Naturkatastrophen im Inland.

Sicherheitspolitische Themen erzielen zunehmend eine höhere Aufmerksamkeit in der öffentlichen Wahrnehmung. Dabei nimmt die Zustimmung (53 Prozent) zu einer gemeinsamen europäischen Armee gegenüber 2014 leicht ab. Zugleich wünscht jeder Zweite mehr Entscheidungsbefugnis der Europäischen Union in sicherheitspolitischen Fragen.

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Für internationales Engagement

Es gibt weiterhin eine deutliche Zustimmung (63 Prozent) zur deutschen NATO-Mitgliedschaft. Über 50 Prozent meinen, dass Deutschland einen großen Einfluss auf die internationale Politik ausüben und sich international stark engagieren sollte. Die Hälfte der Befragten sieht ein internationales militärisches Eingreifen der Bundeswehr gegen Gewalt und Unrecht als gerechtfertigt an.

Die Verteidigung des NATO-Bündnisgebietes sowie ein militärisches Engagement unter UN Mandat wie friedenssichernde Missionen, internationale Kampfeinsätze oder zur Durchsetzung internationaler Strafmaßnahmen, erreicht Zustimmungsraten von deutlich über 60 Prozent. Die vergangenen internationalen Einsätze der Bundeswehr finden einen Zuspruch von 60 Prozent bis zu 80 Prozent.

Soldat vor Laptop, vor ihm ein Mann

Dass sich die Bundeswehr in der Flüchtlingshilfe engagiert, findet die Mehrheit der Bevölkerung gut. (Quelle: Bundeswehr/Twardy)Größere Abbildung anzeigen

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Repräsentatives Meinungsbild

Immerhin 64 Prozent der Befragten ist das Engagement der Bundeswehr in der Flüchtlingshilfe bekannt, wobei nahezu die gleiche Anzahl diesem positiv gegenüber steht. Eine ebenso deutliche Gruppe befürwortet einen NATO-Einsatz in Syrien unter deutscher Beteiligung.

Insgesamt ist seit 2012 die Zustimmung zu internationalen militärischen Engagements der Bundeswehr kontinuierlich angestiegen. Im November und Dezember 2015 wurden 1551 repräsentativ ausgewählte Personen in Deutschland für diese Erhebung befragt.

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Stand vom: 21.03.16 | Autor: Tilmann Engel


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