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Cold Response: Marines nehmen Brücken von Namsos

Namsos, Norwegen, 08.03.2016.
Rund 14.000 Soldaten aus 14 Ländern trainieren bei der NATO-Übung Cold Response den Kampf unter widrigen Bedingungen. Für die Marine-Infanteristen aus Großbritannien, den Niederlanden und den USA steht eine besonders schwierige Mission auf dem Programm.

Soldaten gucken aus einem Amphibienfahrzeug im Wasser

Angriff von See: Amerikanische Schwimmpanzer bei der amphibischen Landung. (Quelle: Bundeswehr/Schmidt)Größere Abbildung anzeigen

Es ist noch tiefe Nacht, als eine wichtige Operation der Brigade Nord in den Fjorden rund um Namsos beginnt. Von See aus sollen Marineinfanteristen nahe Namsos anlanden und wichtige Brücken über den Fluss Namsen einnehmen. Die Stadt im mittelnorwegischen Bezirk Nord-Trondelag ist für beide Konfliktparteien bei Cold Response von großer Bedeutung.

Südlich der Hafenstadt stehen Kräfte der Brigade Nord für den Vormarsch bereit, in und um Namsos herum haben sich aber Einheiten einer multinationalen Brigade zur Verteidigung eingerichtet.

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„D-Day“ im Kleinformat

Unbemerkt im Schutz der Nacht haben zwei große Docklandungsschiffe ihre Positionen im weitläufigen Namsenfjord bezogen. Westlich der Stadt Namsos liegt die niederländische Johan de Witt mit Marineinfanteristen des britisch-niederländischen Landungsverbandes an Bord. Weiter nördlich hat sich die USS Fort McHenry positioniert. Hier warten 250 amerikanische Marines mit 14 amphibischen Landungspanzern an Bord auf das Signal zum Angriff.

Zwei unterschiedliche Orte sind für die Anlandung vorgesehen. Die kleine Bucht bei Gullvika, nordwestlich Namsos, ist die Landungszone der Briten und Niederländer. Die US-Marines hingegen werden rund 10 Kilometer nördlich ihres Angriffszieles in Ramsvika anlanden.

Transporthubschrauber CH-53 E hebt ab

Überraschung von oben: Eine Luftlandung soll die Wende bringen. (Quelle: Bundeswehr/Schmidt)Größere Abbildung anzeigen

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Schwere Rückschläge

In den frühen Morgenstunden beginnt die amphibische Operation zunächst wie geplant. Die beiden Verbände setzen auf ihre Landungszonen an. Doch dann gerät das Unternehmen wider Erwarten schnell ins Stocken – und droht sogar zu scheitern.

Der britisch-niederländische Landungsverband muss seine Operation komplett abbrechen. Die US-Marines können zwar erfolgreich anlanden, werden allerdings durch starke gegnerische Infanteriekräfte und Schützenpanzer am Vormarsch gehindert.

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Überraschende Luftlandung

Mit einer ad hoc geplanten Luftlandung wollen die Angreifer doch noch den Erfolg erzwingen. Mehrere Transporthubschrauber fliegen die Marineinfanteristen des britisch-niederländischen Landungsverbandes von Bord der Johan de Witt in zwei Landezonen nahe der Brücken.

Die Luftlandung verläuft problemlos. Die Marineinfanteristen erreichen schnell ihre Zielobjekte. Nach kurzen Feuergefechten mit den dortigen Sicherungselementen nehmen sie die Brücken von Namsos ein. Auf die Soldaten warten weitere Aufträge: Cold Response dauert noch bis zum 11. März.

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Stand vom: 08.03.16 | Autor: Carsten Vennemann


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