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Ulmer Kommando führt europäische Eingreiftruppe

Ulm, 16.03.2016, Multinationales Kommando Operative Führung.
Eine besondere Aufgabe wartet auf das Multinationale Kommando Operative Führung: „Wir bereiten uns darauf vor, mit einem Operational Headquarter die militär-strategische Führungsrolle für die nächste EU Battle Group zu übernehmen“, erklärt der Befehlshaber, Generalleutnant Richard Roßmanith.

Soldaten in einer Operationszentrale

Voll vernetzt: Computer prägen das Bild eines modernen militärischen Hauptquartiers. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Im bayerischen Penzing hat das Ulmer Kommando jetzt die kurzfristige Aktivierung und Verlegung eines Erkundungsteams mit Experten des Hauptquartiers geübt. European Battle Groups, die schnellen Krisenreaktionskräfte der EU, werden jeweils für ein halbes Jahr aufgestellt. Sie bestehen aus einem Infanterieverband, einem Führungselement und Unterstützungskräften. Innerhalb weniger Tage können sie in ein Einsatzgebiet verlegen. Um dies zu gewährleisten, werden üblicherweise zwei Battlegroups für sechs Monate in Bereitschaft gehalten.

Zur Führung auf der höchsten militärischen Ebene, der strategischen, wird ein Operational Headquarter (OHQ) aufgestellt. Es hat eine Scharnierfunktion zwischen den Battlegroups und den politischen Entscheidungsgremien der EU.

Das Ulmer Kommando ist das einzige deutsche Hauptquartier, das die Aufgaben eines OHQ übernehmen kann und in der Vergangenheit schon mehrfach übernommen hat.

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Schnelle Erkundung vor Ort

In Vorbereitung der kommenden Bereitschaftsphase der EU Battle Group im zweiten Halbjahr 2016 hat das Kommando bereits mehrere Übungen unterstützt und durchgeführt. In den vergangenen Tagen nun war der Fokus auf das Erkundungsteam gerichtet. Bei einer Aktivierung ist das Ulmer Kommando in der Lage, in nur zwei bis fünf Tagen ein auf den Auftrag maßgeschneidertes militär-strategisches Erkundungsteam – genannt „MSIGT“ – zusammenzustellen und in das Einsatzland zu entsenden. Das Team stellt vor Ort Verbindung zu einheimischem Schlüsselpersonal her und meldet die wichtigsten Erkenntnisse nach Ulm. So wird die Planung des Kriseneinsatzes durch eigene Erkundungsergebnisse unterstützt.

Dabei kann der Befehlshaber aus einem Personalpool von bis zu 40 Experten aus vielen Fachgebieten, beispielsweise Logistik, Gesundheit, Pionierwesen, und einer Vielzahl von Ausrüstungsoptionen schöpfen. „Durch eine modulare Zusammenstellung kann schnell und flexibel reagiert werden, wenn sich die Lage vor Ort oder die Anforderungen an das Team ändern“, bekräftigt der Teamleiter des MSIGT, Oberst im Generalstab Wolfgang Mika, Abteilungsleiter CJ3 des Ulmer Kommandos.

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Interview


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Stand vom: 17.03.16


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