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Tiger nach Afrika: Die Verlegung hat begonnen

Fritzlar/Leipzig, 16.03.2017, 17E14901.

Insgesamt vier Kampfhubschrauber des Typs Tiger verlegt die Bundeswehr in den MINUSMA-Einsatz nach Mali. Bereits für den Lufttransport zerlegt, wurden die ersten zwei Maschinen am 16. März im Straßentransport von Fritzlar nach Leipzig gebracht. Von dort aus werden sie im Frachtflugzeug nach Mali geflogen.

Etliche Kisten, Gitterboxen und Paletten stehen in der Wartungshalle bereit. Ein Gabelstapler transportiert vier Rotorblätter, die in einem speziellen Gestell gelagert werden, zum LKW. Im hinteren Teil der Halle stehen vier Kampfhubschrauber Tiger – alle ohne Mastvisier und Hauptrotorblätter.

„Wir haben in den letzten vier Tagen die Hubschrauber für den Straßentransport vorbereitet“, erklärt Hauptfeldwebel Harry M. Er ist Mechaniker und als sogenannter Dockchef für die Wartung, beziehungsweise wie in diesem Fall, für das Zerlegen eines Hubschraubers verantwortlich.

Die vier Kampfhubschrauber des Typs Tiger sind für den MINUSMA-Einsatz in Mali vorgesehen. „Wir müssen die Tiger teilweise zerlegen, sonst passen sie nicht in die Antonow“, so der Mechaniker weiter. Die Tiger wurden auch tiefergelegt: M. und sein Team haben das normale Fahrwerk gegen ein starres, tieferes Fahrwerk getauscht. Damit werden wieder ein paar Zentimeter in der Höhe gespart.

Mit einem Transportflugzeug des Typs Antonow AN 124-100 werden die Kampfhubschrauber später vom Flughafen Leipzig nach Mali geflogen.

Soldat mit Materialkisten im Hangar
Alles muss mit: Auf rund 250 Kisten, Boxen und Container wird das Material verteilt. (Quelle: Bundeswehr/Dorow)Größere Abbildung anzeigen

Komplettpaket für den Mali-Einsatz

Aber nicht nur die Hubschrauber werden verlegt. Insgesamt haben die Heeresflieger in Fritzlar rund 210 Tonnen Material wie Werkzeuge, Ersatzteile, Wartungsgerät und Klimageräte verpackt. „Wir verlegen ein komplettes logistisches Paket nach Mali“, so der stellvertretende Regimentskommandeur, Oberstleutnant Thomas Blum. So könne der Einsatzverband uneingeschränkt vor Ort arbeiten.

Ende März soll die gesamte Ausrüstung Mali erreicht haben. Die Heeresflieger aus Fritzlar haben sich gegen einen Flug der Hubschrauber nach Leipzig entschieden. Der Grund ist einfach: „Wir haben hier in Fritzlar alles vor Ort, was wir für die Transportvorbereitungen brauchen. In Leipzig hätten wir erst alles aufbauen müssen“, erklärt Blum. „In Leipzig werden die Hubschrauber dann direkt in die Transportflugzeuge verladen.“

Mit der Verlängerung und Anpassung des MINUSMA-Mandates Ende Januar wurde auch die Verlegung von vier Kampfhubschraubern Tiger nach Mali beschlossen. Ihre militärische Heimat haben die Maschinen des Kampfhubschrauberregiments 36 im hessischen Fritzlar. Ab dem 1. Mai sollen die Tiger und ihre Besatzungen für die UN-Mission MINUSMA in Mali fliegen.

Wie auch schon vor ihnen die vier Transporthubschrauber NH-90, werden die Tiger vom Flughafen Leipzig in die malische Hauptstadt Bamako verbracht. Dort werden die Maschinen wieder flugbereit gemacht, um anschließend nach Gao, den eigentlichen Stationierungsort, zu fliegen.

Soldaten laden in einem Hangar Rotorenblätter auf einen Gabelstapler
Aufgegabelt: Für den Lufftransport mussten die Rotorblätter demontiert werden. (Quelle: Bundeswehr/Dorow)Größere Abbildung anzeigen

Fähigkeitslücken geschlossen

Bei der UN-Mission sollen die Kampfhubschrauber für Schutz- und Unterstützungsaufgaben, das Überwachen und Aufklären und für die Luftnahunterstützung eingesetzt werden. Die Helikopter des Typs NH-90 dienen die Rettung von Verwundeten und Verletzten aus der Gefahrenzone und ihrem schnellen Transport zur weiteren medizinischen Behandlung. Die Bundeswehr schließt so bei MINUSMA vorübergehend zwei Fähigkeitslücken, die der Abzug niederländischer Kräfte sonst hinterlassen würde.


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Stand vom: 15.12.17 | Autor: Andre Klimke


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