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Überblick: Das Mehrzweckkampfschiff 180 – der Alleskönner

Berlin, 15.06.2015.
Das Projekt des neuen Mehrzweckkampfschiffs 180 (MKS 180) setzt das mit der Fregatte F125 begonnene Mehrbesatzungskonzept fort. Auch haben die Erfahrungen, die die Bundeswehr in den vergangenen Jahren durch ihre weltweiten Einsätze gemacht hat, die Entscheidung zur Entwicklung der neuen Schiffsklasse mit beeinflusst.

Modell des Mehrzweckkampfschiffs 180

So könnte es aussehen: Ein Designentwurf des künftigen Mehrzweckkampfschiffes. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Ob Überwachen von Seegebieten und Bekämpfung von Piraterie, humanitäre Hilfe, Durchsetzen von Waffenembargos oder die Unterstützung von Spezialkräften und Evakuierungsoperationen – die Aufgaben der Marine sind heute vielfältig und kaum vorhersehbar.

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Missionsmodule für mehr Flexibilität

Das MKS 180, für das bisher lediglich grobe Designentwürfe vorliegen, soll für all diese Szenarien ausgelegt sein. Zu diesem Zweck soll das Schiff mit diversen Missionsmodulen für unterschiedliche Anforderungen ausgestattet werden. Dazu zählen etwa ein Schleppsonar zur U-Boot-Jagd, ein modernes Schiffslazarett oder Räume für die Ingewahrsamnahme von Personen – etwa für Anti­-Piraterie-Missionen. Dadurch soll das MKS 180 optimal an die Erfordernisse des jeweiligen Einsatzes angepasst werden können.

Beabsichtigt ist, die Entwicklung und den Bau von zunächst vier Schiffen auszuschreiben. Die Auslieferung soll ab dem Jahr 2023 beginnen. Ob zwei weitere Schiffe der Klasse beschafft werden, wird in den kommenden Jahren entschieden.

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Gerüstet gegen See- und Luftziele

Zur Waffenausstattung des MKS 180 sollen unter anderem Seezielflugkörper zur Abwehr gegnerischer Schiffe gehören. Mit modernen See-Luft-Lenkflugkörpern ist zudem geplant, Luftziele in Entfernungen von bis zu 25 Kilometern zu bekämpfen und damit auch andere Schiffe vor Bedrohungen aus der Luft schützen zu können. Auch soll das Schiff die Möglichkeit haben, Landeinsätze zu unterstützen.

Das Kaliber des Bordgeschützes auf dem Vordeck soll 127 Millimeter betragen. Zur Flexibilität sollen darüber hinaus ein Bordhubschrauber und Boote für Spezialkräfte beitragen. Geplant ist eine Besatzung von bis zu 180 Personen, die durch ein Mehrbesatzungskonzept im laufenden Einsatz ausgetauscht werden kann. Durch die so gewonnene erhöhte Durchhaltefähigkeit sollen deutlich längere Einsatzzeiten ermöglicht werden.

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Stand vom: 15.06.15 | Autor: Stefan Rentzsch


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