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Noble Jump 2019: Die Rettungskette steht

Zagan, Polen, 12.06.2019.

Bei der NATO Übung Noble Jump 2019 haben Sanitätskräfte der Schnellen Eingreiftruppe der NATO, der Very High Readiness Joint Task Force Land (VJTF L), am 7. Juni auf dem polnischen Übungsplatz Zagan trainiert. Es ging um die Abläufe bei einer Übergabe von verletzten Soldatinnen und Soldaten an ein militärisches Krankenhaus der polnischen Streitkräfte.

Ein Sanitäter transportiert einen verletzten polnischen Soldaten auf einer Trage
Wenn es um Menschenleben geht, zählt jede Sekunde. (Quelle: Bundeswehr/Darius Popowicz)Größere Abbildung anzeigen

Wann immer erste Hilfe geleistet werden muss, stehen in den Reihen der VJTF eigene Ärzte und Sanitäter bereit. Sind die Verletzungen zu schwer, muss auf die vorhandene medizinische Infrastruktur des Gastgeberlandes zurückgegriffen werden.

Norwegische Soldaten heben einen Verletzten auf einer Trage aus einem Sanitäts-Militärfahrzeug
Ein Verletzter wird durch norwegische Sanitäter getragen. Eine polnische Militärärztin und das Rettungspersonal des Krankenhauses bereiten die Aufnahme vor. (Quelle: Bundeswehr/Darius Popowicz)Größere Abbildung anzeigen

Zivile Ärzte werden einbezogen

Das polnische Militärkrankenhaus 105 in Zary, unter der Leitung von Oberstarzt Dr. Marek Femlak bietet den Soldaten die Möglichkeit für diese Ausbildung. Geübt wird, verletzte Soldaten verschiedener Nationen mit unterschiedlichen geschützten Fahrzeugen zum Krankenhaus zu bringen und sie an die Notaufnahme zu übergeben. Die Soldaten der VJTF sind es zwar gewohnt, in einem militärischen und multinationalen Umfeld zu agieren, doch stellt sie dieses Training vor neue Herausforderungen. Zivile Krankenhäuser und militärische Sanitätseinrichtungen arbeiten manchmal anders.

Ein niederländischer Soldat verlässt das Transportkraftfahrzeug Boxer, davor stehen zivile Sanitätskräfte
Ein niederländischer Feldarzt verlässt ein gepanzertes Transportfahrzeug Boxer, um Kontakt zu zivilen Sanitätskräften aufzunehmen. Sie werden den mitgebrachten Verletzten versorgen (Quelle: Bundeswehr/ Darius Popowicz)Größere Abbildung anzeigen

Multinationale Zusammenarbeit der Sanitäter

Wenn es um das Leben eines Menschen geht, darf es keine Verzögerungen geben. Die Verfahren müssen jedem bekannt sein und jeder Griff muss sitzen. Jede Sekunde zählt“, so der leitende deutsche Arzt dieses Trainings, Oberfeldarzt Raimar Neuhaus. „Wir sind froh und dankbar für die Gelegenheit, die militärischen Verfahren der NATO hier in Zusammenarbeit mit dem professionellen Krankenhauspersonal trainieren zu können.“

Welchen hohen Stellenwert der Sanitätsdienst hat, wurde durch den Besuch des stellvertretenden Kommandeurs des VJTF Verbandes, Oberst Jan Østbø (Norwegen), zusätzlich betont. Er lobte ausdrücklich die multinationale Zusammenarbeit aller Sanitäter und insbesondere die Unterstützung durch die polnischen Teilnehmer.


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Stand vom: 13.06.2019 | Autor: Darius Popowicz


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