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Trident Juncture 2018: Geoinformationen für die Truppe

Norwegen, 15.11.2018.

Die Nato übt in Norwegen und Soldatinnen und Soldaten des Zentrums für Geoinformationswesen der Bundeswehr (ZGeoBw) aus Euskirchen sind vertreten. Vom 12. September bis 30. November unterstützen Kräfte des ZGeoBw die Übung Trident Juncture 2018.

Schnee auf einem Ast vor einem LKW
GeoInfo-Beratung in Norwegen (Quelle: Bundeswehr/Marco Dorow)Größere Abbildung anzeigen

Doch anders als üblich, waren die „Geo-Infos“ nicht nur in den übenden Brigaden des Heeres vertreten, sondern auch im Headquarter der Joint Logistic Support Group (JLSG) und im Stab des Deutschen National Support Elementes (NSE) der Streitkräftebasis. Diese stellte mit einem kompletten Logistikbataillon die Versorgung der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) sicher. Im Stab des NSE in Gardermoen stellten ein Offizier und ein Feldwebel die GeoInfo-Beratung sicher. Die JLSG in Sessvollmoen wurde von einem Feldwebel unterstützt.

Verlegung nach Norwegen

Bevor aber überhaupt ein Beratungsprodukt erstellt oder gedruckt werden konnte, galt es auch für das ZGeoBw, sich der logistischen Herausforderung zu stellen und Material wie Workstations, Plotter, Scanner, Verbrauchsmaterial und Terrabytes an Daten nach Norwegen zu bringen. Im Sommer bereits verpackt, verladen und verzurrt – ging das Material per Schiff von Emden nach Fredrikstad, dem zentralen Hafenumschlagsplatz für Trident Juncture. Und die Logistik funktionierte, denn Anfang September war das Material voll funktionsfähig und komplett in Norwegen angekommen.

Entladen deutscher und niederländischer Fahrzeuge
Material angekommen (Quelle: Bundeswehr/Marco Dorow)Größere Abbildung anzeigen

Keine Pause

Nachdem die Zelle GeoInfo eingerichtet war, war sie schnell von der übenden Truppe gefragt.
Auch wenn es für die NSE keine Gefechte zu planen gibt wie in der Brigade, so wollen auch die Logistiker ihre Routen planen können und sich über die Gegebenheiten des Raumes informieren.
Auch das Wetter spielt natürlich immer eine entscheidende Rolle für jedes Gefechtsfeld. Während es in Gardermoen noch regnete, lag in Trondheim schon Schnee. Um sich auf die unterschiedlichen Wetterbedingungen einstellen zu können, stellte die Meteorologische Vorhersagezentrale täglich eine Fünf-Tagesvorhersage bereit. Zusätzlich erstellten die Angehörigen des ZGeoBw täglich Beratungsprodukte, bespielten GPS-Geräte und digitalisierten und aktualisierten neue Informationen.

Mehr als nur Produkterstellung

Doch es blieb nicht beim reinen Erstellen von Produkten und deren Vervielfältigung. Von den Bedarfsträgern kamen auch Anfragen zu möglichen Weiterbildungen. Dadurch konnten die Teilnehmer der Trident Juncture den Geoinformationsdienst der Bundeswehr und seine umfangreichen Aufgaben besser kennenlernen. Besonders von Interesse für die Übungsteilnehmer: der Kartendownload für Deutschland oder aktuelle Geoinformationen für sämtliche Länder der Welt.

Fahrzeuge im Gelände
Horchposten in Norwegen (Quelle: Bundeswehr/Marco Dorow)Größere Abbildung anzeigen

Nach der Übung ist vor dem Einsatz

Bis zum 30. November sind die Kameraden des ZGeoBw noch vor Ort in Norwegen.
Denn heißt es wieder einpacken, das Material zurück nach Deutschland verbringen und nachbereiten, denn nach der Übung ist vor dem Einsatz. Bereits 2019 beteiligen sich Kräfte des Geoinformationswesens an NATO Responce Force (NRF). Denn zur Erfüllung dieses Auftrages ist jede Facette des Geoinformationsdienstes nötig – egal ob es die Bereitstellung von Daten sowie analogen Karten ist, die Versorgung mit Verbrauchsmaterial oder die Vorbereitung von IT Ausstattung.


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Stand vom: 15.11.18 | Autor: PIZ CIR/ ZGeoBw


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