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Zwei Patriot-Soldaten auf kleiner Kreuzfahrt

Emden, 16.10.2018.

Anfang Oktober wurde die ARK GERMANIA, ein Ro-Ro Cargo-Schiff am Emdener Hafen, mit dem Material des Flugabwehrsystems Patriot beladen.

Ladungssicherung
Die Ladung muss auf hoher See besonders gesichert werden. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Zwei Nachtverlegungen von den jeweiligen FlaRak-Standorten in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein waren nötig, um das komplette Material zum westlichsten Seehafen Deutschlands zu verlegen.

Militär und zivile Vertragspartner arbeiten zusammen

Zuständig für die Schiffsverladung im Emdener Hafen ist das Logistikzentrum der Bundeswehr aus Wilhelmshaven. Das Team um Hauptmann Frank S. ist hier als Umschlagleitgruppe eingesetzt, unterstützt werden sie von 45 Soldaten aus dem Logistikbataillon 161 aus Delmenhorst und 15 Soldaten aus dem Logistikbataillon 171 aus Burg. Damit sind in Emden 67 Soldaten eingesetzt und verantwortlich für das fachgerechte Verstauen der Fahrzeuge und Container an Deck.

Wenn andere noch schlafen…

Früh morgens begann die vorher im Detail geplante Verladung der insgesamt 3.344 Tonnen schweren Fracht. Nach Plänen der Reederei wurden die entsprechend nummerierten Fahrzeuge von den Logistikern an Bord gebracht, geparkt und gesichert. Es benötigte nur knapp fünf Stunden, um die 321 Fahrzeuge und 41 Container zu verladen.

Ark Germania im Hafen
Die ARK GERMANIA an ihrem Liegeplatz im Hafen Emden. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Der Seeweg erschwert die Ladungssicherung

Besondere Aufmerksamkeit lag dabei auf der Ladungssicherung, die bei einem Seetransport, aufgrund der höheren Kräfte auf See, deutlich aufwendiger ist als an Land.

Während der Überfahrt nach Norwegen kontrollierte daher das Transportbegleitkommando, bestehend aus zwei Soldaten der Flugabwehrraketengruppe 24 aus Bad Sülze, die wertvolle Fracht. Da mussten die Zurrgurte an der ein- oder anderen Stelle nachgezogen werden und teilweise zusätzliche Gurte angebracht werden.

Wenn die Arbeit Spaß macht

Während der eineinhalbtägigen Überfahrt nach Norwegen blieb trotzdem genügend Zeit, um die Reise und die frische Meeresluft zu genießen, was wohl auch der ruhigen See zu verdanken war. Von der bekannten Seekrankheit blieben beide Kameraden verschont. Für Hauptfeldwebel André D. war es die erste längere Fahrt auf hoher See. Oberstabsgefreiter Patrick G. hat bereits Erfahrungen auf einer dreitägigen Reise mit einem bekannten Rostocker Kreuzfahrtunternehmen gesammelt. „Ich könnte mir so einen Auftrag wieder vorstellen, immerhin war die See fast spiegelglatt, wäre das Wetter rauer gewesen, wäre ich da vielleicht nicht so optimistisch“, so der 35-jährige Schirrmeister Hauptfeldwebel André D. 

Ladung auf Schiff
Sieht ein wenig nach Tetris aus, ist jedoch genau im Detail geplant. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Eindrücke an Bord

In besonders guter Erinnerung bleiben beiden Kameraden der Blick von der Brücke, der beeindruckende Maschinenraum und vor allem die sehr freundliche Besatzung, die den Kameraden der bodengebundenen Luftverteidigung bereitwillig ihr „schwimmendes Waffensystem “ zeigte.


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Stand vom: 16.10.18 | Autor: Lars Koch


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