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Trident Juncture: Die Telekom der Patriots

Rena, Norwegen, 07.11.2018.

Drei Patriot-Kampfstaffeln sichern bei Trident Juncture den Luftraum und sorgen dafür, dass die verbündeten Bodentruppen vor Angriffen aus der Luft geschützt sind. Um diesen enorm wichtigen Auftrag überhaupt ausführen zu können, bedarf es zwischen den Staffeln und der übergeordneten Führung einer sicheren Verbindung.

Fernmeldesystem der Patriots aus Vogelperspektive
Das Fernmeldesystem der Patriots von oben. (Quelle: Bundeswehr/Sebastian A.)Größere Abbildung anzeigen

Für sechs Wochen ist der ausgebildete IT-Feldwebel Steffen H. für die Kommunikation des AMD-Moduls (Air Missile Defence) bei Trident Juncture in Norwegen verantwortlich. Der Hauptfeldwebel ist Fernmelde-Truppführer. Er sorgt mit seinem Team für die Vernetzung der einzelnen Kampfstaffeln untereinander und mit der übergeordneten Führung in den Gefechtsständen. Ohne eine reibungslose, verschlüsselte und damit abhörsichere Kommunikation, könnten die Patriot-Waffensysteme ihren Auftrag nicht im Verbund erfüllen.

Überall auf der Welt einsatzbereit

Ich bezeichne mich gerne als den Telekom-Mann der Bundeswehr.“, beschreibt Steffen H. grinsend seinen Job. Sein Arbeitsbereich besteht aus einer Richtfunkanlage, zwei Generatoren und einer Antennenmastanlage. Innerhalb von 30 Minuten können die IT-Spezialisten ihr System einsatzbereit machen – ganz egal wann und wo. „Das Beeindruckende an unserem System ist, dass wir von überall auf der Welt zu 100 Prozent verschlüsselt kommunizieren können.“, erklärt er stolz.

Soldat im Porträt
Hauptfeldwebel Steffen H. ist der Truppführer der Fernmeldeeinheit. (Quelle: Bundeswehr/Kevin Schrief)Größere Abbildung anzeigen

Beeindruckende Technik

Die Antennenmastanlage ist auf einem LKW befestigt und an ihr sind vier Schüsseln installiert. Drei der Schüsseln stehen für eine Verbindung zu je einer Kampfstaffel und eine für die Kommunikation mit der übergeordneten Führung. Die beiden Generatoren werden täglich mit dem frostbeständigen Winterdiesel nachgefüllt. Die Richtfunkanlage ist das Herz des Fernmeldesystems. Dort hat Hauptfeldwebel H. seinen Arbeitsplatz. Hier überwacht und wartet er die technischen Geräte.

In Echtzeit

Im Feuerleitstand erhalten die dort eingesetzten Kameraden ihre Anweisungen durch die übergeordnete Führung. Dazu gehören auch die Befehle zur Bekämpfung feindlicher Luftziele. „Das muss natürlich alles problemlos und in Echtzeit funktionieren. Dafür sorgen wir.“, sagt Steffen H. Rund drei Jahre dauert es, bis man als Truppführer im Fernmeldebereich der Flugabwehr eingesetzt werden kann. Die Ausbildung ist vielseitig, und unterteilt sich in zivile sowie militärische Anteile.

Soldat in Container einer Richtfunkanlage
Im Container der Richtfunkanlage sorgen Steffen H. und sein Team für eine reibungslose Kommunikation. (Quelle: Bundeswehr/Kevin Schrief)Größere Abbildung anzeigen

Zuerst Freundin und Steak

Mitte November geht es auch für ihn und seine Kameraden wieder nach Hause. Dort wird er wieder seine Arbeit bei der Flugabwehrraketengruppe 21 in Sanitz aufnehmen. Vorher hat der Rostocker allerdings nach der anstrengenden Zeit Wichtigeres vor: „Ich freue mich ganz besonders auf meine Freundin Franziska. Als erstes werde ich mit ihr in ein Restaurant gehen und nach sechs Wochen überwiegend Fisch, ein schönes Steak essen.“, sagt er.


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Stand vom: 07.11.18 | Autor: Stephan Jeglinski


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