Sie sind hier: Startseite > Aktuelles > Aus der Truppe > Trident Juncture: Scharnier zwischen Heer und Luftwaffe

Trident Juncture: Scharnier zwischen Heer und Luftwaffe

Rena, Norwegen, 26.10.2018.

Bei Trident Juncture in Norwegen schützt die Luftwaffe mit Patriot-Waffensystemen verbündete Bodentruppen vor Bedrohungen aus der Luft. Das erfordert eine präzise Kommunikation zwischen den Teilstreitkräften. Ein Job für Major Timo H.

Getarntes Raketenabwehrsystem Patriot steht im Gelände
Mit dem Waffensystem Patriot schützt die Luftwaffe die verbündeten Bodentruppen. (Quelle: Bundeswehr/Dagmar Benner)Größere Abbildung anzeigen

Die NATO-Übung Trident Juncture ist für die Bundeswehr von immenser Wichtigkeit. Die weiten Flächen Norwegens und das Übungsszenario ermöglicht es allen Teilstreitkräften, auf internationaler Ebene eng zusammenzuarbeiten.

Entscheidende Aufgabe

Major Timo H. aus Schleswig hat dabei eine entscheidende Aufgabe. Er ist der Verbindungsoffizier der Luftwaffe zu den Bodentruppen des Heeres. Sein Auftrag ist es, die Kameraden zu Lande bei ihren Planungen und Operationen so zu beraten, dass sie sich des Schutzes der Patriot-Luftwaffenkräfte vor Bedrohungen aus der Luft sicher sein können. Gleichzeitig informiert er das AMD-Modul (Air Missile Defense), also die Flugabwehrkräfte der Luftwaffe, über sämtliche Aktivitäten der Bodenkräfte. So werden die verbündeten Einheiten am Boden stets von den Patriot-Flugabwehrsystemen vor gegnerischen Angriffen geschützt. Er sorgt aber auch dafür, dass die Soldaten der Luftwaffe über alle Vorhaben des Heeres informiert sind.

Soldat im Porträt
Major Timo H. ist der Verbindungsoffizier der Luftwaffe bei den Bodentruppen des Heeres. (Quelle: Bundeswehr/Lars Koch)Größere Abbildung anzeigen

Bereit für Verantwortung

Auf den Schultern des 38-jährigen Majors lastet eine große Verantwortung. Er ist der verlängerte Arm der Luftwaffe und stellt die Kommunikation mit dem Heer sicher. „Ich habe hier eine sehr interessante und facettenreiche Tätigkeit. Ich berate den Kommandeur der VJTF (Very High Readiness Joint Task Force) - Landbrigade in allen Fragen der bodengebundenen Luftverteidigung“, erklärt der Stabsoffizier. In seinem Heimatverband des Flugabwehrraketengeschwaders 1 in Husum ist er im Bereich der Planung und Organisation eingesetzt.

Das Vertrauen ist gewachsen

Major Timo H. ist von der Professionalität seines Arbeitsumfeldes begeistert. „Es ist wirklich beeindruckend zu erleben, wie koordiniert und organisiert die Kräfte auch multinational agieren. Gerade im Hinblick darauf, dass wir das schon sehr lange nicht mehr gemacht haben, ist die Zusammenarbeit zwischen Herr und Luftwaffe wirklich hervorragend.“ In den letzten zwei Wochen der Vorbereitung sei das gegenseitige Vertrauen nochmal gewachsen. „Mit dieser Truppe würde ich jederzeit auch in einen scharfen Einsatz gehen“, unterstreicht der Major.

Blick in das Unterkunftzelt
Die Unterkunftszelte bieten Platz für bis zu 500 Soldatinnen und Soldaten. (Quelle: Bundeswehr/Kevin Schrief)Größere Abbildung anzeigen

Wenig Freizeit - aber guter Draht nach Hause

Insgesamt ist Timo H. sechs Wochen in Norwegen. Der Familienvater arbeitet im Schnitt 14 Stunden am Tag. Da bleibt kaum noch Zeit für anderes. Untergebracht ist er, wie alle seine Kameraden, in einem riesigen Zelt, das für bis zu 500 Personen ausgelegt ist. „Natürlich ist die Privatsphäre hier stark eingegrenzt. Aber wir trainieren hier unter Einsatzbedingungen. Das kann man für die Zeit schon gut aushalten“, zeigt sich Timo H. gelassen.

Hinzu kommt, dass das norwegische Mobilfunknetz hervorragend ausgebaut ist und in dem skandinavischen Land keine Roaminggebühren anfallen. „Natürlich vermisse ich meine Frau und meine Tochter, aber die Kommunikation nach Hause ist hier ohne Probleme in guter Qualität stets gewährleistet.

In zwei Wochen endet für Major Timo H. das Abenteuer Norwegen. Dann reist er mit seinen Kameraden der Flugabwehr zurück nach Deutschland, wo er wieder seinem Arbeitsalltag nachkommen wird.


Fußzeile

nach oben

Stand vom: 29.10.18 | Autor: Stephan Jeglinski


http://www.bundeswehr.de/portal/poc/bwde?uri=ci%3Abw.bwde.aktuelles.aus_der_truppe&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB170000000001%7CB5WDE3435DIBR