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Erstes Halbjahr vorüber: Rotationsbeginn in Litauen

Kaunas/Sestokai, Litauen, 31.07.2017.
Seit Januar 2017 stellt Deutschland als Ergebnis des NATO- Gipfels vom Juli 2016 den Rahmen einer multinationalen Battlegroup im Baltikum. Das Panzergrenadierbataillon 122 aus dem bayrischen Oberviechtach leistete mit den Verbänden der Panzerbrigade 12 die Pionierarbeit und stellte die Einsatzbereitschaft her. Ab Anfang August werden die Soldaten des Panzergrenadierbataillons 371 aus dem sächsischen Marienberg den Auftrag dieser einsatzgleichen Verpflichtung fortsetzen.

Panzer werden verladen

Nachdem die Schützen- und Kampfpanzer der zweiten Rotation von der Bahn gerollt waren, begann die Verladung der alten Rotation. (Quelle: Bundeswehr/Grünberg)Größere Abbildung anzeigen

Im Technischen Bereich der Kaserne im litauischen Rukla herrscht rege Betriebsamkeit. Seit Beginn der Woche werden Fahrzeuge ent- und teilweise auch schon wieder beladen. Soldaten steigen aus den Bussen, andere sammeln sich und fahren ab. Ein halbes Jahr nach Übernahme der EFP-Verantwortung mit dem Kern des Gefechtsverbandes, dem Panzergrenadierbataillons 122, steht nun der erste Wechsel von 450 Soldaten mit über 100 Fahrzeugen an. Der Kommandeur der deutschen Panzergrenadiere aus Oberviechtach und Kommandeur der Battlegroup in Litauen, Oberstleutnant Christoph Huber, befindet sich mit seinen Soldaten derzeit in der Übergangsphase zu den nachfolgenden Einheiten. Diese wiederum dient nicht nur dem Wechsel von Soldaten und Material, sondern auch der Weitergabe von Erfahrungen.

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Erstes Halbjahr vorüber

Es ist ein komisches Gefühl“, gibt ein Soldat, der seit wenigen Tagen in Litauen ist, bei der Entladung seines Schützenpanzers zu verstehen. „Während die Einen ihre sechsmonatige Aufgabe hier in Litauen hinter sich haben und ihre Fahrzeuge verladen, bringen wir unsere nun ins Camp und haben die lange Phase noch vor uns.

Insgesamt 14 Marienberger Schützenpanzer vom Typ Marder und acht Kampfpanzer aus Bad Frankenhausen haben nach dreitägiger Fahrt auf einem Flachwaggon ihr Ziel in Sestokai erreicht. Auf den Millimeter genau wurden sie am Samstag in ihrer deutschen Heimat verladen und nun am Zielbahnhof von den Soldaten entladen.

Soldaten steigen aus Flugzeug

Auch per Luft erfolgte der Austausch: Oberstleutnant Gensler erreicht Litauen, während ein Großteil der ersten Rotation Litauen verlässt. (Quelle: Bundeswehr/Rabe)Größere Abbildung anzeigen

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Rotation nach Plan

Die Entladung im zwei Stunden entfernten Sestokai ist notwendig, weil sich hier die Spurbreite der Bahn ändert. Im Detail läuft das so ab: Die Kampf- und Schützenpanzer, welche aus Deutschland eingetroffen sind, verlassen seitlich die Flachwaggons. Sie bilden auf einer Rampe eine Reihe und warten, um nach und nach von belgischen, deutschen und niederländischen Soldaten auf den Schwerlasttransportern (SLT) weiter transportiert zu werden. Die SLT haben zuvor die Schützen- und Kampfpanzer der ersten Battlegroup zum Verladebahnhof gefahren.

Während die einen Panzer also warten, rollen die nächsten auf den Waggon für ihre Rückreise. Nach fünf Stunden sind die Maßnahmen abgeschlossen. Die Position der Panzer auf den Waggons ist millimetergenau geprüft und alles mit Ketten gesichert. Die Rückfahrt kann beginnen.

Mehrere verladene Panzer

Unter anderem wurden die Leopard 2 A6 Panzer mit Schwerlasttransporten über 150 km durch Litauen transportiert. (Quelle: Bundeswehr/Grünberg)Größere Abbildung anzeigen

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Höhepunkt der Übergabephase

In der litauischen Stadt Kaunas landet am selben Tag ein Airbus der Luftwaffe. Die Maschine „Kurt- Schumacher“ bringt den Großteil der Soldaten vom Standort Marienberg nach Litauen. Einer ihrer ersten Aufträge in den kommenden Tagen wird es sein, Radfahrzeuge durch das Land an ihren Zielort zu bringen. Dann folgen die ersten Einweisungen. Sie werden ab Anfang August, den Auftrag der Oberviechtacher Panzergrenadiere übernehmen.

Während die einen am Flughafen aussteigen, warten die anderen Soldaten auf den Flug in die Heimat. Sie schauen zufrieden zurück und haben ihre Aufgabe übergeben. Für Oberstleutnant Gensler, dem zukünftigen Kommandeur der Battlegroup und seine „Marienberger Jäger“, wird der Auftrag hingegen immer greifbarer.

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Stand vom: 10.08.17 | Autor: Sebastian Grünberg


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