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Agenda Ausbildung: Die sieben Handlungsfelder

Berlin, 17.08.2018.

Investition in die Zukunft: Ein Überblick über die sieben Handlungsfelder der neuen Agenda Ausbildung der Bundeswehr.

Zivilangestellter und zwei Soldaten überprüfen die Technik eines Fahrzeugs
Selber Machen macht schlau: Die Ausbildung soll praktischer werden.Größere Abbildung anzeigen

Mehr Praxis, weniger Theorie: Mit der Agenda Ausbildung macht die Bundeswehr einen Sprung nach vorn. Ziel ist die optimale Entwicklung der Soldaten und zivilen Mitarbeiter sowie einer Unternehmenskultur, in der sich jeder Bundeswehrangehörige mit seinen Qualitäten einbringen kann. Ein Überblick über die Änderungen.

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Ausbildungskultur

Ausbildung soll „individuell fordern, aber nicht überfordern – ohne dabei das Ausbildungsniveau abzusenken.“ Dabei ist egal, ob in der Truppe oder an einer Schule ausgebildet wird.

„Individuelle Potenziale sollen erkannt und gefördert, eine verfrühte Auslese vermieden und so eine höhere Ausbildungsmotivation erreicht werden“, sagt Kapitän zur See Thomas Lehnen, zuständiger Referatsleiter im Verteidigungsministerium. „Dazu wollen wir unsere Ausbilder besonders qualifizieren.“

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Führungsnachwuchs

Die Ausbildung von Unteroffizieren, Feldwebeln und Offizieren wird praxisorientierter gestaltet, um der Verschulung zu begegnen. „Die Lehre wird stärker an der Praxis in der Truppe ausgerichtet, die Lernphasen an den Schulen und Ausbildungszentren werden komprimiert“, sagt Lehnen.

Offiziere des Heeres werden zukünftig vermehrt dezentral ausgebildet, Luftwaffe und Marine bleiben bei der zentralen Ausbildung.

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Kompetenzorientierung

Die kompetenzorientierte Ausbildung ist ein neuer Ansatz in der Ausbildung – sie ist auf den zukünftigen Aufgabenbereich ausgerichtet. Im Kern steht die Handlungskompetenz, um im Einsatz wie im Grundbetrieb richtig zu entscheiden.

Die Soldaten werden in den Lernsituationen aktiv und praktisch stärker gefordert. „Sämtliche Ausbildungseinrichtungen werden ab 2019 mindestens ein Training kompetenzorientiert gestalten, neue Trainings werden von vornherein darauf ausgelegt“, so Lehnen.

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Nachwuchsgewinnung und -bindung

Angehende Soldatinnen und Soldaten werden künftig schon vor dem Dienstantritt („onboarding“) und in den ersten sechs Monaten der Dienstzeit („inprocessing“) noch intensiver betreut. Die Neulinge werden von Anfang an mit ihren individuellen Stärken und Schwächen abgeholt – körperliche Leistungsunterschiede etwa sollen durch professionelles Training in der Grundausbildung ausgeglichen werden.

„Als attraktiver Arbeitgeber gehen wir von Beginn an wertschätzend mit unserem Personal um“, sagt Lehnen.

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Ausbildungssystematik

Die bisherige Fokussierung der Ausbildungssystematik allein auf Auslandseinätze wird verändert. Die Ausbildung von Fähigkeiten in der Landes- und Bündnisverteidigung treten gleichberechtigt dazu.

„Wir werden uns intensiv anschauen, was wir tatsächlich noch allen Soldaten einheitlich vermitteln müssen und was daneben nur bestimmte Kräfte können müssen“, kündigt Lehnen an.
 

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Reservisten

Die Reserve wird auch mit Blick auf die Landes- und Bündnisverteidigung deutlich aufgewertet. Viele Aufgaben der Bundeswehr im Inland wie Heimatschutz oder Einsatzunterstützung werden durch Reservedienstleistende übernommen.

Da viele Reservisten einen zivilen Beruf ausüben und nur zeitweise die Uniform anziehen, muss die Lehre möglichst flexibel und modular organisiert werden.

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Zivile Bildung und Qualifikation

Die Bundeswehr qualifiziert ihr Personal – egal ob militärisch oder zivil – schon heute umfassend. Das schließt auch zivile Kompetenzen ein.

Gleichwohl werden die Bildungs- und Qualifizierungsangebote auch hier weiterentwickelt. Hierbei wird die ganze Bandbreite von der dualen Berufsausbildung bis zur zivilen Spitzenkräfteentwicklung in den Blick genommen.

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Stand vom: 17.08.18 | Autor: Redaktion der Bundeswehr


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