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Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS): Aktuelle Zahlen

Berlin, 26.04.2019, Presse- und Informationsstab BMVg.

Die Anzahl neu an PTBS Erkrankter bleibt weitgehend konstant.

Trauriger Mann
Dinge, die verarbeitet werden müssen (Quelle: Fotolia/Razvan/Radu Razvan)Größere Abbildung anzeigen

Waren im Jahr 2015 noch 235, 2016 175 und 2017 170 Neuerkrankungen zu verzeichnen, so wurden im Jahr 2018 182 Neuerkrankungen an einer PTBS diagnostiziert.

Diese Konstanz der neuen Fälle trotz aktuell abnehmender Anzahl in den Einsatz geschickter Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr erklärt sich aus der zu dem Krankheitsbild gehörenden Verzögerung der Suche nach Hilfe.

Ein weiterer positiv beeinflussender Einflussfaktor ist die zunehmende Akzeptanz der angebotenen Hilfe durch umfangreiche Aufklärungsmaßnahmen über Krankheitsbild und Hilfsmöglichkeiten.


Die Entwicklung der Behandlungskontakte stellt sich bis zum Jahr 2018 wie folgt dar:

Zahlen im Überblick

PTBS-Behandlungskontakte nach Jahr und Einsatzgebiet
Einsatzgebiet 1996-
2003
2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
KFOR 213 12 38 24 12 19 42 43 51 88 132 173 160 132 196 190
ISAF 30 84 75 55 130 226 418 557 759 948 1.141 1.311 1.375 1.272 1.437 1.390
Sonstige - - - - - - - 129 112 107 150 213 215 211 234 295
Gesamt 348 100 121 83 149 245 466 729 922 1.143 1.423 1.697 1.750 1.615 1.903 1.875

Stand: Januar 2019

Nach Studienlage des Psychotraumazentrums der Bundeswehr (PTZ) prägen in den Einsätzen nicht mehr die als persönliche Bedrohung empfundenen Kampfhandlungen, sondern eher moralisch belastende Situationen wie das Erleben von Armut, Bürgerkriegen oder Gräueltaten die Wahrnehmungen der Einsatzteilnehmenden.


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Stand vom: 26.04.2019


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