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Vorgestellt: Die Ansprechstelle für Hinterbliebene

Berlin, 30.06.2015.
Die Ansprechstelle für Hinterbliebene (AfH) gibt es seit dem 14. Juli 2010. Mit der Einrichtung dieser zentralen Stelle hat das Verteidigungsministerium seine Verantwortung für die Fürsorge und Betreuung von Hinterbliebenen gefallener und verstorbener Bundeswehrangehöriger unterstrichen.

Silhouette einer traurigen Frau

Nicht allein: Hilfe mit Rat und Tat für die Hinterbliebenen (Quelle: Fotolia/Antonioguillem)Größere Abbildung anzeigen

Das Team der Ansprechstelle stellt eine persönliche und vertrauensvolle Betreuung sicher. Diese Betreuung gilt Hinterbliebenen deren Angehörige im Dienst der Bundeswehr zu Tode gekommen sind. Das umfasst nicht ausschließlich Gefallene, sondern auch Todesfälle durch Unfälle oder andere Unglücke.

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Wie funktioniert die Ansprechstelle?

Die Ansprechstelle für Hinterbliebene erhält über den Dienstweg von diesen Fällen Kenntnis. Sie nimmt in der Regel zunächst Kontakt zu dem zuständigen Kommandeur oder Dienststellenleiter auf und bittet ihn, die Hinterbliebenen über die Existenz der Ansprechstelle zu unterrichten.

Den direkten Kontakt zu den Hinterbliebenen stellt sie erst später her. Die Ansprechstelle bleibt zunächst im Hintergrund, denn in der Anfangszeit werden die Hinterbliebenen intensiv von den Betreuungsstellen der Bundeswehr vor Ort versorgt. Gemeint sind der Sozialdienst, die Familienbetreuung, der psychologische Dienst und die Militärseelsorge.

Hinterbliebene können sich aber selbstverständlich umgehend und in jeder gewünschten Weise auch direkt an die Ansprechstelle wenden. Per Brief, E-Mail oder über eine gesonderte Telefonnummer ist sie erreichbar. Mit etwas zeitlichem Abstand nimmt die Beauftragte auch selbst telefonisch Kontakt auf. Es ist immer ein vorsichtiges Herantasten.

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Wie sieht die Hilfe aus?

Die Hilfe ist von Fall zu Fall höchst individuell und entsprechend der jeweiligen Bedürfnisse und Lebenssituationen der Hinterbliebenen ganz unterschiedlich.

Es gibt beispielsweise oft den Wunsch, den Todesort zu besuchen. Grundsätzlich ist das zwar möglich, dennoch muss der jeweilige Einzelfall mit Sorgfalt geprüft werden. Häufig werden auch Unterlagen und Aufzeichnungen zum Ablauf des Unglücksgeschehens nachgefragt.

Auch in rechtlichen und versicherungstechnischen Fragen kümmern sich die Beauftragte und ihr Team. Sie nehmen häufig direkt Kontakt zu den zuständigen Behörden auf. Dabei ist auch die Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst der Bundeswehr sehr eng.

Neben der individuellen Betreuung jedes einzelnen Betroffenen, begleitet das Team der Ansprechstelle Hinterbliebene auch bei wichtige Terminen und Veranstaltungen. Dazu zählt der Volkstrauertag, der alljährlich im November begangen wird. Dazu werden die Hinterbliebenen aus dem Bereich der Bundeswehr zur zentralen Gedenkveranstaltung nach Berlin eingeladen.

Soldaten mit Trauerkränzen

Kranzniederlegung am Volkstrauertag im Ehrenmal der Bundeswehr in Berlin (Quelle: Bundeswehr/Grauwinkel)Größere Abbildung anzeigen

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Interessenvertretung Hinterbliebener

Dass die Ansprechstelle beim Ministerium angesiedelt ist, hat sich als sehr hilfreich und wichtig erwiesen. So können alle Belange von Hinterbliebenen übergreifend und zentral wahrgenommen und „eingesteuert“ werden, worum es sich auch handeln mag. Das Team versteht sich als „Interessenvertreter der Hinterbliebenen“, auch wenn sich nicht jeder Wunsch und jede Forderung erfüllen lässt.

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Erreichbarkeiten

Anschrift
Bundesministerium der Verteidigung
Beauftragte Angelegenheiten für Hinterbliebene
Stauffenbergstraße 18
10785 Berlin

Telefon
030 1824-23030

E-Mail

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Stand vom: 15.02.16 | Autor: Susanne Lopez/Andreas Müller


http://www.bundeswehr.de/portal/poc/bwde?uri=ci%3Abw.bwde.soziales.familie_und_dienst.hinterbliebene