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Zivil-militärische Zusammenarbeit: Vernetzte Sicherheit

Berlin, 10.07.2013.
Die Bundeswehr trägt mit ihren Fähigkeiten im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zum Schutz der Bürger und Bürgerinnen sowie von lebenswichtiger Infrastruktur im Inland bei.

Hubschrauber und Soldat mit Zivilisten

Hochwasser 2013: Marineflieger evakuieren Bürger aus gefährdeten Gebieten (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Effiziente Landesverteidigung erfordert verlässliche regionale Strukturen sowie zivil-militärische Zusammenarbeit bei Nutzung vorhandener Kapazitäten. Das Konzept der zivilen Verteidigung wird vor diesem Hintergrund fortentwickelt und das Konzept der zivil-militärischen Zusammenarbeit weiter ausgebaut. Dabei wird zwischen zivil-militärischer Zusammenarbeit im Inland (ZMZ-I) und der Zusammenarbeit mit zivilen Akteuren im Auslandseinsatz (ZMZ-A) unterschieden.

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Auftrag zur Unterstützung

Im Rahmen der vernetzten gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge leistet die Bundeswehr ihren Beitrag im Sinne des Artikel 35, Absatz 2 des Grundgesetzes: „Zur Hilfe bei einer Naturkatastrophe oder einem besonders schweren Unglücksfall kann ein Land Polizeikräfte anderer Länder, Kräfte und Einrichtungen anderer Verwaltungen sowie des Bundesgrenzschutzes (jetzt Bundespolizei) und der Streitkräfte anfordern.

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Das neue territoriale Netzwerk steht

Mit der Neuorganisation der zivil-Militärischen Zusammenarbeit wurden feste Verbindungsorgane zu den zivilen Einrichtungen und Behörden eingerichtet, die einen Hilfseinsatz leiten. Das territoriale Netzwerk ist so aufgebaut:

  • das Kommando Territoriale Aufgaben in Berlin,
  • 16 Landeskommandos am Sitz der jeweiligen Landesregierung,
  • Verbindungskommandos bei allen Regierungsbezirken / vergleichbaren Behörden,
  • Verbindungskommandos bei allen Landkreisen / Kreisfreien Städten,
    mobile Regionale Planungs- und Unterstützungstrupps
  • ZMZ-Stützpunkte
  • Regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte
Soldat und Feuerwehrmann bilden eine Sandsack-Kette

Hand in Hand gegen das Hochwasser (Quelle: Bundeswehr/Mörk)Größere Abbildung anzeigen

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Zukunftsfähige Zusammenarbeit

Die rund 450 Verbindungskommandos in den Bezirken, Kreisen und kreisfreien Städten bestehen aus jeweils zehn bis zwölf ortskundigen, erfahrenen Reservisten und werden von einem „Beauftragten der Bundeswehr für ZMZ“ geführt. Gemeinsam beraten diese Soldaten den zivilen Krisenstab und koordinieren die Unterstützungsleistungen der Bundeswehr. Unterstützungsleistungen - beispielsweise durch „Manpower“ und schweres Gerät - werden in der Regel durch aktive Truppenteile erbracht. Trotz der Auslandseinsätze wird das Gros der Bundeswehr immer in Deutschland präsent sein.

In den insgesamt 16 ZMZ-Stützpunkten und Spezialstützpunkten werden - angegliedert an bestehende Verbände - Gerät und Material für die Katastrophenabwehr bereit gehalten. Während die fünf ZMZ-Stützpunkte über Pioniergerät verfügen, sind die neun Spezialpunkte mit medizinischer Ausstattung bestückt. Zwei halten Material zur ABC-Abwehr vor.

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Stand vom: 11.09.17 | Autor: Susanne Lichte


https://www.bundeswehr.de/portal/poc/bwde?uri=ci%3Abw.bwde.streitkraefte.grundlagen.auftrag.katastrophenhilfe.zivil_mil_zusammenarbeit