Heer

850 Gäste beim Tag der Fallschirmjäger

850 Gäste beim Tag der Fallschirmjäger

  • Gedenktag
  • Heer
Datum:
Ort:
Altenstadt
Lesedauer:
2 MIN

Welche Kameradschaft unter den Soldaten herrscht und wie innig die Bindung zur Zivilbevölkerung in Oberbayern ist, wurde beim traditionellen Tag der Fallschirmjäger in Altenstadt deutlich. Die Luftlandeschule beging am 26. September den besonderen Tag, der sich bereits zum 19. Mal jährte.

Im Vordergrund steht ein Luftfahrzeug auf dem Landeplatz, im Hintergrund warten einige Soldaten.

Gleich werden die Soldaten zu einem gemeinsamen Sprung abheben.

Bundeswehr/Norman Möller

850 Gäste, darunter ehemalige und aktive Angehörige der Luftlandetruppe, aber auch Vertreter der regionalen Politik und Wirtschaft folgten der Einladung des Ausbildungsstützpunktes in Altenstadt in Bayern, um gemeinsam die Verbundenheit der Fallschirmjäger zu bekunden, aber auch der gefallenen Kameraden zu gedenken.

70 Jahre Bund deutscher Fallschirmjäger

Mehrere Soldaten und Zivilisten sitzen in einem großen Saal zusammen.

Die Gäste lauschen im St. Michael Saal dem Festvortrag.

Bundeswehr/Norman Möller

Ein fester Bestandteil des Tages der Fallschirmjäger ist der Festvortrag im St. Michael Saal der Lehrstätte. Auch im diesem Jahr gab der Leiter des Ausbildungsstützpunktes Luftlande und Lufttransport einen detaillierten Einblick in die Leistungen, die in den vergangenen zwölf Monaten erbracht wurden. Oberstleutnant Udo Francke betonte dabei ausdrücklich, dass ohne die tatkräftige Unterstützung aus der Truppe, die hohen Ausbildungszahlen wohl kaum hätten erreicht werden können. „Fallschirmjäger zeichnen sich dadurch aus, dass sie nach dem Verlassen des Luftfahrzeuges auf sich gestellt, robust und mit tiefer Kameradschaft füreinander einstehend, den Auftrag erfolgreich zu Ende bringen“, so Francke. Auch das Thema Infrastruktur war bedeutsam. „Es wurden schon die ersten Projekte angestoßen, aber gerade bei der Renovierung unseres Unterkunftsgebäudes müssen endlich die Weichen auf Grün gestellt werden“, so Francke weiter.

Neben den Feierlichkeiten zum Tag der Fallschirmjäger wurde auch das 70-jährige Bestehen des Bundes deutscher Fallschirmjäger gefeiert. Dessen Präsident, Generalleutnant außer Dienst Hans-Werner Fritz, war es ein wichtiges Anliegen, über die Kameradschaft der Fallschirmjägertruppe zu sprechen, sei es im Einsatz oder auch an den Standorten im Inland. Darüber hinaus hielten Generalmajor Andreas Hannemann, Kommandeur der Division Schnelle Kräfte (DSKDivision Schnelle Kräfte), über das Leistungsprofil der DSKDivision Schnelle Kräfte und die hervorragende internationale Zusammenarbeit sowie Brigadegeneral Michael Matz, Kommandeur Ausbildungszentrum Infanterie und General der Infanterie, über die Führerausbildung und die Weiterentwicklung des Ausbildungszentrums Vorträge.

Fazit nach einem Jahr im Amt

Ein Soldat steht hinter einem Rednerpult.

Der Leiter des Ausbildungsstützpunktes Luftlande und Lufttransport eröffnet den feierlichen Appell.

Bundeswehr/Norman Möller

„Vor genau einem Jahr habe ich die Leitung des Ausbildungsstützpunktes Luftlande und Lufttransport übernommen und keinem ist in dieser Zeit langweilig gewesen“, mit diesen Worten eröffnete Francke etwas später den feierlichen Appell zum Tag der Fallschirmjäger. Der Leiter bedankte sich bei all seinen Soldaten und Soldatinnen sowie zivilen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen für die erbrachten Leistungen in diesem Jahr. „Ohne die tagtägliche Hingabe aller wären die weit über den Kapazitäten liegenden Anforderungen nicht gemeistert worden.“

Tief in der Region verwurzelt

Mehrere Soldaten stehen an einem Denkmal vor und hinter Kränzen.

Mit einer Kranzniederlegung und einer Schweigeminute gedenken die Soldaten der Gefallenen.

Bundeswehr/Norman Möller

Beim Traditionstag spielt das bordeauxrote Barett der Fallschirmjäger natürlich auch eine große Rolle und dies gilt sowohl für die aktiven als auch die ehemaligen Angehörigen der Luftlandetruppe.  Man spürt, dass in der Region das Herz für die Fallschirmjägertruppe schlägt. So nahmen nicht nur die Bürgermeister aus Altenstadt und Umgebung, Vertreter der Presse und Wirtschaft, sondern auch die Landrätin des Kreises Weilheim-Schongau, Andrea Jochner-Weiß, am Appell teil. Zum Abschluss des Appelles sprach Militärpfarrerin Heike Ranke das Gebet, Soldaten legten Kränze nieder und gedachten in einer Schweigeminute ihrer gefallenen Kameraden.

von Norman Möller