Inhalt

Auftrag der Bundeswehr

Zwei Soldaten auf einem Waffenträger Wiesel im Gelände, im Hintergrund fahren zwei Panzer

Bundeswehr/Andrea Bienert

Auftrag der Bundeswehr

Der Krieg ist zurück in Europa und erfordert eine Fokussierung der Bundeswehr auf ihren Kernauftrag: die Landes- und Bündnisverteidigung.

Der Krieg ist zurück in Europa. Die Bedrohungslage hat sich durch den Angriff Russlands auf die Ukraine drastisch verschärft. Ein Leben in Frieden und Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Das macht eine konsequente Fokussierung der Bundeswehr auf ihren Kernauftrag erforderlich: die Landes- und Bündnisverteidigung. Darüber hinaus engagiert sich die Bundeswehr im internationalen Krisenmanagement und hilft bei Notlagen sowie Katastrophen.

Kernauftrag wieder im Fokus

Die Fokussierung der Streitkräfte auf ihren Kernauftrag der Landes- und Bündnisverteidigung ist festgehalten in den Verteidigungspolitischen Richtlinien, die im November 2023 von Verteidigungsminister Boris Pistorius und Generalinspekteur Carsten Breuer vorgelegt wurden. Das Dokument ist zusammen mit der im Juni 2023 vorgestellten Nationalen Sicherheitsstrategie die Grundlage der strategischen Ausrichtung der Bundeswehr.

Wozu gibt es die Bundeswehr?

„Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf.“ So legt es das Grundgesetz im Artikel 87a fest. Der Auftrag der Bundeswehr ist demzufolge die Verteidigung. Im Kalten Krieg bedeutete das, einen unmittelbaren Angriff auf die Bundesrepublik Deutschland und ihre Partner in der NATONorth Atlantic Treaty Organization abzuwehren. Es ging um den Schutz des Bündnisgebietes und seiner Bevölkerung vor einem potenziellen Aggressor. Dies ist auch heute wieder der Kern des Auftrages der Bundeswehr.
 

Kampfpanzer Leopard fährt im Gelände
Auftrag der Bundeswehr

Verteidigung

Die Bundeswehr schützt Deutschland und seine Verbündeten vor einem militärischen Angriff.

Weiterlesen

Internationales Krisenmanagement

Die Bundeswehr übernimmt international Verantwortung für den Frieden: Deutsche Soldatinnen und Soldaten engagieren sich weltweit in der Konfliktbewältigung und Krisenprävention, bei Stabilisierungseinsätzen sowie in Berater- und Beobachtungsmissionen.

Insgesamt sind 964 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr unmittelbar bei Auslandseinsätzen eingesetzt.

Darüber hinaus gibt es noch die Anerkannten Missionen.

Quelle: BMVgBundesministerium der Verteidigung SE III 1
Stand: 9. Februar 2026

Eine Karte zeigt die Einsätze der Bundeswehr mit Mandat weltweit

Bundeswehr | Kartenbasis: Mapcreator/OSM

  • Zwei UN-Beobachter sprechen mit einem Einheimischen an einem kleinen Steinunterstand mitten in der Wüstenlandschaft

    Militärbeobachter führen regelmäßig Gesprächen mit der Bevölkerung in der Westsahara

    Bundeswehr/Thomas Beyer

    Westsahara – MINURSOMission des Nations Unies pour l'organisation d'en Referendum au Sahara Occidental

    4 Soldatinnen und Soldaten

    Mehr erfahren
  • Soldaten der Bundeswehr in Rückenansicht stehen auf der Brücke eines Schiffes bei Dämmerung und schauen auf das offene Meer

    Die Sicherung der Seewege und der Informationsaustausch mit Anrainerstaaten gehören zu den Aufgaben der Operation Sea Gardien

    Bundeswehr/Tom Twardy

    Mittelmeer – Sea Guardian

    86 Soldatinnen und Soldaten

    Mehr erfahren
  • Seefernaufklärer P-3C Orion

    Seefernaufklärer P-3C Orion steht auf dem Rollfeld beim Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin" in Nordholz, am 15.09.2022.

    Bundeswehr/Jana Neumann

    Zentrales Mittelmeer – EUNAVFOREuropean Union Naval Force MEDMediterranean Irini

    8 Soldatinnen und Soldaten

    Mehr erfahren
  • Ein Bundeswehrfahrzeug fährt eine Straße entlang

    Die LOTs fahren jeden Tag in Dreierteams auf Patrouille in den Raum. Ohne die robusten Greenliner kämen die Soldatinnen und Soldaten auf den schlammigen, teils unbefestigten Waldböden nicht voran.

    Bundeswehr/Martin Riek

    EUFOREuropean Union Force Operation Althea – Bosnien und Herzegowina

    38 Soldatinnen und Soldaten

    Mehr erfahren
  • Vor einer Bergkulisse stehen grüne Bundeswehrzelte, im größeren Abstand dahinter große beige Zelte

    Die deutschen Zelte vom Typ II sind bereit zur Nutzung durch die neue Einsatzkompanie der Bundeswehr im USUnited States-Camp Bondsteel angekommen

    Bundeswehr/Sebastian Sänger

    Kosovo – KFORKosovo Force

    318 Soldatinnen und Soldaten

    Mehr erfahren
  • Transportpanzer der UN-Mission auf einer verwüsteten Straße mit herumliegendem Müll

    Transportpanzer vom Typ Fuchs patrouillieren im Südsudan

    UN Photo/Stuart Price

    Südsudan – UNMISSUnited Nations Mission in South Sudan

    12 Soldatinnen und Soldaten

    Mehr erfahren
  • Soldaten sind an Oberdeck eines Schiffes angetreten

    Deutsche Soldaten im UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon-Einsatz

    Bundeswehr/PAO UNIFIL

    Libanon – UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon

    210 Soldatinnen und Soldaten

    Mehr erfahren
  • Die Fregatte „Hessen” fährt auf hoher See. Im Hintergrund fährt ein Handelsschiff.

    Der Einsatz im Roten Meer – EUNAVFOREuropean Union Naval Force Aspides

    Bundeswehr/PAO EUNAVFOR Aspides

    Rotes Meer – EUNAVFOREuropean Union Naval Force Aspides

    21 Soldatinnen und Soldaten

    Mehr erfahren
  • Verabschiedung A400M AAR

    Das Flugzeug vom Typ Airbus A400M in der Betankungsversion (AARAir-to-Air Refuelling - Air-To-Air Refuelling) ist gelandet im Rahmen der Verlegung nach Al-Asrak/Jordanien, am 05.07.2019.

    Bundeswehr/Göttsche

    Jordanien und Irak – CDCounter Daesh/CBICapacity Building Iraq

    324 Soldatinnen und Soldaten

    Mehr erfahren
Auslandseinsätze der Bundeswehr

Weitere Aufträge der Bundeswehr

Darüber hinaus leistet die Bundeswehr ihren Beitrag zur gesamtstaatlichen Krisen- und Risikovorsorge und unterstützt zivile Behörden in Katastrophenfällen im Rahmen der Amtshilfe im Inland. Die Bundeswehr ist auch aktiv, wenn es um Verteidigungsaspekte der gesamtstaatlichen Cybersicherheit oder das gesamtstaatliche Lagebild im Weltraum sowie im Cyber- und Informationsraum geht.

Weitere Aufträge

Nationale und internationale Übungen

Auf den Ernstfall bereiten sich die Bundeswehr und ihre NATONorth Atlantic Treaty Organization-Partner bei nationalen und gemeinsamen Übungen vor. Diese geben Handlungssicherheit, schaffen Vertrauen zueinander und vertiefen die Zusammenarbeit. Die dabei gemachten Erfahrungen ermöglichen eine ständige Optimierung und helfen, sich auch auf bisher unbekannte Szenarien einzustellen.

Land

Trotz der ständig wachsenden Komplexität militärischer Auseinandersetzungen spielen die Landstreitkräfte unverändert eine Schlüsselrolle bei der Landes- und Bündnisverteidigung. Im Ernstfall ist es die Aufgabe des Heeres, das NATONorth Atlantic Treaty Organization-Bündnisgebiet am Boden zu verteidigen. Hierfür ist die Fähigkeit zum hochintensiven Gefecht verbundener Waffen unerlässlich – eine Fähigkeit, die beständig geübt werden muss. Nur so lassen sich die erforderliche Einsatzbereitschaft und Reaktionsfähigkeit der Bundeswehr und ihrer Verbündeten gewährleisten.

Luft

Die Kontrolle des Luftraums über dem Bündnisgebiet ist erforderlich für die Operationsfreiheit und Flexibilität am Boden. Die Luftraumüberwachung ist folglich eine Daueraufgabe in der Landes- und Bündnisverteidigung, bei der verschiedene Akteure zusammenspielen müssen. Auch stehen am Boden Flugabwehrsysteme und Infanteriekräfte bereit, die sensible Infrastruktur vor Bedrohungen schützen. Um einem hochgerüsteten Gegner Paroli zu bieten, werden der Luftkampf zwischen Kampfjets und der Angriff aus der Luft auf gegnerische Bodenziele trainiert. Transportflugzeuge der Luftwaffe ermöglichen eine schnelle Verlegung von Material und Personal an den gewünschten Ort. Jede dieser Fähigkeiten kann nur durch ständiges Üben für den Ernstfall sichergestellt werden.

Wasser

Im Verteidigungsfall müssen die Nachschublinien über den Atlantik sicher sein, um den Truppen- und Materialtransport und damit die Durchhaltefähigkeit der NATONorth Atlantic Treaty Organization in Europa zu gewährleisten. Die deutsche Marine schützt – gemeinsam mit ihren NATONorth Atlantic Treaty Organization-Partnern – die atlantischen Seewege sowie in der Ostsee, Nordsee und im Mittelmeer. Auch die U-Boot-Abwehr, das Sperren von Seegebieten durch Minen und die Beseitigung gegnerischer Seeminenfelder gehören zu ihren Aufgaben. Gleichzeitig sind die Fähigkeiten der Marine eine wertvolle Unterstützung für Heer und Luftwaffe. Um ihr facettenreiches Fähigkeitsspektrum auf den Punkt abrufen zu können, ist die Marine regelmäßig bei nationalen und internationalen Manövern dabei.

Cyber

Stabile Kommunikationswege und eine robuste digitale Infrastruktur sind ausschlaggebend für die Führungsfähigkeit der Bundeswehr. Doch die sensiblen Informationssysteme sind stark bedroht. Sie sind regelmäßig Zielscheibe von Hackerangriffen. Gezielte Fehlinformationen werden genutzt, um Gesellschaften zu destabilisieren. Gleichzeitig wird elektronische Kriegsführung immer wichtiger. Auch Waffensysteme sind zunehmend digital vernetzt. Der Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum (CIRCyber- und Informationsraum) spielt Bedrohungsszenarien durch und entwickelt Abwehrmöglichkeiten, um für diesen Ernstfall gewappnet zu sein.

Unterstützung

Eine leistungsfähige Logistik, die zügige Instandsetzung von Material und Geräten, eine professionelle medizinische Versorgung: Das und mehr leisten Streitkräftebasis und Sanitätsdienst der Bundeswehr. Ihre Leistungen und Fähigkeiten sind die Basis für den Einsatz von Marine, Heer und Luftwaffe. Sie tragen entscheidend dazu bei, Deutschland und seine Bündnispartner wirksam und durchhaltefähig zu verteidigen. Die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der Soldatinnen und Soldaten in Streitkräftebasis und Sanitätsdienst sichert dabei die hohe Qualität ihrer Arbeit.

Im Verteidigungsfall wird die aktive Truppe schwerpunktmäßig an den Bündnisgrenzen der NATONorth Atlantic Treaty Organization eingesetzt. Unterstützungsaufgaben und den Heimatschutz in Deutschland übernimmt im Ernstfall die Reserve der Bundeswehr. In allen Teilstreitkräften und Organisationsbereichen sorgt sie dafür, dass ausgebildete und erfahrene Fachkräfte als personeller Puffer verfügbar sind. Deswegen üben Reservistinnen und Reservisten der Bundeswehr regelmäßig auf ihren Dienstposten und werden in ihren Grundfertigkeiten kontinuierlich fortgebildet. So bleibt ihr Ausbildungsstand aktuell und sie sind mit einer kurzen Anlaufzeit einsetzbar, um Deutschland zu verteidigen.

Soldaten liegen in einer Stellung
Einsatzbereit durch Übungen

Übungen

Nur Streitkräfte, die ihr militärisches Handwerk beherrschen, können ihren Verteidigungsauftrag erfüllen. Deswegen muss die Bundeswehr üben.

Weiterlesen

Fundament für die Aufgabe: Ausrüstung, Infrastruktur, Personal

Eine für die Bündnis- und Landesverteidigung gewappnete Bundeswehr unterscheidet sich maßgeblich von einer Armee, die schwerpunktmäßig im internationalen Krisenmanagement eingesetzt ist. So ist der Mehrbedarf an Personal und Material im Vergleich zur Einsatzarmee erheblich. Doch eine einfache Aufstockung der Streitkräfte würde zu kurz greifen. Denn in der Landes- und Bündnisverteidigung werden andere militärische Fähigkeiten benötigt als im Auslandseinsatz: in der Organisationsstruktur, in der Infrastruktur, in Ausbildung und Ausrüstung. Daher stellt sich die Bundeswehr neu auf: mit personellem Aufwuchs und mit Investitionen in eine leistungsfähige, bedarfsangepasste Ausrüstung und eine moderne Infrastruktur.

Übung Grand Eagle 2
Säulen der Verteidigung

Ressourcen

Was die Bundeswehr braucht, um ihre Aufträge zu erfüllen. Diese reichen von der Amtshilfe bei Katastrophen im Inland bis zur Verteidigung.

Weiterlesen
Anfang Footer Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

Auf dieser Website nutzen wir Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von Endgeräteinformationen und (anonymisierten) personenbezogenen Daten. Die Verarbeitung dient der Einbindung von Inhalten, externen Diensten und Elementen Dritter, der eigenverantwortlichen statistischen Analyse/Messung, der Einbindung sozialer Medien sowie der IT-Sicherheit. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet (Details siehe Datenschutzerklärung Punkt 4.c). Bei der Einbindung von sozialen Medien und interaktiver Elemente werden Daten auch durch die Anbieter (z.B. google) außerhalb des Rechtsraums der Europäischen Union gespeichert, dadurch kann trotz sorgfältiger Auswahl kein dem europäischen Datenschutzniveau gleichwertiges Schutzniveau sichergestellt werden. Sämtliche Einwilligungen sind freiwillig, für die Nutzung unserer Website nicht erforderlich und können jederzeit über den Link „Datenschutzeinstellungen anpassen“ in der Fußzeile unten widerrufen oder individuell eingestellt werden.

  • Logo der Bundeswehr

    Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

    Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter Datenschutzerklärung