Jordanien und Irak – Counter Daesh / Capacity Building Iraq
Die Bundeswehr unterstützt mit bis zu 500 Soldatinnen und Soldaten dabei, ein Wiedererstarken des „Islamischen Staats“ im Irak zu verhindern.
Die Bundeswehr unterstützt mit bis zu 500 Soldatinnen und Soldaten dabei, ein Wiedererstarken des „Islamischen Staats“ im Irak zu verhindern.
„One Mission, Many Nations“: Unter diesem Leitspruch leisten seit 2014 inzwischen mehr als 70 Nationen einen militärischen Beitrag zum Kampf gegen die islamistische Terrororganisation Islamischer Staat (IS) im Irak und Syrien. Die Bundeswehr beteiligt sich seit 2015 am internationalen Anti-IS-Einsatz, um zu einer Stabilisierung der Region beizutragen.
Das Auftreten und der Vorstoß der menschenverachtenden Terrormiliz hat die Lage im Irak und in der gesamten Region seit 2014 drastisch verändert. Betroffen sind Millionen von Menschen. Anschläge in Tunesien, Türkei, Libanon, Russland, Frankreich und auch in Deutschland im Jahr 2015 hatten gezeigt, dass der IS auch über die von ihm damals kontrollierten Gebiete in Syrien und Irak hinaus aktiv werden konnte. Auch wenn der IS inzwischen im Irak kaum noch Territorium kontrolliert, stellt er mit Anschlägen noch immer eine Bedrohung für den Frieden und die internationale Sicherheit dar.
Der Einsatz gegen den IS ist als Maßnahme der kollektiven Sicherheit über Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen und von der Resolution 2249 (2015) des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen gedeckt.
Erstmalig beschloss der Deutsche Bundestag die Bundeswehreinsätze in Irak und Jordanien 2015. Er verlängerte diese jährlich, jeweils angepasst, und später unter einem gemeinsamen Mandat. Es können insgesamt bis zu 500 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt werden.
Nach der Mandatsverlängerung vom 29. Januar 2026 für den Einsatz Counter Daesh / Capacity Building Iraq (CD/CBI) mit seinen beiden Anteilen Operation Inherent Resolve und NATO Mission Iraq wird er bis zum 31. Januar 2027 fortgesetzt.
Einsatzgebiet der Bundeswehr bei Counter Daesh / Capcity Building Iraq (Infografik)
Bundeswehr | Stand: Juni 2026 | Kartenbasis: © Mapcreator/OpenStreetMapDie deutsche Mission in Mesopotamien besteht aus personellen Beiträgen zur Operation Inherent Resolve (OIR) und zur NATO Mission Iraq (NMI) in Form von Beratungs-, Sanitäts-, IT- und Stabspersonal. Die OIR ist der von den USA 2014 initiierte und geführte Kampfeinsatz gegen den IS im Irak und in Syrien. Zur OIR zählten bisher neben den Vereinigten Staaten und Deutschland 13 weitere NATO-Staaten sowie Australien, Neuseeland und mehrere Staaten der Arabischen Halbinsel. 2018 begann zusätzlich die NMI in Bagdad. Ihr Ziel ist die Ausbildung, der Fähigkeitsaufbau sowie die strategische Beratung der Sicherheitsinstitutionen im Irak.
Das Ziel des Einsatzes ist, die seit 2014 im Kampf gegen IS erreichten Erfolge und Fortschritte im Einklang mit den zivilen Maßnahmen nachhaltig zu konsolidieren und abzusichern. Der Fokus liegt darauf, die irakischen Streit- und Sicherheitskräfte zu befähigen, die Sicherheit des Iraks eigenständig zu gewährleisten und die dazu notwendigen militärischen Strukturen aufzubauen. Es geht darum, die bisherigen Erfolge im Kampf gegen den IS zu sichern, um ein Wiedererstarken des Terrors in der Region zu verhindern.
Im Rahmen der internationalen Anti-IS-Koalition soll die Bundeswehr daneben auch weiterhin mit der Bereitstellung der Fähigkeiten zur Luftbetankung und des Lufttransports, Unterstützungsleistungen für multinationale Partner, Beratungsleistungen, Stabspersonal sowie der möglichen Beteiligung an AWACS-Luftraumüberwachungsflügen einen Beitrag leisten.
In der Nähe von Erbil im Norden des Irak transportieren zwei US- und zwei deutsche Soldaten bei einer Übung zum Personnel Recovery einen Soldaten zu einem Hubschrauber vom Typ UH-60 Black Hawk
Bundeswehr/René Kuhn
Ein deutscher Ausbilder vom Mobile Training Team (MTT) erklärt kurdischen Soldaten den Übungslauf beim Orts- und Häuserkampf im Zerevani Training Center in Bnaslawa nahe Erbil im Nordirak. Die Zivilpersonen sind Übersetzer.
Bundeswehr/Jana Neumann
Das Betanken von Transportflugzeugen, hier eines deutschen Airbus A400M in Al-Asrak in Jordanien, gehört zu den Aufgaben der Bundeswehr bei der Mission Counter Daesh / Capacity Building Iraq
Bundeswehr/PAO Counter DaeshWas macht die Bundeswehr bei Counter Daesh / Capacity Building Iraq, wie viele Soldatinnen und Soldaten sind dort stationiert und welche Nationen unterstützen die Mission? Antworten auf diese und andere Fragen finden Sie hier:
Der Einsatz Counter Daesh/Capacity Building Iraq basiert auf zwei Säulen:
Ziel des deutschen Engagements ist es, durch einen vernetzten Ansatz zu einer umfassenden und nachhaltigen Stabilisierung der Region, insbesondere des ehemaligen Kerngebiets des IS im Irak beizutragen. Der deutsche militärische Beitrag dient der Sicherung der Stabilisierung sowie der Verhinderung des Wiedererstarkens des IS und soll die Versöhnung im Irak fördern.
Dies umfasst:
Die Bundeswehr beteiligt sich seit 2015 an dem internationalen Anti-IS-Einsatz, um zu einer Stabilisierung der Region beizutragen.
Die Mandatsverlängerung für die Mission Counter Daesh in Jordanien sowie von Capacity Building Iraq legt eine Fortführung des Einsatzes bis zum 31. Januar 2027 fest.
Damit unterstützt die Bundeswehr auf Bitten der irakischen Regierung weiterhin die internationale Anti-IS-Koalition.
Das Mandat sieht für Counter Daesh / Capacity Building Iraq den Einsatz von bis zu 500 Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten in Jordanien und im Irak vor.
Der Einsatz Counter Daesh / Capacity Building Iraq wird von einer breiten Koalition aus mehr als 70 Nationen getragen.
Die Tankflugzeuge und die deutsche Kontingentführung für Counter Daesh / Capacity Building Iraq operieren vom jordanischen Al-Asrak aus. Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sind außerdem im nordirakischen Erbil und in der irakischen Hauptstadt Bagdad stationiert.
Zudem gibt es einen deutschen Anteil auf der Al Udeid Air Base in Katar. Im dortigen Combined Air Operations Centre (CAOC) werden die Einsätze der Tanker geplant und koordiniert.
Ein Kontingentzeitraum für Counter Daesh / Capacity Building Iraq dauert in der Regel sechs Monate.
Dazu kommen etwa zwei Wochen Übergabezeit im Rahmen des Kontingentwechsels.
Die Bundeswehr hat im Rahmen von Counter Daesh / Capacity Building Iraq Soldatinnen und Soldaten in mehreren Ländern stationiert.
Der Großteil befindet sich in Al-Asrak in Jordanien und in Erbil, der Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak. Auch im irakischen Bagdad und in Al Udeid in Katar sind einzelne Kräfte der Bundeswehr verortet.
Seit Beginn des Einsatzes für Counter Daesh / Capacity Building Iraq (2015) ist ein Bundeswehrangehöriger ums Leben gekommen.
Jordanien, Al Asrak:
Dienstgrad, Vorname, Name
Al-Asrak, JOR
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64298 Darmstadt
Irak, Bagdad:
Dienstgrad, Vorname, Name
Camp Union III CD/CBI
Bagdad, IRQ
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64298 Darmstadt
Irak, Erbil:
Dienstgrad, Vorname, Name
Erbil, IRQ
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64298 Darmstadt
Katar, Al Udeid:
Dienstgrad, Vorname, Name
German Forces
Al Udeid, QAT
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64298 Darmstadt
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