Streitkräftebasis

Feldpost: Die Verbindung zur Heimat

Die Bundeswehr ist weltweit im Einsatz. Das macht es den Soldaten und Soldatinnen manchmal schwer Kontakt nach Hause zu halten. Doch bereits seit 1992 gibt es in Darmstadt die Feldpost, die seit 2000 zur Streitkräftebasis gehört. Die Feldpost verbindet sowohl die Truppe mit der Heimat, als auch die Truppen untereinander.

Eine Hand steckt eine Postkarte in einen Briefkasten
Bundeswehr/Fritz Kopetzky

Feldpost - Ein Stück Heimat im Einsatz

Ein Soldat holt im Einsatz ein Paket im Feldpostamt ab.

Post aus der Heimat ist immer eine willkommene Motivation.

Bundeswehr/Simon Hofmann

Die Zahl der Einsätze und die Herausforderungen an die Soldaten und Soldatinnen steigt stetig, umso wichtiger ist es, die Motivation aufrecht zu halten. Es gibt kaum etwas Motivierenderes als ein Zeichen aus der Heimat: Ein handgeschriebener Brief, eine Postkarte, ein Päckchen oder ein Paket. Damit diese auch reibungslos im Einsatzland ankommen gibt es bei der Streitkräftebasis die Feldpost. Ihren Sitz hat sie bereits seit 1992 in Hessen, genauer in Darmstadt. Von der Truppe werden die Feldpostler oft liebevoll die „Brücke in die Heimat“ genannt.

Ist Feldpost noch zeitgemäß?

Ein Soldat wirft eine Postkarte in einen Briefkasten der Feldpost im Einsatz.

Gerade in Zeiten von Smartphone und Social Media ist ein handgeschriebener Brief unbezahlbar.

Bundeswehr/Jonas Weber

In Zeiten von Internet, Social Media und Smartphones werden Briefe im Alltag immer seltener – nicht jedoch bei der Feldpost. Im Einsatz ist die Feldpost immer noch die wichtigste Verbindung nach Hause, denn kaum etwas ist persönlicher. Das Gefühl tausende Kilometer von der Heimat entfernt am Feldpostamt zu warten und dann einen Brief oder eine Postkarte vom Partner oder der Partnerin zu bekommen ist einfach unbezahlbar. Ein Paket der Mama zu öffnen und Schwarzbrot zu entdecken und danach zu genießen ist wie ein Stück Heimat, das auf der Zunge zergeht.

Wer kümmert sich um die Feldpost?

Soldat fährt im Einsatz auf einem Postfahrrad an einem Briefkasten vorbei.

Die Flut an Postsendungen wird durch Reservisten bewältigt, die im zivilen Leben Postangestellte sind.

Bundeswehr/Falk Bärwald

Durchschnittlich werden pro Jahr rund 1.300.000 Sendungen befördert. Um die Versorgung zwischen Heimat und Einsatzland sicherzustellen, arbeiten die Bundeswehr und die Deutsche Post AG Hand in Hand. Speziell ausgebildete Reservisten der Bundeswehr, die im Zivilberuf Postangestellte sein müssen, machen Wehrübungen im In- und Ausland. Ausgebildet beziehungsweise auf den Einsatz vorbereitet werden sie dazu in der Feldpostleitstelle in Darmstadt. Die Reservisten werden dabei für die Zeit des Auslandseinsatzes einem Logistikbataillon der Streitkräftebasis zugeordnet. Momentan besteht die Feldposttruppe aus insgesamt etwa 500 Reservisten. Die Soldaten der Feldposttruppe wechseln ihren Dienst im Einsatz halbjährlich mit den jeweiligen Kontingenten.

Wie kommt die Post in den Einsatz?

Zwei Soldaten stehen vor Kisten mit Paketen

Nur mit der richtigen Adresse kommt die Post auch an.

Bundeswehr/Jonas Weber

Die Sendung kann bei jedem Postamt aufgegeben werden. Das Porto entspricht der Inlandsgebühr vom Absender bis zur Feldpostleitstelle in Darmstadt. Dort übergibt die Post Briefe, Postkarten, Pakete und Päckchen an die Feldpostorganisation der Bundeswehr. Dieser sorgt dafür, dass die Sendung unverzüglich und unversehrt beim Empfänger im Einsatzland ankommt.

Damit die Sendung auch ankommt muss sie mit folgender Adresse versehen werden:

Dienstgrad Vor- und Nachname des Empfängers
Truppenteil oder Einheit (Beispiel: Public Affair Officer )
Länderkürzel* (Beispiel: MLI)
– Über Feldpost –
64298 Darmstadt

Was darf in den Einsatz verschickt werden?

Zwei Soldaten sortieren Pakete in Container für die jeweiligen Einsatzgebiete.

Beim Versenden von Paketen muss man sich an Zollbestimmungen des jeweiligen Einsatzlandes halten.

Bundeswehr/Jonas Weber

Ob Gummibärchen, das Lieblingsduschbad oder ein Törtchen zum Geburtstag - fast alles ist möglich. Ein paar Dinge dürfen jedoch nicht verschickt werden, das ist natürlich von Einsatzland zu Einsatzland unterschiedlich. Der Versand von alkoholischen Getränken in Feldpostsendungen ist generell untersagt. Das betrifft sowohl private Sendungen, als auch Bestellungen bei gewerblichen Anbietern. Grundsätzlich muss man sich beim Verschicken von Päckchen und Paketen an die Einhaltung der gültigen Zollbestimmungen halten. Weitere Erläuterungen und Hinweise zur Postversorgung in den Einsatzländern erhalten Sie in den jeweiligen Feldpostmerkblättern.


Die aktuelle Übersicht über die Einsatzgebiete (Stand 02.01.2019)

Einsatz

Ort

Länder-
kürzel

Land

Feldpostmerkblätter

MINUSMAMultidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali

GAO

MLI

Mali

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MINUSMAMultidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali

NIAMEY

NER

Niger

Download (PDF, 404,1 KB)

CDCounter Daesh

AL UDEID

QAT

Katar

Download (PDF, 400,3 KB)

CDCounter Daesh

AL-AZRAQ

JOR

Jordanien

Download (PDF, 425,1 KB)

CDCounter Daesh

ERBIL

IRQ

Irak

Download (PDF, 406,3 KB)

EFPEnhanced Forward Presence

RUKLA

LTU

Litauen

Download (PDF, 440,7 KB)

EUTMEuropean Union Training Mission

KOULIKORO

MLI

Mali

Download (PDF, 401,4 KB)

KFORKosovo Force

PRISTINA

KOS

Kosovo

Download (PDF, 419,7 KB)

RSMResolute Support Mission

KABUL

KAB

Afghanistan

Download (PDF, 412,8 KB)

RSMResolute Support Mission

MAZAR-E-SHARIF

MES

Afghanistan

Download (PDF, 412,8 KB)

UNAMIDNations-African Union Hybrid Mission in Darfur

EL-FASHER

SDN

Sudan

Download (PDF, 420,7 KB)

UNMISSUnited Nations Mission in South Sudan

JUBA

SSD

Südsudan

Download (PDF, 408,0 KB)

von Beate Schöne  E-Mail schreiben

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