Streitkräftebasis
Ein Schwerlasttransporter mit einem Fahrzeug auf der Ladefläche während der Fahrt.
Bundeswehr/Thomas Ströter

Auftrag der Streitkräftebasis

Wer gehört zur Streitkräftebasis? Wie ist sie in die Bundeswehr eingebunden und was sind Auftrag und Aufgaben ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen? Fragen, die wohl nur Wenige spontan beantworten können. Dabei gibt es im Arbeitsalltag von Bundeswehrangehörigen unzählige Berührungspunkte mit der Streitkräftebasis.

Was ist die Streitkräftebasis?

Die Streitkräftebasis (SKBStreitkräftebasis) ist der zweitgrößte von sechs militärischen Organisationsbereichen der Bundeswehr. Sie ist Servicedienstleister der Bundeswehr und unterstützt die anderen Bereiche wie Heer, Luftwaffe und Marine bei ihren Aufgaben. Mit ihren Kernkompetenzen wie Logistik, ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehr, Ausbildung oder dem Bereich Feldjäger ist sie ein zentraler Bestandteil des Erfolges der Bundeswehr. Aber neben dieser internen Dienstleisterrolle ist die Streitkräftebasis vor allem auch in Deutschland gefragt, wenn es um Katastrophenhilfe, also die Unterstützung bei Schneekatastrophen, Hochwasser oder Waldbrand, geht. Nach außen ist sie damit wie auch mit dem Wachbataillon und den verschiedenen Musikkorps öffentlichster Teil der Bundeswehr.

Porträt eines Soldaten
Generalleutnant Martin Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis
„Unsere Fähigkeiten sind gefragt wie noch nie. Das gilt in Deutschland wie auch in Europa.“

20 Jahre Streitkräftebasis

Im Jahr 2020 wird die Streitkräftebasis 20 Jahre alt. Sie wurde im Jahr 2000 ins Leben gerufen, um Aufgaben wie beispielsweise die Logistik, die bei Heer, Luftwaffe, Marine und Sanitätsdienst jeweils einzeln übernommen wurde, zu bündeln. Hier arbeiten alle drei Teilstreitkräfte seit nun fast zwei Jahrzehnten unter einem Dach. Über die Jahre hat sich die Streitkräftebasis stark gewandelt. Einzelne Bereiche wurde ausgegliedert und in eigene Organisationen überführt. Die Idee für die gesamte Bundeswehr grundlegende Aufgaben zu übernehmen, hat ihre Gültigkeit jedoch bis heute nicht verloren.

Wir sind die Streitkräftebasis

Was macht die Streitkräftebasis?

Die Streitkräftebasis führt mit dem Multinationalen Kommando Operative Führung in Ulm Einsätze und große Übungen der EUEuropäische Union und der NATONorth Atlantic Treaty Organization. Auch wird in Ulm mit dem Joint Support and Enabling Command eine weitere Führungseinrichtung in die Hände der Streitkräftebasis gegeben. Im Inland ist sie darüberhinaus für Hilfseinsätze der Bundeswehr zur Unterstützung ziviler Organisationen verantwortlich.

Die Streitkräftebasis versorgen mit ihren Logistikern und Logistikerinnen die Bundeswehr mit Material, Ersatzteilen, Unterkünften und Vielem mehr zum Beispiels Kraftstoff oder Munition. Das geschieht im Einsatz wie auch hier in Deutschland. Auf ganz andere Weise versorgt die Streitkräftebasis aber auch von Schicksalsschlägen betroffene Bundeswehrangehörige. Zum Beispiel mit dem Lehrgang Sporttherapie für Einsatzgeschädigte und der Ausbildung von Inklusionsbeauftragten für die gesamte Bundeswehr. In der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit liefern Soldaten und Soldatinnen der Streitkräftebasis die zivilen Ansprechstellen mit Informationen rund um mögliche Unterstützungsleistungen der Bundeswehr.

Mehr Sicherheit geht nicht: Mit den Personenschützern der Feldjäger schützt die Streitkräftebasis Führungspersonal der Bundeswehr unter Einsatz von Leib und Leben. Doch auch das Schießsicherheitspersonal auf Übungsplätzen der Bundeswehr oder die Experten für Munitionslagerung oder ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Schutz tragen zur Sicherheit der Soldaten und Soldatinnen aller Bereiche der Bundeswehr bei. In größerem Rahmen trägt die Streitkräftebasis darüber hinaus mit Rüstungskontrolle und der potenziellen Übernahme hoheitlicher Aufgaben zur Unterstützung der Polizei in Großschadenslagen auch zur Sicherheitslage in Deutschland bei.

Die Streitkräftebasis bildet in sehr vielen Bereichen für die gesamte Bundeswehr aus. Von den Fahrschulen über die Bedienung des Personalmanagementsystems bis hin zum Umgang mit der Presse – hier kann man viel lernen. Die Streitkräftebasis konzipiert außerdem grundlegende Ausbildungsinhalte, die für alle Soldaten und Soldatinnen gelten: von der Grundausbildung über die Ausbildung zur Vorbereitung auf den Einsatz bis hin zu neuen Schießausbildungskonzepten oder der Nutzung von gemeinsamen Online-Ausbildungsportalen. Auch die Jugendoffizierinnen und Jugendoffiziere, die mit ihrer Arbeit in Schulen zur Bildung auf dem Gebiet der deutschen Sicherheitspolitik beitragen, sind Teil der Streitkräftebasis.

Die Streitkräftebasis findet vielfach in der Öffentlichkeit statt. So repräsentieren die Musiker und Musikerinnen der deutschlandweit ansässigen Musikkorps die Bundeswehr in der Öffentlichkeit ebenso wie die rund 800 Spitzensportlerinnen und -sportler bei nationalen und internationalen Sportwettkämpfen. Auch das Wachbataillon, das viele Antrittsbesuche anderer Staatschefs begleitet, ist Visitenkarte der Bundeswehr in der Öffentlichkeit. Deutlich weniger öffentlich vertreten die vielen Militärattachéstäbe und Bundeswehrangehörige in internationalen NATONorth Atlantic Treaty Organization-Dienststellen Deutschland und deutsche Interessen gegenüber den internationalen Partnern.

Die Streitkräftebasis in Zahlen

  • ca. 31.100 Menschen

  • ca. 11.900 Fahrzeuge

  • 238 Standorte

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