Nationaler Veteranentag 2026
Zentralveranstaltung in Berlin
- Reichstag Berlin
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Mit Leib und Seele stehen oder standen Soldatinnen und Soldaten im Dienst unserer Gesellschaft. Veteraninnen und Veteranen verdienen dank ihrer besonderen Leistungen unsere Wertschätzung und Anerkennung. Die Bundeswehr unterstützt die Entwicklung einer Veteranenkultur in Deutschland, in den Streitkräften und in unserer Gesellschaft.
Der Dienst in Uniform müsse mit allen seinen Facetten in die Mitte der Gesellschaft gestellt und eine lebendige Veteranenkultur in Deutschland gestaltet werden, so die Forderung aus dem Verteidigungsministerium in Sachen Veteranenangelegenheiten. Um diese Kultur zu fördern, unternehmen die Streitkräfte einiges:
Aktiven und ehemaligen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr werden Veteranenabzeichen verliehen, die sie als sichtbares Zeichen ihrer Leistungen tragen können. Seit 2025 wird zudem am 15. Juni der Nationale Veteranentag begangen – mit Zehntausenden Besucherinnen und Besuchern bundesweit. Und mit dem Veteranenbüro der Bundeswehr in Berlin steht Veteraninnen und Veteranen eine zentrale Anlaufstelle für ihre Anliegen zur Verfügung.
In Deutschland ist der Begriff Veteran oder Veteranin noch nicht so geläufig wie in anderen Ländern. Das hat historische, durchaus berechtigte Gründe. Losgelöst davon hat die Bundeswehr ihre eigene Tradition. In der jüngeren Vergangenheit hat sich daraus ein eigener, neuer Veteranenbegriff entwickelt.
Veteranin oder Veteran der Bundeswehr ist, wer als Soldatin oder Soldat im aktiven Dienst steht oder aus diesem Dienst ehrenhaft ausgeschieden ist, also den Dienstgrad nicht verloren hat. Den Veteranenbegriff hat 2018 die damalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in einem Tagesbefehl definiert.
Was ein Veteran war – zum Teil verbunden mit einem Anspruch auf besondere Leistungen – war in der Geschichte lange Zeit klar und eindeutig: Bis heute definieren Wörterbücher den „Veteran“ und die „Veteranin“ als eine Person, die altgedient ist und sich in langer Dienstzeit bewährt hat.
Wer ehrenhaft mit Dienstgrad aus der Bundeswehr ausgeschieden ist, ist nach seiner Zeit als Wehrdienstleistender Veteranin beziehungsweise Veteran. Der Veteranenbegriff aus dem Tagesbefehl der damaligen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen aus dem Jahr 2018 geht von einem umfassenden Verständnis des Begriffs „Veteran“ aus.
Hier gilt ebenfalls der Tagesbefehl der damaligen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen: Entscheidend sind zum einen der aktive oder ehemalige Dienst in der Bundeswehr und, zum anderen, das ehrenhafte Ausscheiden aus dem Dienst. Angehörige der Nationalen Volksarmee (NVANationale Volksarmee) der DDR, die anschließend nicht von der Bundeswehr übernommen wurden, gelten in diesem Sinn nicht als Veteranen der Bundeswehr.
Das Veteranenbüro der Bundeswehr ist die zentrale Ansprechstelle für alle Veteraninnen und Veteranen der deutschen Streitkräfte. Es wurde im Januar 2024 eingeweiht. Das Veteranenbüro liegt in Berlin-Mitte, nur einen kurzen Spaziergang vom Hauptbahnhof entfernt.
„Wir wollen den Anliegen der Veteranen künftig mehr Aufmerksamkeit geben. Wir wollen gleichzeitig den Respekt der Gesellschaft für den Dienst in den Streitkräften zum Ausdruck bringen.”
Das Veteranenbüro bietet ganzheitliche Unterstützung und Information für sämtliche Anliegen der Veteraninnen und Veteranen der Bundeswehr. Der Schwerpunkt liegt auf den Aspekten Betreuung und Fürsorge. Das Veteranenbüro ist zudem zentrale Ansprechstelle für alle Verbände und Organisationen, die sich in der Veteranenarbeit der Bundeswehr engagieren oder engagieren wollen.
Das Veteranenbüro pflegt ein Netzwerk von militärischen und zivilen Stellen, die in der Veteranenarbeit tätig sind. Ziel ist es, jeder Veteranin und jedem Veteran Ansprechpersonen zu vermitteln, die für das jeweilige Anliegen geeignet sind. Dabei wird auf das bereits vorhandene Unterstützungsangebot innerhalb wie außerhalb der Streitkräfte zurückgegriffen und dieses stets erweitert.
| Montag bis Donnerstag | 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr |
|---|---|
| Freitag | 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr |
Darüber hinaus können Termine nach vorheriger Terminabsprache auch außerhalb dieser vorläufigen Öffnungszeiten im Bedarfsfall vereinbart werden.
Die persönliche Kontaktaufnahme kann zu den unten aufgeführten Bürozeiten, postalisch, per E-Mail oder Telefon erfolgen. Bevor Sie telefonischen Kontakt mit uns aufnehmen, füllen Sie bitte das bereitgestellte Kontaktformular aus.
Veteranenbüro der Bundeswehr
Jean-Monnet-Straße 4
10557 Berlin
| Hotline | 49 160 90 363 527 E-Mail schreiben |
|---|---|
| Büroorganisation | 49 30 2403524 204 oder 49 30 2403524 207 E-Mail schreiben |
| Ansprechstelle für Medienvertreterinnen und Medienvertreter Presse- und Informationszentrum Unterstützung | 49 228 5504 1112 E-Mail schreiben |
Der Nationale Veteranentag wird seit 2025 jährlich am 15. Juni begangen. Der Bundestag hatte diesen Gedenktag 2024 beschlossen – um aktiven und ehemaligen Soldatinnen und Soldaten öffentlich Anerkennung, Respekt und Wertschätzung entgegenzubringen und das Band zwischen Bundeswehr und Gesellschaft zu stärken.
Zum ersten Veteranentag am 15. Juni 2025 kamen rund 10.000 Besucherinnen und Besucher zur zentralen Festveranstaltung am Berliner Reichstag; bundesweit fanden mehr als 100 Veranstaltungen statt. Veteranen kamen mit der Bevölkerung ins Gespräch, es gab Musik und besondere Darbietungen – ein Fest für die ganze Familie. Damit folgt Deutschland dem Vorbild vieler Partnerländer wie Großbritannien oder Frankreich, die ihre Veteraninnen und Veteranen ebenfalls mit einem solchen Gedenktag ehren.
Fällt der 15. Juni auf einen Werktag, finden die Feierlichkeiten am darauffolgenden Wochenende statt – damit so viele Menschen wie möglich mitfeiern können.
Zentralveranstaltung in Berlin
Veteraninnen und Veteranen können stolz sein auf ihren Dienst für die Bundesrepublik Deutschland. Das Veteranenabzeichen am Revers ist sichtbarer Ausdruck der Verbundenheit mit der Bundeswehr – auch über die Dienstzeit hinaus. Das Veteranenabzeichen wurde 2019 eingeführt und seither über 130.000-mal ausgehändigt.
Das Veteranenabzeichen können alle Veteraninnen und Veteranen der Bundeswehr beantragen. Dazu zählen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, die im aktiven Dienst stehen oder ehrenhaft aus dem Dienst ausgeschieden sind, also ihren Dienstgrad nicht verloren haben.
Das offizielle Abzeichen vom Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr ist für Veteraninnen und Veteranen kostenfrei.
Das offizielle Abzeichen in der aktuellen Version misst 1,6 mal 1,6 Zentimeter. Ältere Versionen waren etwas größer.
Das Veteranenabzeichen muss beim Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr beantragt werden. Dafür gibt es Formulare für aktive und für ehemalige Bundeswehrangehörige. Aktive Soldatinnen und Soldaten können den Antrag über ihren Truppenteil auf den Weg bringen. Ehemalige Soldatinnen und Soldaten können ihren Antrag per E-Mail einreichen. Aufgrund der Vielzahl von Antragstellenden dauert die Bearbeitung zur Zeit mindestens sechs Wochen. Nach der Bewilligung wird das Veteranenabzeichen entweder per Post an die Heimatadresse zugestellt oder auf Wunsch, jedoch ohne Übernahme von Reise- oder Übernachtungskosten, im Veteranenbüro der Bundeswehr in Berlin persönlich übergeben.
Veteranenabzeichen für aktive Soldatinnen und Soldaten (PDF, 722,7 KB)
Veteranenabzeichen für ehemalige Soldatinnen und Soldaten (PDF, 338,9 KB)
Veteraninnen und Veteranen sind Soldatinnen und Soldaten, die Militärdienst in Uniform leisten oder geleistet haben – ob in kriegerischen Auseinandersetzungen, im Auslandseinsatz oder in der Heimat. Die dabei gemachten Erfahrungen verbinden über die Zeit des Militärdienstes hinweg. In einem Gastbeitrag zeichnet ein Militärhistoriker der Bundeswehr die historische Entwicklung der Veteranenkultur in Deutschland nach – und erklärt, warum das Thema heute wieder aktuell ist.
Wer sie sind, was sie wollen und was für sie getan wird