Streitkräftebasis
Ein Bagger fährt im Einsatz an einer Straße entlang. Ein Soldat steht davor.
Bundeswehr / Björn Kapfer

Im Einsatz

Sie sind meist die Ersten vor Ort und gehören auch zu den Letzten, die das Einsatzland verlassen. Ob Feldlagerbau, Militärpolizei, Sprengstoffspürhunde, ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehr oder Feldpost – in den Einsätzen steckt oft mehr Streitkräftebasis als vermutet. Auch stellt die Streitkräftebasis die Hauptquartiere für verschiedene NATONorth Atlantic Treaty Organization oder EUEuropäische Union Ebenen bereit.

Wir im Einsatz

Eine Karte zeigt die Einsätze der Bundeswehr weltweit
Eine Karte zeigt die Einsätze der Bundeswehr weltweit

Was macht die Streitkräftebasis im Einsatz?

Die Streitkräftebasis ist für die Einsätze der Bundeswehr von zentraler Bedeutung und stellt mehr als 20 Prozent des Personals im Einsatz. So sind beispielsweise Feldjäger und Feldjägerinnen Bestandteil fast jeden Einsatzes – in den Einsatzgebieten auch auf See. Wird ein neuer Einsatz beschlossen, sind es oft die Spezialpioniere der Streitkräftebasis, die vor Ort die ersten Erkundungen machen und den Weg für den Aufbau eines Feldlagers vor Ort ebnen und ermöglichen. Während der Einsätze wird durch sie das gesamte Feldlager betrieben und am Ende des Einsatzes auch zurückgebaut. Doch auch andere Bereiche der Logistik wie die Instandsetzung, der Nachschub, Marketender (eine Art Mini-Supermarkt im Einsatz) oder die Feldpost werden vor Ort in den Einsätzen dringend gebraucht. Für bestimmte Einsätze stellt die Streitkräftebasis außerdem die ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehr und die CIMICCivil Military Co-Operation-Kräfte bereit. 

Führungsfähigkeiten für den Einsatz

Weltweites Krisenmanagement für die Vereinten Nationen, die NATONorth Atlantic Treaty Organization oder die EUEuropäische Union fordert die Übernahme von Verantwortung. In der Bundeswehr kann die Planung und Führung dieser Einsätze durch die Streitkräftebasis, genauer durch das Multinationale Kommando Operative Führung in Ulm, übernommen werden. Und das auch äußerst kurzfristig. Für logistische Operationen kann die Streitkräftebasis der NATONorth Atlantic Treaty Organization ein verlegefähiges, multinationales Hauptquartier zur Verfügung stellen– das sogenannte „Joint Logistics Support Group Headquarter“ (JLSG HQHeadquarter). Dieses kann strukturell auf die jeweiligen Bedürfnisse im Einsatz angepasst werden.

Die Einsätze

Nutzen Sie bitte nachfolgend die Pfeiltasten (links/rechts) um zum vorherigen/nächsten Slide zu springen. Nutzen Sie die Tabtaste um innerhalb des aktiven Slides Elemente (wie Links) anzuspringen.

Sie verlassen jetzt das Slide Modul. Drücken Sie die Tabtaste zum Fortfahren oder navigieren Sie andernfalls einfach weiter mit den Pfeiltasten.

Was bedeutet Einsatz im Inneren?

Am sichtbarsten und nächsten an der Deutschen Bevölkerung ist die Bundeswehr immer dann, wenn sie zu Unterstützung ziviler Organisationen bei Naturkatastrophen und schweren Unglücken innerhalb Deutschlands im Einsatz ist. Sandsäcke an Deichen aufzutürmen, Schneisen bei Waldbränden zu schlagen oder Dächer von Schneelasten zu befreien fällt rein rechtlich unter den Begriff Amtshilfe. Das Grundgesetz regelt die verschiedenen Stufen äußerer Umstände, die dazu führen können, das Soldaten in Deutschland eingesetzt werden.

Dieser Artikel im Grundgesetz regelt die Pflicht von Behörden des Bundes und der Länder sich gegenseitig auf Antrag Amtshilfe bei der Erfüllung ihrer öffentlich rechtlichen Aufgaben (Amtshandlungen) zu leisten. Dies gilt auch für die Bundeswehr. Zusätzliche hoheitliche Eingriffsbefugnisse ergeben sich dabei für die Bundeswehr nicht. Es handelt sich nur um sogenannte „technische“ Unterstützung. Solche Hilfeleistung betrifft nicht nur die oben genannten Beispiele für die Unterstützung bei Hochwasser, Schneekatastrophen oder Waldbränden, sondern auch die Leistungen der Bundeswehr in der Flüchtlingshilfe, bei Suchaktionen für vermisste Menschen und weiteren Hilfeersuchen.

Zur Hilfe bei einer Naturkatastrophe oder bei einem besonders schweren Unglücksfall“ (sogenannte Katastrophenhilfe) kann ein Land Polizeikräfte anderer Länder, Kräfte und Einrichtungen anderer Verwaltungen sowie der Bundespolizei und der Streitkräfte anfordern. Naturkatastrophen sind unmittelbar drohende Gefahrenzustände oder Schädigungen von erheblichen Ausmaß, die durch Naturereignisse ausgelöst werden. Besonders schwere Unglücksfälle sind Schadensereignisse von katastrophischem Ausmaß, wenn der Unglücksverlauf bereits begonnen hat. Sie können von beispielsweise einem großen Chemieunfall bis hin zu einem großen terroristischen Anschlag reichen. Und hierbei kann es dazu kommen, dass der Einsatz von Soldaten und Soldatinnen im Inland nicht auf technische Hilfeleistung (Amtshilfe nach Art. 35 Absatz 1 GG) begrenzt bleibt., sondern auch die Unterstützung hoheitlicher Aufgabenerfüllung der Polizei einschließlich der Inanspruchnahme hoheitlicher Zwangs- und Eingriffsbefugnisse nach Art, 35 Absatz 2 Satz 2 GG auf Anforderung des betroffenen Landes erfolgt. Dies geschieht allerdings immer unter der Führung und Verantwortung der zuständigen Polizeibehörde und nach dem geltenden Landespolizeirecht.

Der Artikel regelt den Einsatz, wenn mehr als das Gebiet eines Landes gefährdet ist, die Bundesregierung gegenüber den Ländern hinsichtlich des unterstützenden Kräfteeinsatzes weisungsbefugt wird und den Einsatz der Streitkräfte zur Unterstützung der Polizeikräfte beschließt.

Der Einsatz im Inneren bei einem sogenannten Inneren Notstand ist im Artikel 87 a Absatz 4 des Grundgesetzes geregelt. Dieser Artikel ermöglicht den Einsatz von Streitkräften durch die Bundesregierung zur Unterstützung der Polizei und der Bundespolizei zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand oder die freiheitliche demokratische Grundordnung des Bundes oder eines Landes, wenn das Land, in dem die Gefahr droht, nicht selbst zur Bekämpfung der Gefahr bereit oder in der Lage ist und die Kapazitäten der Polizeien der Länder und der Bundespolizei nicht ausreichen. Die Streitkräfte können in diesem Fall zur Unterstützung beim Schutz von zivilen Objekten und bei der Bekämpfung organisierter und militärisch bewaffneter Aufständischer eingesetzt werden.

Weitere Themen