Heer
Mehr Soldaten für eFPenhanced Forward Presence

Verstärkung für Litauen erreicht Jägerbrück

Verstärkung für Litauen erreicht Jägerbrück

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Datum:
Ort:
Jägerbrück
Lesedauer:
2 MIN

In den Abendstunden des 14. Februars erreichen die ersten Soldatinnen und Soldaten, die zusätzlich in Litauen eingesetzt werden sollen, Jägerbrück. Der Truppenübungsplatz dort dient den Verstärkungskräften für die von Deutschland geführte enhanced Forward Presence (eFPenhanced Forward Presence) Battlegroup der NATO als Sammelraum neben weiteren Sammelräumen.

Ein Militärfahrzeug mit NATO-Symbol in der Seitenscheibe, ein zweites Fahrzeug unscharf im Hintergrund

Der Sammelraum bei Jägerbrück ist einer von mehreren kurz vor der polnischen Grenze. Am Abend des 14. Februars treffen hier die ersten Fahrzeuge der Verstärkungskräfte für die anerkannte Mission enhanced Forward Presence ein.

Bundeswehr/Mario Bähr

Gegen 18.30 Uhr rollen erste größere Marschkolonnen in die Greifen-Kaserne am Truppenübungsplatz Jägerbrück. Im Gebiet um die Gemeinden Torgelow, Eggesin und Viereck liegt dieser Sammelraum bereits kurz vor der polnischen Grenze. Die Soldatinnen und Soldaten des Artillerielehrbataillons 325 aus Munster und des Aufklärungslehrbataillons 3 aus Lüneburg bilden hier den Kern der Verstärkungskräfte. Nach dem Verlassen der Bataillone ist Jägerbrück für die Soldaten die erste Station auf dem Weg ins Baltikum.

Ein Lkw rollt durch ein Kasernentor.

Die Soldatinnen und Soldaten des Artillerielehrbataillons 325 aus dem niedersächsischen Munster gehören zu den ersten, die in Jägerbrück ankommen

Bundeswehr/Mario Bähr

„Mehr als zehn Stunden haben wir jetzt hinter uns“, so ein Soldat einer Fahrzeugbesatzung aus dem niedersächsischen Munster nach der Ankunft. Auf die Kameraden wartet ein kreislaufähnlicher Parcours. „Im Schwerpunkt geht es darum, die Marschfähigkeit oder auch Durchhaltefähigkeit der Soldaten und ihrer Technik zu erhalten“, beschreibt ein Verantwortlicher der Organisation im Sammelraum. Es sei jetzt wichtig, die Fahrzeuge mit Kraftstoff sowie die Truppe mit Nahrung zu versorgen und ausreichend zu schlafen, bevor die lange Weiterfahrt nach Litauen beginne. Auch würden aus den kleinen Marschgruppen größere Fahrzeugkolonnen zusammengestellt. Geplant ist, aus diesen Sammelräumen per Straßenmarsch über mehrere Zwischenstationen durch Polen weiter nach Litauen zu verlegen.

Im Dunkeln werden zwei Gefechtsfahrzeuge an einer militärischen Tankstelle betankt.

Die Fahrzeuge werden im Sammelraum vor Beginn ihrer 1.600 Kilometer langen Fahrt nochmal betankt. Und es wird nicht das einzige Mal bleiben.

Bundeswehr/Mario Bähr

„Es ist gut, die erste Etappe geschafft zu haben, obwohl natürlich der weitaus größere Teil der Verlegung noch vor uns liegt“, erklärt Oberstabsgefreiter Nikolas Neumann*. Der Auftrag, jetzt so schnell wie möglich nach Litauen zu verlegen, sei schon eine große persönliche Herausforderung, so der junge Kraftfahrer. Doch sei die Kameradschaft der Soldaten untereinander groß und sie hätten Vertrauen in die Technik, in die Fahrzeuge und Waffensysteme. Für Neumann geht es gegen 22 Uhr zur Betankung. Und noch immer ist für ihn und seine Kameraden die Nacht nicht vorbei. Bis tief in die Nacht hinein rollen immer mehr Fahrzeuge nach Jägerbrück, um die 70 Fahrzeuge werden es sein.

Ein Soldat in Schutzkleidung besprüht mit einer großen Sprühlanze ein Gefechtsfahrzeug mit Desinfektionslösung.

Gefechtsfahrzeuge werden vor ihrer Weiterfahrt desinfiziert, so ist gewährleistet, dass entlang der Marschstraßen keine tierischen Krankheitserreger verteilt werden

Bundeswehr/Mario Bähr

Alle Fahrzeuge, die nach Litauen verlegen, durchlaufen im Sammelraum die Tierseuchenprophylaxe. Oberfeldwebel Markus Schmidt* aus dem ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehrbataillon 7 aus Höxter schleust alle Fahrzeuge durch seine Station. „Vor der Weiterfahrt nach Polen geben wir Krankheitserregern keine Chance“, beschreibt Schmidt. Die ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Soldaten reinigen gründlich alle Fahrzeuge und belegen sie hinterher mit Desinfektionsflüssigkeit. „Die umgangssprachlich auch Ameisensäure genannte Flüssigkeit verhindert, dass durch die Räder und Radläufe oder auch Fahrzeugketten Krankheitserreger über die Marschstrecken verteilt werden“, so der Oberfeldwebel.

Mit dem Abschluss dieser letzten Maßnahme geht es für die Verstärkungskräfte zunächst in eine Ruhephase.

*Namen redaktionell geändert

von René Hinz

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