Landes- und Bündnisverteidigung: Kernauftrag der Bundeswehr

Die Verteidigung Deutschlands und seiner NATO-Partner ist Kernaufgabe der Bundeswehr. Mit Ende des Kalten Krieges lag ihr Schwerpunkt zunächst auf dem internationalen Konflikt- und Krisenmanagement. Doch die Krimkrise 2014 rückte den Kernauftrag der Bundeswehr wieder stärker in den Fokus – wenn auch unter anderen Vorzeichen als früher.

Ein Kampfpanzer Leopard fährt durch das Gelände und wirbelt Staub auf
Bundeswehr/Mario Bähr

Wieder Schwerpunkt: Die Landes- und Bündnisverteidigung

Das Ende des Ost-West-Konflikts bedeutete tiefgreifende Veränderungen – auch für die Bundeswehr. Sie wandelte sich von der Verteidigungs- und Abschreckungsarmee zur Einsatzarmee. Internationale Friedenssicherung, Konfliktbewältigung und Krisenvorsorge wurden zu ihren wichtigsten Aufträgen. Zugleich schrumpfte die Bundeswehr massiv. Personal wurde abgebaut, große Mengen an Material ausgemustert. Doch in den letzten Jahren hat sich die Bedrohungslage geändert, auch in Europa. Das Ergebnis: Die Landes- und Bündnisverteidigung bekommt ihren ursprünglichen Stellenwert zurück. Sie wird von der Nebenaufgabe wieder zu einem Kernauftrag. Hierfür stellt sich die Bundeswehr neu auf: in Deutschland und in Kooperation mit den Bündnispartnern.

Eine Soldatin markiert mit einem Stift etwas auf einer Lagekarte

Alter Auftrag, neue Vorzeichen

Der Schutz der Partner sichert Deutschland selbst.

Aktuelles zum Thema

Die Rückbesinnung auf die Landes- und Bündnisverteidigung prägt den Dienstalltag der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Ob im europäischen Ausland als Teilnehmende an anerkannten Missionen der NATO oder auf dem heimischen Truppenübungsplatz, ob auf dem Fahrersitz eines Panzers oder am Schreibtisch, ob als Gebirgsjägerin, Logistiker oder Sanitäter: Sie geben ihr Bestes, um ihren persönlichen Teil zum Schutz Deutschlands und seiner Bündnispartner beizutragen. Sie bereiten sich auf den Ernstfall vor – und sind entschlossen, Deutschland und das Bündnis zu verteidigen.

Aktuelle Berichte und Meldungen aus den hierzu eingesetzten Truppenkontingenten, von nationalen und multinationalen Übungen sowie Einblicke in den facettenreichen Alltag der Soldatinnen und Soldaten finden Sie hier.

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Verteidigung: Verantwortung der Bundeswehr im In- und Ausland

Die Landes- und Bündnisverteidigung ist wieder Kernauftrag der Bundeswehr. Dabei greifen die Fähigkeiten aller Teilstreitkräfte ineinander. Denn wirksame Abschreckung gelingt nur gemeinsam. Egal ob Heer, Luftwaffe, Marine oder andere Bereiche der Bundeswehr: Sie gewährleisten mit ihrem Beitrag die Sicherheit und die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und seiner Bündnispartner. Dabei ist die Bundeswehr im Dauereinsatz – im In- und Ausland, rein national oder eingebunden in Truppenkontingente der NATO und Europäischen Union. Hinzu kommt: Auch die Landes- und Bündnisverteidigung muss fortwährend geübt werden – in der Bundeswehr, aber auch gemeinsam mit den NATO-Partnern.

Fundament für die Aufgabe: Ausrüstung, Infrastruktur, Personal

Eine für die Bündnis- und Landesverteidigung gewappnete Bundeswehr unterscheidet sich maßgeblich von einer Armee, die im Schwerpunkt im internationalen Krisenmanagement eingesetzt ist. So ist der Mehrbedarf an Personal und Material im Vergleich zur Einsatzarmee erheblich. Doch eine einfache Aufstockung der Streitkräfte würde zu kurz greifen. Denn in der Landes- und Bündnisverteidigung werden andere militärische Fähigkeiten benötigt als im Auslandseinsatz: in der Organisationsstruktur, in der Infrastruktur, in Ausbildung und Ausrüstung. Daher stellt sich die Bundeswehr neu auf: mit personellem Aufwuchs und mit Investitionen in eine leistungsfähige, bedarfsangepasste Ausrüstung und eine moderne Infrastruktur.

  • Zwei Soldaten stehen nebeneinander und schauen auf ein Tablet, hinter ihnen mehrere Computer und ein großes Wanddisplay
    • Landes- und Bündnisverteidigung

    Ausrüstung und Infrastruktur

    Moderne Ausrüstung verhindert die technologische Unterlegenheit der Bundeswehr. Eine solide Infrastruktur sichert ihre Operationsfähigkeit.

    • Berlin
  • Soldatinnen und Soldaten verschiedener Teilstreitkräfte antreten
    • Landes- und Bündnisverteidigung

    Personal und Reserve

    Rund 25 Jahre schrumpfte die Bundeswehr kontinuierlich. Seit 2016 wächst sie wieder langsam, aber stetig. Der Trend soll fortgesetzt werden.

    • Berlin

Rückblick: Die Bundeswehr im Ost-West-Konflikt

Heute kaum vorstellbar, noch vor rund 30 Jahren eine reale Bedrohung: ein Krieg in Deutschland. Doch die Bundesrepublik stand unter dem Schutz der NATO. Hätte der Warschauer Pakt – wie vom Westen befürchtet – wirklich angegriffen, hätten die NATO-Partner Deutschland zur Seite gestanden und das Bündnisgebiet gemeinsam verteidigt: der Kern der Beistandsklausel im NATO-Vertrag. Die Bundeswehr war damals etwa zweieinhalbmal so groß wie heute: Zum Höhepunkt des Kalten Krieges umfasste sie rund 500.000 Soldaten, über 7.000 Panzer und 1.000 Kampfflugzeuge. Zusätzlich waren über 410.000 Soldaten anderer NATO-Staaten in Westdeutschland stationiert.

Schwarz-Weiß-Aufnahme: Mehrere Panzer stehen nebeneinander im Gelände

Verteidigung Westdeutschlands

Die NATO sichert den Schutz der Bundesrepublik seit 1955.

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