Säulen der Verteidigung: Ausrüstung und Infrastruktur

Leistungsfähige Ausrüstung und moderne Infrastruktur ermöglichen, komplexe Aufgaben mit weniger Personal und Material zu bewältigen, die Durchhaltefähigkeit der Truppe zu erhöhen und die Zusammenarbeit im Bündnis zu gewährleisten. Der Prozess benötigt Jahre. Ein wieder stetig wachsender Verteidigungshaushalt stellt die Mittel hierfür bereit.

Zwei Soldaten stehen nebeneinander und schauen auf ein Tablet, hinter ihnen mehrere Computer und ein großes Wanddisplay
Bundeswehr/Martina Pump

Ausrüstung und Infrastruktur: Aufgaben für Spezialisten

Vom Kampfstiefel bis zum Sturmgewehr, vom U-Boot bis zur Drohne: Der Organisationsbereich Ausrüstung, Information und Nutzung (AINAusrüstung, Informationstechnik und Nutzung) stattet die Bundeswehr mit moderner, bedarfsgerechter Ausrüstung und leistungsfähiger Technik aus. Er betreibt Grundlagenforschung, entwickelt und testet Wehrmaterial, sorgt für Wartung und Instandhaltung – kurz, für eine einsatzbereite Bundeswehr.

Der Organisationsbereich Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen (IUDInfrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen) übernimmt vielfältige Aufgaben: Er optimiert die Bausubstanz der Bundeswehrliegenschaften, hält sie instand und modernisiert sie. Auch für befreundete Streitkräfte stellt er Infrastruktur bereit. Gleichzeitig sorgt er in Deutschland und im Einsatz dafür, dass Umweltschutzstandards eingehalten und Mensch und Natur möglichst gering belastet werden.


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Lotsen eines Airbus A-400M auf Hangar

Der Organisationsbereich AINAusrüstung, Informationstechnik und Nutzung

Ausrüster der Bundeswehr auf Höhe der Zeit.

Eine Frau und ein Mann in Uniform schauen gemeinsam auf eine große Karte, im Hintergrund eine Baustelle.

Der Organisationsbereich IUDInfrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen

Unterstützungsdienstleister im In- und Ausland.

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Haushalt: Aufgabenzuwachs erfordert größere Finanzmittel

Über Jahrzehnte wurde in den europäischen Streitkräften Personal abgebaut und Material ausgemustert, auch in der Bundeswehr. Mit sinkenden Verteidigungshaushalten floss auch immer weniger Geld in die Ausrüstung, Instandhaltung und Modernisierung der Truppe. Das Ergebnis: Ausrüstung und Infrastruktur der Bundeswehr sind teilweise nicht mehr zeitgemäß. Dieser Modernisierungsstau soll schrittweise abgebaut werden. Denn die Streitkräfte benötigen eine moderne und bedarfsgerechte Ausrüstung, um ihren Verteidigungsauftrag zu erfüllen. Seit 2015 steigt der Verteidigungshaushalt kontinuierlich an – für eine moderne und leistungsfähige Bundeswehr.

Infrastruktur: Bedarfsdeckung durch Neubauten und Renovierungen

Eine solide Infrastruktur ist die Basis der Einsatzfähigkeit der Bundeswehr. Deshalb wird bestehende Bausubstanz modernisiert und neuen Standards angepasst. Neubauten schließen Bedarfslücken – für die Bundeswehr, aber auch für NATO-Dienststellen in Deutschland. Und Infrastruktur umfasst weit mehr als nur Dienst- und Unterkunftsgebäude: Straßen, Häfen und Flugplätze, Radarstationen und Bunker. Aber auch die Versorgung mit Wasser und Strom, ein möglichst energieoptimierter und schadstoffarmer Betrieb sowie fach- und umweltgerechte Entsorgung und Recycling – das alles ist Infrastruktur und muss beständig gewartet oder an neue Anforderungen angepasst werden.

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Digitalisierung: Vorbereitung auf die Konflikte von morgen

Die Digitalisierung betrifft alle Bereiche der Gesellschaft – auch die Streitkräfte. Die digitale Transformation der Bundeswehr ist unabdingbar, um neuen Herausforderungen begegnen. Denn hybride Kriegsführung, gezielte Falschinformationen und Hackerangriffe haben eine veränderte Bedrohungslage geschaffen – und damit mögliche Konflikte, die allein mit konventionellen militärischen Mitteln nicht zu bewältigen sind. Mit der Schaffung des Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum (CIRCyber- und Informationsraum) hat die Bundeswehr die Weichen für die Zukunft gestellt. Und auch in den Teilstreitkräften und in der Bundeswehrverwaltung schreitet die Digitalisierung voran – mit modernster Technik und zukunftsweisenden Systemen.

Persönliche Ausrüstung: Optimiert auf Anforderungen

Studien zu Körpergröße, Körpermaßen und Proportionen zeigen: Die Menschen verändern sich. Und damit auch die Anforderungen an die passgenaue persönliche Ausstattung der Soldatinnen und Soldaten. Zudem zeigen Nutzererfahrungen und Trageversuche im In- und Ausland, dass teilweise eine Anpassung der vorhandenen Ausrüstung notwendig ist. Neu entwickelte Materialien ermöglichen dabei mehr Funktionalität und Komfort. All diese Faktoren fließen in die Entwicklung und Erprobung neuer Ausrüstungsgegenstände für die Truppe ein – für eine hochwertige, bedarfs- und leistungsgerechte Ausstattung aller Soldatinnen und Soldaten.

Feldmützen liegen in einer Reihe in der Bekleidungskammer

Faktencheck persönliche Ausrüstung

Neue Ausrüstung erleichtert die Auftragserfüllung.

Modernes Material: Leistungssteigerung der Truppe

Durch neues Material und die Kampfwertsteigerung bestehender Systeme soll die materielle Einsatzbereitschaft der Bundeswehr verbessert werden. Ziel der Rüstungsplanungen ist es, die technologische Überlegenheit, oder zumindest dasselbe Level, in allen Dimensionen der Kriegsführung im direkten Vergleich mit hochgerüsteten Gegnern zu erreichen. Ausrüstung und Material müssen hierfür hochmodern, gleichzeitig aber auch robust, durchhaltefähig und im Verbund mit den Partnerstreitkräften einsetzbar sein. Wegen der demografischen Entwicklung sind technische Innovationen auch so zu nutzen, dass durch sie Personal eingespart werden kann.

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