Die Bundeswehr in Marokko – MINURSO

Die Mission der United Nations (UNUnited Nations) zur Vorbereitung eines Referendums über den Status der Westsahara (MINURSOThe United Nations Mission for the Referendum in Western Sahara) überwacht den Waffenstillstand zwischen Marokko und der Frente Polisario – einer militärischen und politischen Organisation in der Westsahara. Die Bundeswehr beteiligt sich an der Mission seit 2013 mit bis zu vier Militärbeobachterinnen und Militärbeobachtern.

Zwei UN-Beobachter sprechen mit einem Einheimischen an einem kleinen Steinunterstand mitten in der Wüstenlandschaft
Bundeswehr/Thomas Beyer

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Der Einsatz in der Westsahara

Die Befreiungsbewegung Frente Polisario hat 1976 nach dem Rückzug der ehemaligen Kolonialmacht Spanien die Demokratische Arabische Republik Sahara ausgerufen. Nach Jahrzehnten militärischer Konfrontation zwischen Marokko und der Polisario wurde 1991 ein Waffenstillstand zwischen den Parteien vereinbart und zu seiner Überwachung die Mission des Nations Unies pour l’organisation d’un referendum au sahara occidental (MINURSOThe United Nations Mission for the Referendum in Western Sahara) ins Leben gerufen. Heute kontrolliert Marokko zu einem großen Teil die Westsahara. Der völkerrechtliche Status der Westsahara ist nach wie vor ungeklärt.

Eine Karte der Westsahara, die das Einsatzgebiet von MINURSO zeigt

Das Einsatzgebiet der Bundeswehr in der Westsahara

Bundeswehr

Was sind die Aufgaben der UNUnited Nations-Mission?

Den Waffenstillstand überwachen, vertrauensbildende Maßnahmen unterstützen und die Minen- und Munitionsräumung kontrollieren – das sind die Hauptaufgaben der UNUnited Nations-Mission in der Westsahara. Maximal können 245 Personen in der Mission eingesetzt werden. Zurzeit sind 240 UNUnited Nations-Soldatinnen und Soldaten für MINURSOThe United Nations Mission for the Referendum in Western Sahara im Einsatz, darunter 214 als Militärbeobachterinnen und Militärbeobachter. Insgesamt nehmen gegenwärtig 38 Nationen an diesem Einsatz teil.

Ein UN-Bobachter im Gespräch mit der Bevölkerung in der Westsahara

Ziel des Einsatzes ist eine friedliche, tragfähige und einvernehmlich vereinbarte politische Lösung des Westsahara-Konflikts

UN Photo/Martine Perret

Wie ist der Einsatz in der Westsahara mandatiert?

Anfang September 2013 bat das Sekretariat der Vereinten Nationen Deutschland durch entsenden von Militärbeobachterinnen und Militärbeobachtern zu unterstützen. Das Bundeskabinett beschloss daraufhin am 16. Oktober 2013 den Einsatz der Bundeswehr in der Westsahara. Der Beschluss sieht die Entsendung von bis zu vier Soldaten in das Einsatzgebiet vor. Während der Wechselphase kann die Personalobergrenze temporär sechs betragen. Das Abkommen gilt als unbefristet unter der Voraussetzung, dass das UNUnited Nations-Mandat verlängert wird. Zuletzt wurde das Mandat mit UNUnited Nations-Sicherheitsratsresolution (VNSRRResolution des VN-Sicherheitsrats ) 2494 (2019) bis zum 31.Oktober 2020 verlängert. Der Deutsche Bundestag muss nicht zustimmen, da die Militärbeobachterinnen und Militärbeobachtern unbewaffnet im Einsatz sind.

Rechtsgrundlagen des Bundeswehreinsatzes in der Westsahara (PDF, 219,8 KB)

Informationsbroschüre

zum Einsatz in der Westsahara

Flyer (Stand: 11/2019) : Informationsbroschüre PDF, barrierefrei, 4,2 MB
Broschüre zum Download

Kontakt für die Presse

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