Beitrag zur Verteidigung: Eine Daueraufgabe der Bundeswehr

Am Boden, in der Luft, zur See, im Weltraum und im Cyber- und Informationsraum leistet die Bundeswehr ihren Beitrag zur Sicherung Deutschlands und des NATO-Bündnisses. Sie bekennt sich zu ihrer Verantwortung. Rund um die Uhr, jeden Tag im Jahr, im In- und Ausland. Je nach Auftrag agiert sie eigenständig oder als Teil multinationaler NATO-Verbände.

 Eine Soldatin weist ein Kampfflugzeug vom Typ Eurofighter beim Verlassen des Hangars ein
Bundeswehr/Carl Schulze

Landes- und Bündnisverteidigung: Nur gemeinsam leistbar

Wirksame Landes- und Bündnisverteidigung ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Sie gelingt nur vernetzt und koordiniert. Die Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche der Bundeswehr ergänzen sich dabei gegenseitig. Ihre jeweiligen Fähigkeiten sind wie die Instrumente eines Orchesters. Fehlt ein Instrument oder hapert es im Zusammenspiel, dann wird die Aufführung misslingen. Übertragen auf die Landes- und Bündnisverteidigung heißt das: Alle Kräfte der Bundeswehr müssen gemeinsam und zielorientiert handeln, um Deutschland und seine Bündnispartner wirksam schützen zu können.

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Zwei Soldatinnen hocken mit ihren Waffen in bewaldetem Gelände und beraten sich.

Das Heer

Es verteidigt das NATO-Territorium am Boden.

Zwei Eurofighter in der Luft. Um sie herum leuchten Hitzetäuschkörper, sogenannte Flares, die sie abgeschossen haben.

Die Luftwaffe

Sie überwacht und schützt den Luftraum der NATO.

Marinesoldaten in Matrosenuniform, in Reihe angetreten, heben die Hand, um einen Eid zu schwören.

Die Marine

Sie sichert die Seewege des NATO-Bündnisses.

Eine Sanitäterin und ein Sanitäter versorgen eine Verwundete vor einem im Hintergrund stehenden GTK Boxer.

Der Sanitätsdienst

Er erhält die Gesundheit der Truppe.

Ein Schwerlasttransporter mit einem Fahrzeug auf der Ladefläche während der Fahrt.

Die Streitkräftebasis

Sie ist Dienstleister für die NATO-Partner.

Soldaten schauen gemeinsam auf einen Bildschirm.

Der Organisationsbereich CIRCyber- und Informationsraum

Er kämpft auf dem digitalen Gefechtsfeld.

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Bundeswehr: Unterstützer der NATO-Partner in Deutschland

Seine geografische Lage in der Mitte Europas macht Deutschland zum wichtigen Transitland. Das gilt nicht nur für den internationalen Güterverkehr. Auch Streitkräfte europäischer und internationaler Partner bewegen sich regelmäßig durch die Bundesrepublik: als Teil der NATO-Vornepräsenz in Litauen, auf dem Weg zu Übungen mit europäischen Bündnispartnern, auf dem Transfer in internationale Einsätze zur Konfliktbewältigung und Friedenssicherung. Deutschland ist Dreh- und Angelpunkt. Und Deutschland unterstützt als Gastgebernation befreundete Streitkräfte auf ihrem Weg durch die Bundesrepublik – mit Personal und Infrastruktur, Beratung und Organisation. Diese Aufgabe der Bundeswehr heißt im NATO-Englisch Host Nation Support.

Anerkannte Missionen: Beitrag der Bundeswehr zum Bündnisschutz

Die Bundeswehr beteiligt sich mit Land-, Luft- und Seestreitkräften an mehreren anerkannten Missionen der NATO außerhalb des deutschen Staatsgebiets. Deutschland hat sich gegenüber dem Bündnis zur dauerhaften Teilnahme an ihnen verpflichtet. Betrachtet man die Rahmenbedingungen, ähneln die anerkannten Missionen vielfach den klassischen Auslandseinsätzen. Beispielsweise sind auch sie oft für die Soldatinnen und Soldaten mit einer mehrmonatigen Abwesenheit von zu Hause verbunden. Doch die anerkannten Missionen dienen ausschließlich dem Schutz der NATO-Außengrenzen. Weil Deutschland Mitglied der NATO ist, benötigt die Bundeswehr hierfür kein gesondertes Bundestagsmandat – anders als bei Auslandseinsätzen wie in Mali oder in Afghanistan. Mit dem Beitrag der Bundeswehr zu den anerkannten Missionen unterstreicht Deutschland seine Bereitschaft, die „Vornepräsenz“ der NATO an ihren Grenzen zu stärken.

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Enhanced Forward Presence (EFPEnhanced Forward Presence): Die Ostflanke am Boden stärken

Die Bundeswehr führt in Litauen einen von vier multinationalen Verbänden, die die Landstreitkräfte der NATO-Partner im Baltikum und in Polen unterstützen. Er umfasst etwa 1.000 Frauen und Männer.

Soldatin zeigt einem Soldaten die Richtung.

Verstärkung Air Policing Baltikum (VAPB): Sicherung des Luftraums

Die baltischen Staaten haben kaum Luftstreitkräfte. Daher übernimmt die Luftwaffe, im Wechsel mit anderen NATO-Partnern, für sie die Luftraumsicherung mit Jagdflugzeugen und Überwachungssystemen.

Eurofighter stehen in einer Reihe auf der Air Base.

Kontrolle des Atlantiks: Standing NATO Maritim Group 1 (SNMGStanding NATO Maritime Group 1)

Die Marine unterstellt dem ständig operierenden, multinationalen NATO-Verband mindestens ein Schiff. Er sichert im Verteidigungsfall die überlebenswichtigen Seewege in der Nordsee und im Atlantik.

Zwei Soldaten stehen auf einem Schiff und schauen durch Ferngläser auf das offene Meer.

Minenabwehr: Standing NATO Mine Countermeasures Group 1 (SNMCMGStanding NATO Mine Countermeasures Group 1)

Der Ständige NATO-Marineverband sorgt dafür, dass der Ärmelkanal sowie die Nord- und Ostsee frei von Minen sind. So hält die Marine mit ihren Partnern die Versorgungswege der NATO offen.

Mehrere militärische Boote fahren hintereinander auf See.

Präsenz im Mittelmeer: Standing NATO Maritime Group 2 (SNMGStanding NATO Maritime Group 2)

Die deutsche Marine zeigt mit ihren NATO-Partnern Flagge im Mittelmeer. Im Ernstfall riegelt der Verband strategische Punkte für gegnerische Kräfte ab und verhindert ihr Ausbrechen in den Atlantik.

 Einsatzgruppenversorger Bonn betankt die türkische und die griechische Fregatte.

Minenabwehr im Mittelmeer: Standing NATO Mine Countermeasures Group 2 (SNMCMGStanding NATO Mine Countermeasures Group 2)

Der NATO-Verband ist dafür ausgelegt, Seeminen zu beseitigen. Er kann aber auch andere Aufgaben übernehmen. Die Marine ist an diesem multinationalen Verband im Mittelmeer ständig beteiligt.

Mehrere militärische Boote nebeneinander auf See.

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Deutschland: Zentrale Rolle im NATO-Bündnis

Deutschland ist einer der zentralen Standorte für die europäischen Kommando- und Streitkräftestruktur der NATO. Eine glaubwürdige Abschreckung und eine wirksame Verteidigung erfordern einen starken europäischen Pfeiler der NATO und ein verteidigungsbereites Europa. Im Ernstfall werden nicht nur personalstarke, gut ausgebildete und gut ausgerüstete Streitkräfte benötigt. Sie müssen auch schnell verlegt, kompetent geführt, auf aktuellem Stand informiert und durchhaltefähig versorgt werden können. Viele der Schaltzentralen hierfür sind in Deutschland. Aber auch in den NATO-Strukturen der benachbarten Länder tragen deutsche Soldaten und Soldatinnen große Verantwortung. Gleichzeitig sind in Deutschland mehrere NATO-Kompetenzzentren und die NATO School beheimatet, die verschiedene Fähigkeiten des Bündnisses kontinuierlich weiterentwickeln, für die Zukunft stärken und im Bündnis weitervermitteln.

Eine Karte zeigt Standorte von militärischen Dienststellen in Deutschland, Polen, Frankreich und Niederlande
Eine Karte zeigt Standorte von militärischen Dienststellen in Deutschland, Polen, Frankreich und Niederlande