Streitkräftebasis
Soldaten verschiedener Nationen bauen an einer Pipeline
Bundeswehr / Wilke

Übungen

Die Streitkräftebasis übt fast immer mit Soldaten und Soldatinnen anderer Bereiche der Bundeswehr oder aus anderen Nationen. Denn die Verfahren und Abläufe des Dienstleisters der Bundeswehr sollten unbedingt mit anderen Beteiligte abgestimmt sein - so auch mit THW, Feuerwehr oder Polizei.

Übung für die Streitkräftebasis

Auch die Soldatinnen und Soldaten der Streitkräftebasis müssen das, was sie in den Einsätzen und für die Landes- und Bündnisverteidigung der Bundeswehr leisten, vorher üben. Häufig geschieht dies in regelmäßig wiederkehrenden Übungen, die neben der Einsatzvorbereitung auch andere Ziele haben können, wie das Abstimmen von Verfahren mit verbündeten Streitkräften oder im Inland die Abstimmung beispielsweise mit zivilen Organisationen und Behörden. Übungen der Streitkräftebasis sind insofern häufig bi- oder multinational ausgelegt. Doch nicht nur aktuell erforderliche Fähigkeiten müssen geübt werden – mindestens genauso wichtig ist es auch das zu üben, was morgen gefragt sein könnte. Denn gerade dann, wenn auch andere beteiligt sind – sollte vor dem Ernstfall schon erprobt werden, wie man richtig und gut zusammenarbeitet und wo es zum Beispiel Unterschiede gibt.

Übungsbeteiligungen

Es kommt nicht häufig vor, dass Soldaten und Soldatinnen der Streitkräftebasis alleine üben. Vielmehr sind sie durch ihre Aufgaben als Dienstleister innerhalb der Bundeswehr oft an Übungen anderer Teile der Bundeswehr oder auf NATONorth Atlantic Treaty Organization und EUEuropäische Union Ebene beteiligt. Denn hier kann vieles in einem realistischen Szenario geübt werden, was im Einsatz oder auch innerhalb Deutschlands unter die Aufgaben der Streitkräftebasis fällt. So übt die ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Truppe der Streitkräftebasis gemeinsam mit der Luftwaffe bei der Übung Toxic Trip das Dekontaminieren von Fluggerät und Piloten oder Pilotinnen und gemeinsam mit dem Sanitätsdienst einmal jährlich den Umgang mit echten ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Kampfstoffen bei der Übung Precise Response in Kanada. Einmal jährlich findet auch die gemeinsame Informationslehrübung für Landoperationen, die ILÜInformationslehrübung, statt. Hier führen Truppenteile aus Heer, Streitkräftebasis, Sanitätsdienst und dem Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum zukünftigen Führungskräften der Bundeswehr vor, wie sie gemeinsam in einer Landoperation arbeiten würden. Insbesondere für die Spezialisten und Spezialistinnen der Streitkräftebasis sind diese Übungsbeteiligungen an Übungen anderer besonders wertvoll, da sie den Szenarien im Einsatz ähneln. Denn auch im Einsatz ist die Streitkräftebasis immer ein Teil des jeweiligen Kontingentes. 

Unterstützung der Übungen anderer

Die Streitkräftebasis unterstützt, wenn in der Bundeswehr große Übungen stattfinden oder die Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine sich an großen Übungen anderer beteiligen. Dazu gehören die Feldjäger die absichern oder Logistiker und Logistikerinnen, die beim Transport von Großgerät unterstützen. Selten gibt es Übungen, die ohne die Streitkräftebasis auskommen. So bauen die Spezialpioniere für Übungen oft ganze Containerdörfer auf, um der übenden, oft auch multinationalen Truppe, genügend Schlafplätze zur Verfügung zu stellen. Und wenn andere Nationen in Deutschland üben oder zu einer Übung in Europa durch Deutschland verlegen müssen, ist die Streitkräftebasis beratend und steuernd zur Stelle und unterstützt bei der Routenplanung, über den Hafenumschlag bis hin zu Unterkunft, Verpflegung und Betankung – ganz real und außerhalb des Übungsgeschehens.

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