Heer

Abschied vom Huey-Simulator

Abschied vom Huey-Simulator

  • Internationales Hubschrauberausbildungszentrum
  • Heer
Datum:
Ort:
Bückeburg
Lesedauer:
2 MIN

Er kam nach Bückeburg, um ein wichtiges Trainingsgerät am Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum in Bückeburg in den Ruhestand zu verabschieden: Der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Alfons Mais, absolvierte den letzten Flug im Flugsimulator für den Mehrzweckhubschrauber Bell UH-1D, genannt Huey.

Ein Soldat mit Nase-Mundschutz und Helm sitzt im Cockpit eines Hubschraubersimulators.

Der Inspekteur des Heeres und ehemalige Hubschrauberpilot, Generalleutnant Alfons Mais, absolviert den letzten Flug im Simulator der Bell UH-1D.

Bundeswehr/Stefan Schuhmann

Während in den letzten Jahren der Wechsel von der Bell UH-1D auf den Nachfolger NHNATO-Helicopter-90 bereits vollzogen worden ist, verabschiedeten sich in den vergangenen Wochen schließlich auch die verbliebenen Huey’s aus dem Such- und Rettungsdienst der Bundeswehr beim Transporthubschrauberregiment 30 in Niederstetten. Dort wurde zuletzt der Wechsel vom Mehrzweckhubschrauber Bell UH-1D auf den LUH SARSearch and Rescue Airbus H145 vollzogen (wir berichteten). Bis zum Tag der Bundeswehr 2021 wird die UH-1D wohl aber noch zu sehen sein.

Mais, selbst ehemaliger Kommandeur an der Heeresfliegerwaffenschule in Bückeburg, wurde nach seiner Ausbildung auf dem Schulungs- und Mehrzweckhubschrauber Alouette II 1993 auf das ab 1967 eingeführte Muster Bell UH-1D geschult und anschließend als stellvertretender Schwarmführer bei der 1. Staffel der Fliegenden Abteilung 101 in Faßberg eingesetzt. Im Jahr 2000 wurde er dann auch zum Kommandeur ebendieser Abteilung. Dies zeigt die Verbundenheit von Mais mit dem Waffensystem, das ihn lange Zeit begleitet hat.

Menschenleben retten

Die Bell UH-1D-Simulatoren, die erstmals 1975 in Dienst gestellt wurden, sind im Laufe der Zeit durch modernere Systeme ersetzt worden. Bei seinem letzten Flug im Huey-Simulator wurde der Inspekteur nochmal richtig gefordert. Schließlich ging es in einer fiktiven Such- und Rettungsaktion um Menschenleben. Gestartet in Bückeburg führte sie die Besatzung zur nahegelegenen Bundesstraße zu einem Verkehrsunfall. Die Rettungskräfte waren bereits vor Ort und die Huey landete vor Ort. Der Patient wurde aufgenommen und ins Klinikum in Minden geflogen, wo auf dem Hubschrauberlandeplatz die Übergabe erfolgte. Schließlich ging es wieder zurück zum Flugplatz in Bückeburg – mit der letzten Landung.

Mit dem letzten Flug im Simulator Nummer 7 des Simulatorzentrums am Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum ging nun eine Ära zu Ende.

von Christopher Autera