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Amtshilfe: Bis die Drähte glühen

Amtshilfe: Bis die Drähte glühen

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Datum:
Ort:
Mittenwald
Lesedauer:
2 MIN

Der Kommandeur des Gebirgsjägerbataillon 233, Oberstleutnant Jakob Klötzner,  besucht seine Soldatinnen und Soldaten, die die Landratsämter in Miesbach und Rosenheim unterstützen. Sie leisten Amtshilfe als Kontaktnachverfolger, wie es im Amtsdeutsch heißt.

Eine Zivilistin und ein Soldat jeweils mit Gesichtsmaske stehen nebeneinander in einem Büroraum.

22 Soldaten aus Mittenwald unterstützen das Landratsamt Rosenheim. Vor Ort überzeugen sich Angelika Bauer vom Landratsamt Rosenheim und der Kommandeur des Gebirgsjägerbataillons 233, Oberstleutnant Jakob Klötzner, von der Arbeit der Soldaten.

Bundeswehr/Dennis Arians

In Rosenheim und Miesbach ist man sich einig: Die Unterstützung der Gebirgsjäger aus Mittenwald ist dringend nötig. „Würden Sie und Ihre Kameradinnen und Kameraden nicht helfen, wäre hier in den letzten beiden Wochen Land unter gewesen“, betont Andreas Fischer vom Landratsamt Rosenheim beim Besuch des Kommandeurs des Gebirgsjägerbataillons 233 aus Mittenwald, Oberstleutnant Jakob Klötzner. Das Landratsamt in Rosenheim hat seit August 3.000 Corona-Fälle zu verzeichnen, die nachverfolgt werden müssen –  2.000 davon alleine in den letzten zwei Wochen. Und obwohl die Soldaten des Fernmeldezuges der 1. Kompanie auch über das Wochenende versuchen, die Fälle wieder tagesaktuell bearbeiten zu können, ist die Menge der zu erledigenden Anrufe kaum zu schaffen. Pro Infektionsfall werden durchschnittlich fünf weitere Personen gemeldet, die kontaktiert werden müssen. Teilweise muss dafür auch mit der Polizei zusammengearbeitet werden. Da glühen die Telefondrähte.

Mahnung des Kommandeurs

Eine Soldatin sitzt am Schreibtisch und telefoniert, im Hintergrund ein Kamerad am PC.

In Miesbach arbeiten die Angehörigen des Gebirgsjägerbataillons 233 an extra bereitgestellten Containerarbeitsplätzen.

Bundeswehr/Dennis Arians

Die Gebirgsjäger sind sehr engagiert, dadurch rückt der Nullwert der Bearbeitungsfälle zunehmend näher. Klötzner betont, dass er auch weiterhin bei Engpässen und schnell benötigter Hilfe mit seinen Frauen und Männern unterstützen werde. In Rosenheim arbeiten derzeit 22 Soldaten für das Landratsamt. In Miesbach sind es zehn. Der Kommandeur mahnt aber an: Trotz der sehr guten Zusammenarbeit der zivilen und militärischen Seite dürfe der Auftrag der Gebirgsjäger mittelfristig nicht gefährdet sein. „Die Pandemie ist Weihnachten nicht vorbei und ein Großteil meiner Soldatinnen und Soldaten hat die letzten Weihnachtsfeiertage in Mali verbracht. Ich bitte darum, dass die Landratsämter schnell alles tun, um Personal zu gewinnen und einzusetzen.“ Bis das so weit ist, werden in Miesbach und in Rosenheim weiter Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 233 aus Mittenwald und die Mitarbeiter der Landratsämter alles daransetzen, die aktuelle Flut an Meldungen in den Griff zu bekommen.

von Dennis Arians

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