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Ausbildung: Freund-Feindkennung als Quartett

Ausbildung: Freund-Feindkennung als Quartett

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Datum:
Ort:
Eutin
Lesedauer:
2 MIN

Der militärische Erkennungsdienst ist elementarer Bestandteil der Heeresaufklärungstruppe. Soldaten der 2. Kompanie des Aufklärungsbataillons 6 „Holstein“ haben eine Lernhilfe entwickelt, die Fleiß mit Spaß verbindet. Mit dem Quartett vertiefen die Soldaten ihr Wissen über Fahrzeuge und Waffensysteme.

Auf einer Tarndruckdecke ist ein Kartenspiel aufgefächert.

Durch die Karten erfahren die Aufklärer mehr über technische Daten eigener und feindlicher Fahrzeuge und Waffensysteme. Denn diese müssen sie in ihren Aufklärungsmeldungen beschreiben können.

Bundeswehr/Oliver Radulovic

Mit seinen insgesamt 32 Spielkarten rund um Fahrzeuge der Kräfte Rot und Blau gehen die Eutiner Aufklärer nunmehr neue Wege in der Didaktik der Ausbildung. Die Grundlagen über Zugehörigkeiten, Erkennungsmerkmale, technische Daten der Ausstattung oder Fähigkeiten möglicher Feindkräfte, aber auch eigener Kräfte, sind für die Aufklärer wichtig. In ihren Aufklärungsergebnissen müssen sie beide Seiten genau klassifizieren und beschreiben können.

Freund oder Feind?

Drei Soldaten sitzen in der Stube an einem Schreibtisch und spielen Karten.

Das Kartenspiel ist aus einer Idee heraus entstanden und findet nun den Weg in die Ausbildung. Gespielt wird in coronabedingten Kohorten.

Bundeswehr/Oliver Radulovic

In der jetzigen Fassung werden insgesamt 16 Fahrzeuge der Kräfte Rot, sowie 16 Fahrzeuge Blau abgebildet. In der Taktik beschreiben die Farben Blau oder Rot die Freund- oder Feindkennung. Durch die aktuellen Herausforderungen rund um die Bündnis- und Landesverteidigung beschreiben die Kräfte Rot die Fahrzeuge und Waffensysteme sowjetischer, aber auch postsowjetischer Bauart. Die Kräfte Blau beschreiben eigene Fahrzeuge und Systeme. Doch ist das Quartett so gestaltet, dass es jederzeit erweitert werden kann.

Willkommene Abwechslung

Viele Kartenspiele liegen verpackt in einem Regal.

Die 2. Kompanie des Aufklärungsbataillons 6 hat als erste 50 Kartenspiele erhalten. Der erste „Truppentest“ folgte. Das Resümee: Spitze.

Bundeswehr/Oliver Radulovic

Das Projekt ist vor einigen Jahren im Kreise des III. Spähzuges der 2. Kompanie des Aufklärungsbataillons 6 entstanden. 2019 am Ausbildungszentrum Munster konnte der Freundeskreis der Truppengattung für die Beschaffung gewonnen werden. Mit der Zusage der finanziellen Mittel stand der Bestellung von insgesamt 250 Exemplaren nichts mehr im Wege. 200 Kartenspiele stehen dem Ausbildungsbereich Heeresaufklärungstruppe in Munster zur Verfügung. 50 Spiele gingen an die Rote Zwote, wie die Aufklärer stolz ihre 2. Kompanie nennen.

Sofort nach Eintreffen begann der Kompaniechef, Major Felix Lotzin, mit der Ausgabe an seine Teileinheitsführer. Das Ergebnis: durchweg positive Resonanzen. Mit Begeisterung haben die Soldaten die Quartette bei ihren jeweiligen Zugführern in Empfang genommen. Erste Lern- und Spielerunden folgten unmittelbar. Was in einem kleinen Dienstzimmer in Ostholstein entstand, könnte in naher Zukunft schon fester Bestandteil der Ausbildung sein. 

von Oliver Radulovic

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