Heer
Es geht um den Indo-Pazifik-Raum

Australiens Botschafter besucht das Kommando Heer

Australiens Botschafter besucht das Kommando Heer

Datum:
Ort:
Strausberg
Lesedauer:
2 MIN

Wichtiges Treffen für die deutsch-australischen Beziehungen: Auf Einladung des Inspekteurs des Heeres, Generalleutnant Alfons Mais, hat am 14. Juni der höchste Staatsvertreter Australiens in Deutschland, Botschafter Philip Green, das Kommando Heer in Strausberg besucht. Green und Mais vertiefen damit die deutsch-australischen Beziehungen und festigen die militärische Zusammenarbeit beider Heere.

Ein Soldat steht neben einem sitzenden Zivilisten im Anzug, der in die Kamera lächelt.

Im Kommando Heer in Strausberg tauschen sich der australische Botschafter in Deutschland, Philip Green (l.) und der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Alfons Mais über die deutsch-australische Zusammenarbeit aus

Bundeswehr/Marco Dorow

Es ist der erste Besuch des australischen Diplomaten an der obersten Führungseinrichtung der deutschen Landstreitkräfte. Die Einladung ist im Kontext des sogenannten Indo-Pacific Deployment in 2023 zu betrachten, das auch eine Präsenz des deutschen Heeres im Indo-Pazifik-Raum einschließt. Beide Vertreter wollen sich wenige Wochen vor der Großübung Talisman Sabre in Australien über die sicherheitspolitische Lage im Indo-Pazifik, über gegenseitige Beiträge und Interessen austauschen. An dem Manöver im Juli werden auch deutsche Heeressoldatinnen und -soldaten teilnehmen.

Deutsche Landstreitkräfte im Indo-Pazifik

Der indo-pazifische Raum ist nicht nur von herausragender Bedeutung für die globale Zusammenarbeit, Stabilität und Wirtschaft. Gleichzeitig nehmen politische Kontroversen und ungelöste territoriale Konflikte zu. Sie können nicht nur für Kooperationspartner vor Ort, sondern auch für Europa zum Risiko werden. So wächst etwa durch die militärische Aufrüstung Chinas die Sorge um künftige sicherheitspolitische Herausforderungen. Konkret stellen die aktuellen nuklearen Ambitionen Chinas eine unmittelbare militärische Bedrohung für deutsche und internationale Kooperationspartner dar. Das Engagement Deutschlands ist kein Alleingang. Sie ist multilateral koordiniert und inkludiert eine Vielzahl befreundeter internationaler Partner, wie Australien, Neuseeland, Japan, Südkorea und Singapur sowie ASEAN-Mitgliedsstaaten. Auf nationaler Ebene richtet sich das Engagement nach den Leitlinien der Bundesregierung zum Indo-Pazifik, auf einer ressortübergreifenden Grundlage. 

Deutschland will insgesamt dazu beitragen, die regelbasierte Ordnung im Indo-Pazifik-Raum aufrechtzuerhalten. Das bedeutet, der Fortbestand international geltender Regeln soll gesichert, eine politische Blockbildung verhindert und die sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Schlüsselpartnern nachhaltig gefestigt werden. Neben den diplomatischen Kooperationsmaßnahmen verbinden beide Streitkräfte eine Rüstungskooperation sowie die Indo-Pacific Deployments. Dazu zählt auch die großangelegte Übung Talisman Sabre 23. Über sie werden wir ab Anfang Juli auf allen Medienkanälen der Bundeswehr berichten. 

von Peter Müller

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