Heer
Vorbildliche Unfallhilfe

Bundeswehrsoldat erweist sich als Löschprofi

Bundeswehrsoldat erweist sich als Löschprofi

  • Engagement
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Datum:
Ort:
Mittenwald
Lesedauer:
1 MIN

Oberstabsgefreiter Lukas Petzinger vom Mittenwalder Gebirgsjägerbataillon 233 ist am Nachmittag des 24. März auf der Autobahn 95 Richtung München unterwegs. Er befindet sich auf dem Heimweg, als er über der Autobahn eine Rauchwolke sieht. Für ihn ist klar: sofort anhalten. Er findet ein brennendes Auto auf dem Standstreifen vor und handelt beherzt.

Ein Soldat mit einem Feuerlöscher steht zwischen einem Soldaten und einem Feuerwehrmann. Dahinter stehen Feuerwehrfahrzeuge.

Oberstabsgefreiter Lukas Petzinger (M.) wird für seinen mutigen Hilfseinsatz von seinem Kompanieeinsatzoffizier, Hauptmann Dennis Arians (l.), und dem Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Mittenwald, Karl Seitz (r.), beglückwünscht

Bundeswehr/Sebastian Krämer

Als er an der Unglücksstelle ankommt, haben dort bereits ein Hauptfeldwebel aus Murnau sowie ein weiterer Helfer aus Österreich angehalten, schildert der Oberstabsgefreite. Der Fahrer des brennenden Fahrzeugs hat dieses rechtzeitig verlassen können und steht in sicherer Entfernung. Petzinger setzt umgehend seinen mitgeführten Feuerlöscher ein und löscht den Böschungsbrand, der sich daneben entwickelt hat. Den Fahrzeugbrand selbst bekommen die Ersthelfer nicht mehr unter Kontrolle. Das erledigt dann die Freiwillige Feuerwehr aus Forstenried, die zehn Minuten später eintrifft.

Ausbreitung des Brandes verhindert

Feuerwehrleute löschen ein brennendes Auto, das auf dem Standstreifen einer Autobahn steht.

25 Minuten braucht der Atemschutztrupp der Freiwilligen Feuerwehr Forstenried, um das brennende Fahrzeug zu löschen. Die Ausbreitung des Böschungsbrandes hat der Gebirgsjäger Lukas Petzinger bereits mit Bordmitteln verhindert.

Feuerwehr München

Oberstabsgefreiter Petzinger ist im Gefechtsschadeninstandsetzungs- und Wartungstrupp spezial der 1. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 233 in Mittenwald eingesetzt. Seine professionellen Kenntnisse in der Brandbekämpfung kommen nicht von ungefähr: Sein Vater war selbst bei der Münchener Feuerwehr. Weil Petzingers Auto mit Erdgas betrieben wird, fährt im Kofferraum ständig nicht nur ein Feuerlöscher, sondern auch ein sogenannter Löschball mit. „Das ist eine Styroporkugel mit einer Zündschnur dran“, erklärt der junge Soldat. „Kommt die Zündschnur mit Feuer in Kontakt, so explodiert die Kugel und das darin enthaltene Löschpulver verteilt sich über den Brandherd. Das Feuer wird somit erstickt.“ Diesmal kommt der Löschball aber nicht zum Einsatz.

„Oberstabsgefreiter Petzingers spontanes, selbstloses und beherztes Handeln ist beispielgebend für alle Soldatinnen und Soldaten meines Verbandes“, stellt der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Bastian Steves, beim Quartalsantreten fest und erteilt dem Jager für diese hervorragende Einzeltat eine Förmliche Anerkennung.

von Sebastian Krämer

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  • Das quadratisch grüne Wappen zeigt ein modern stilisiertes, silbern-goldenes Edelweiß ähnlich einer Landkarte.

    Gebirgsjägerbataillon 233

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