Heer

Coronahilfe: „Ich mache das gern für mein Land“

Coronahilfe: „Ich mache das gern für mein Land“

  • Amtshilfe
  • Heer
Datum:
Ort:
Bad Salzungen
Lesedauer:
1 MIN

Das Panzergrenadierbataillon 391 aus Bad Salzungen leistet in der Corona-Pandemie Amtshilfe. Seit Anfang des Jahres sind etwa 175 Angehörige des Bataillons in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Impfzentren sowie Ämtern in Thüringen und Sachsen zur Unterstützung eingesetzt.

Zwei Soldaten mit Mund-Nasenschutz sitzen in einem Büro an einem Schreibtisch. Vor einem liegen schwarze Röntgenaufnahmen.

Zwei Soldaten sortieren und archivieren im Verwaltungstrakt eines Krankenhauses Röntgenaufnahmen.

Bundeswehr/Sven Fischer

Die Grenadiere helfen unter anderem im Malteserkrankenhaus St. Johannes in Kamenz und im Pflegeheim in Zella-Mehlis. Sie entlasten das medizinische Fachpersonal, wo immer es möglich ist, zum Beispiel durch hauswirtschaftliche Tätigkeiten wie Essen austeilen und Wäschetransport. Hauptfeldwebel W., ein Führer der Soldaten vor Ort, berichtet: „Die zivil-militärische Zusammenarbeit gestaltet sich hervorragend. Wir arbeiten unsere Aufträge strukturiert-militärisch ab, so wie wir ausgebildet worden sind. Dabei ist die Wertschätzung durch die zivilen Mitarbeiter deutlich spürbar. Zu Weihnachten hat uns ein einheimischer Metzger ein Essen spendiert und Bürger haben für uns Geschenkkörbe zusammengestellt. So erleben wir auch die Dankbarkeit der Bürger vor Ort.“

Sehr hilfsbereit und freundlich

Ein Soldat steht neben einer Palette Kisten und entfernt mit einem Messer die Paketbänder.

Ein Soldat bereitet im Warenlager Schutzausrüstung für das medizinische Personal, wie Handschuhe und Schutzkittel, für den Transport auf die Stationen vor.

Bundeswehr/Sven Fischer

Oberstabsgefreiter S., ein in der Amtshilfe eingesetzter Soldat, beurteilt für sich persönlich: „Die Tätigkeiten sind abwechslungsreich. Wir übernehmen den Fahrdienst, helfen in der Hauswirtschaft, eben überall, wo wir das medizinische Personal entlasten können. Ich bin voll und ganz überzeugt von der Sinnhaftigkeit dieses Auftrags. Bereits 2015 war ich in der Flüchtlingshilfe eingesetzt, ich mache das gern für mein Land.“

Auch der Geschäftsführer der Malteser in Sachsen-Brandenburg, Sven Heise, zeigt sich begeistert: „Die Soldaten zeichnen sich durch absolute Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit aus. Zivil-militärisch gestaltet sich die Zusammenarbeit hervorragend. Die Unterstützung durch die Bundeswehr erfolgte schnell und unbürokratisch. Wir freuen uns, dass die Soldaten hier sind.“

von Erik Schweizer

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