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„Die Digitalisierung der Ausbildung vorantreiben“

„Die Digitalisierung der Ausbildung vorantreiben“

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Generalmajor Michael Hochwart hat Ende November anlässlich seines Dienstantritts als Kommandeur des Ausbildungskommandos die Infanterieschule in Hammelburg besucht. Er ist für zwei Tage gekommen, um sich ein Bild von der Ausbildung, Infrastruktur und den Gegebenheiten vor Ort zu verschaffen und vor allem: Er will die Menschen am Lagerberg kennenlernen.

Mehrere Soldaten legen die linke Hand auf die Schulter des Vordermanns und rennen in ein Gebäude.

Generalmajor Michael Hochwart (M.) erlebt gemeinsam mit Schulkommandeur Brigadegeneral Michael Matz (l.) die neugestaltete Nahkampfausbildung aus nächster Nähe.

Bundeswehr/Andrea Rippstein

„Generalmajor Michael Hochwart ist der fachlich Vorgesetzte aller Schulen und Ausbildungseinrichtungen des Heeres“, beschreibt der Hausherr der Infanterieschule, Brigadegeneral Michael Matz, den Besucher kurz vor seinem Eintreffen. Der Kommandeur der Infanterieschule in Hammelburg und General der Infanterie freut sich sichtlich darauf, den Gast in seiner Einrichtung zu begrüßen.

Einige Punkte haben sich die beiden Generäle innerhalb der zwei gemeinsamen Tage vorgenommen. So wird dem Generalmajor beispielsweise neue Technik, wie die futuristisch anmutende VRVirtuelle Realität-Brille, die die virtuelle Realität in die Ausbildung bringt, oder das Panzerabwehrsystem MELLSMehrrollenfähiges Leichtes Lenkflugkörper-System sowie infrastrukturelle Neuigkeiten am Standort vorgestellt. Letzteres wird durch Oberst Stefan Josef Leonhard präsentiert. Er ist der stellvertretende Kommandeur der Infanterieschule, Leiter des Bereichs Lehre/Ausbildung und Standortältester der Saaleck-Kaserne und kennt den Standort in Hammelburg in- und auswendig. Neben diesen wichtigen theoretischen Themen zieht es den Zwei-Sterne-General aber vor allem nach „draußen“.

Zivil-militärische Zusammenarbeit hat hohen Wert

Ein Soldat sitzt in einem Unterrichtsraum auf einem Stuhl. Vor ihm liegt auf einem Tisch eine digitale Brille.

Generalmajor Michael Hochwart ist überzeugt: Digitale Technologien, wie die VRVirtuelle Realität-Brille, heben die Ausbildung auf ein neues Niveau.

Bundeswehr/Andrea Rippstein

Auch ein gemeinsamer Besuch beim Bürgermeister der Garnisonsstadt Hammelburg, Armin Warmuth, steht auf dem Plan. Gerade für die Bundeswehr ist der lokale Bezug, die Verbindung zur Gesellschaft von hohem Wert, nicht nur in Hammelburg. Das hat sich unter anderem bei der Flutkatastrophe, beispielsweise in Rheinland-Pfalz oder in Bayern, gezeigt. Hier konnte die Bundeswehr dank der guten Beziehungen zwischen ihr und den örtlichen Behörden schnell helfen. „Es ist mir wichtig und auch immer eine große Freude, mit den örtlichen Vertretern, wie beispielsweise den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern zu sprechen. Denn wenn man sich kennt, macht das Vieles einfacher“, erklärt der General. Da die Stadt Hammelburg und der Lagerberg, wie die Kaserne von Soldaten und Bürgern auch genannt wird, so eng miteinander verwoben seien, sei der Besuch für ihn ein „absoluter Pflichttermin“.

Einig, worauf es ankommt

Mehrere Soldaten sitzen auf blau-gelbem Boden im Kreis in einem großen Sportraum.

Generalmajor Michael Hochwart (M., Hintergrund) tauscht sich mit Ausbildern und Lehrgangsteilnehmern über die neugestaltete Nahkampfausbildung aus.

Bundeswehr/Andrea Rippstein

„Wichtig ist mir, dass die Infrastruktur hier vor Ort weiter ein Thema bleibt“, betont Hochwart. Er ist überzeugt, dass man nur auf diesem Wege für die Soldaten ein gutes Lern-, Wohn- und Arbeitsumfeld nachhaltig erhalten könne. Des Weiteren müsse die Digitalisierung zunehmend vorangetrieben werden, betont er. Neben der professionellen Ausbildung habe ihm besonders gut die Zusammenarbeit zwischen der Infanterieschule und den Infanterieverbänden gefallen: „Egal, wo Not am Mann oder der Frau ist – die Infanterie unterstützt sich untereinander. Hervorragend!“

Hochwart interessierte sich besonders für die Nahkampfausbildung und besuchte die Kursteilnehmer der neu geschaffenen Ausbildung in einer Sporthalle. Der General war gegenüber der Truppe sehr zugänglich und nahbar. So saß er mit Ausbildern und Trainingsteilnehmern zusammen und sprach mit den Soldaten, auch über anliegende Probleme und bot sich an, auch künftig Ansprechpartner bei aufkommenden Hürden und Engpässen zu sein.

von Thomas Heinl

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