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Mit Begeisterung führen: Erste Offizierebriefe in Munster

Mit Begeisterung führen: Erste Offizierebriefe in Munster

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Datum:
Ort:
Munster
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2 MIN

Der erste Fahnenjunkerlehrgang ist offiziell zu Ende. Die angehenden Offiziere des 90. Offizieranwärterjahrgangs haben ihre Offizierbriefe erhalten. Die Lehrgangsbesten wurden durch den Befehlshaber des Allied Joint Force Command im niederländischen Brunssum, General Jörg Vollmer, ausgezeichnet.

Ein Soldat überreicht eine eingerahmte Urkunde an einen anderen Soldaten.

Die Offizierbriefe werden durch den Befehlshaber des Allied Joint Force Command im niederländischen Brunssum, General Jörg Vollmer (r.), persönlich an die Lehrgangsbesten überreicht.

Bundeswehr/Michel Baldus

Im Frühjahr dieses Jahres hatte noch der Kommandeur der Panzertruppenschule Munster, Brigadegeneral Ullrich Spannuth, den Inspekteur des Deutschen Heeres, Generalleutnant Alfons Mais, zu einem Dienstaufsichtsbesuch bezüglich der neu konzipierten Offiziersausbildung begrüßen dürfen. Nun wurden die ersten Offizierbriefe nach der Reform an die Soldatinnen und Soldaten des ersten Fahnenjunkerlehrgangs überreicht. Der Offizierbrief ist ein Befähigungsnachweis und Voraussetzung, um Offizier werden zu können. „Es geht darum, die angehenden Offiziere der Panzergrenadiere, der Heeresaufklärer und der Panzertruppe vor ihrem Studium und dem Besuch der Offiziersschule in Dresden mit ihrer jeweiligen Truppengattung vertraut zu machen“, unterstrich Mais seinerzeit. General Vollmer war es auch, der als damaliger Inspekteur des Heeres die Umstellung der Offizierausbildung entschieden hatte.

Lebenslanges Lernen für den Offizierberuf

Ein Soldat übergibt einem Soldaten eine eingerahmte Urkunde. Der zweite Soldat trägt eine Uniform aus Burkina Faso.

General Jörg Vollmer (r.) überreicht dem Kadett Opio-Jiboula-Brise Bamouni aus dem westafrikanischen Burkina Faso den Offizierbrief.

Bundeswehr/Michel Baldus

„Auch die Zusammenarbeit mit Ihnen, meinen jungen Kameradinnen und Kameraden, hat den Angehörigen der Panzertruppenschule sehr viel Freude bereitet. Als Ausbilder konnten wir das Motto dieses Lehrgangs ,Mit Begeisterung führen‘ jeden Tag mit Ihnen erleben. Erhalten Sie sich deshalb Ihre Neugier und Ihren Optimismus“, betonte Spannuth in seiner Rede. Lebenslanges Lernen sei ein wesentlicher Bestandteil des Offizierberufs. Anschließend wurden alle weiteren Offizierbriefe durch die Leiter der Schulen, durch Oberst Ralph Malzahn für die Heeresaufklärungsschule und Oberst Bernd Prill für die Schule Gepanzerte Kampftruppen, übergeben.

Identifikation mit der Truppe

Ein Soldat steht hinter einem Rednerpult. Er spricht in ein Mikrofon.

General Jörg Vollmer spricht zu den angetretenen Fahnenjunkerlehrgängen. Er betont die Bedeutung der frühen Identifikation der Offiziere mit der jeweiligen Truppengattung.

Bundeswehr/Michel Baldus

Auch General Vollmer betonte in seiner Rede, wie wichtig eine frühzeitige Identifikation mit der jeweiligen Truppengattung ist. „Wir alle haben wie Sie mal begonnen. Die Panzertruppenschule hat auch uns, über all unsere Dienstjahre begleitet. Sie wird auch ihr Mutterhaus werden. Die verantwortungsvollste Aufgabe ist es nun, Menschen zu führen, die Ihnen anvertraut werden. Sie werden grundsätzlich viel Vertrauen geschenkt bekommen. Aber Sie müssen es sich auch jeden Tag neu erarbeiten und immer wieder bestätigen“, sagte Vollmer in seiner Rede. Mit seiner Anwesenheit unterstrich der General, die Bedeutung des Fahnenjunkerlehrgangs und die Umstellung der Offizierausbildung. Für die angehenden Offiziere war dies ein Tag, der ihnen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

von Paul Hicks

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