Heer

Erster niederländischer Bataillonsspieß für die Panzertruppe

Erster niederländischer Bataillonsspieß für die Panzertruppe

  • Multinationalität
  • Heer
Datum:
Ort:
Lohheide
Lesedauer:
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Seit Mitte Juli hat das Panzerbataillon 414 einen neuen und gleichzeitig multinationalen Dienstposten. Zum ersten Mal wird ein erfahrener Unteroffizier in der Funktion als Spieß des Bataillons seinen Dienst verrichten.

Ein Soldat in niederländischer Uniform erhält von einem Soldaten in deutscher Uniform den Cane, einen schwarzen Stock.

Der Bataillonskommandeur des Panzerbataillons 414, Oberstleutnant Hagen Ruppelt, überreicht Adjudant Anjo Emond (l.) als Symbol für seine Funktion als Bataillonsspieß den Cane, vergleichbar mit der Spießkordel.

Bundeswehr/Marcel Kieser

Adjudant Anjo Emond, ein niederländischer Unteroffizier, wird von nun an als Bataillonsspieß des multinationalen Panzerbataillons das Bindeglied zwischen den deutschen und niederländischen Soldaten sein. Als Spieß wird der Kompaniefeldwebel bezeichnet, in diesem Fall für das ganze Bataillon. Er ist für den Geschäftsbetrieb des Innendienstes also alle organisatorischen Abläufe und Maßnahmen zuständig und berät seinen Vorgesetzten. Mitte Juli verlieh der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Hagen Ruppelt, Adjudant Emond den sogenannten Cane. Ein Cane symbolisiert die besondere Funktion eines Spießes und ist vergleichbar mit der goldenen Spießkordel.

Zwei Nationen – ein Bataillon

„Ich bin mir bewusst, dass es im binationalen Panzerbataillon 414 einige Unterschiede aufgrund der Nationalitäten gibt. Das werde ich auch nicht komplett ändern können. Mein Ziel ist es aber, die Unterschiede der beiden Nationen zu verringern und dienstlich einander weiter näherzubringen“, sagt Emond.

Adjudant Emond ist ein Unteroffizier, der auf eine 34-jährige Dienstzeit und ereignisreiche Karriere innerhalb des königlich-niederländischen Heeres, der Koninklijke Landmacht, zurückblicken kann. Er wurde nacheinander zum Richtschützen, Kraftfahrer und Kommandant des Kampfpanzers Leopard 2 ausgebildet. In späteren Verwendungen war er als Ausbildungsfeldwebel an der Königlichen Militaire School und der Kavallerieschule in den Niederlanden eingesetzt, bekleidete den Dienstposten eines Kompaniefeldwebels und nahm an drei Auslandseinsätzen teil.

Der Problemlöser

In seiner neuen Funktion als Spieß wird er das Bataillon zur Intensivierung der deutsch-niederländischen Zusammenarbeit beraten und es im multinationalen Umfeld repräsentieren. Adjudant Emond wird das Bindeglied und der Moderator zwischen Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften sein. Darüber hinaus hat er ein ständiges Vorspracherecht beim Bataillonskommandeur.

„Ich freue mich sehr auf meine Aufgaben als Command Sergeant Major und danke dem Kommandeur, seinem Stellvertreter sowie dem Adjudant der Brigade für ihr Vertrauen in mich. Sein Motto sei ,Aut Viam Inveniam Aut Faciam‘, übersetzt: ,Entweder ich finde einen Weg oder ich baue einen‘, sagt Emond.

von Sabrina Gerth

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