Heer

Erstes Gefechtsschießen für junge Gebirgsaufklärer

Erstes Gefechtsschießen für junge Gebirgsaufklärer

  • Ausbildung
  • Heer
Datum:
Ort:
Füssen
Lesedauer:
1 MIN

Seit Anfang Oktober sind 61 Soldaten und Soldatinnen beim Gebirgsaufklärungsbataillon 230 zur Spezialgrundausbildung in Füssen. Dort lernen sie alle Grundlagen ihrer Truppengattung. Dabei: Die Patrouillenausbildung und das lang erwartete Gruppengefechtsschießen.

Mehrere Soldaten mit Waffen und Ausrüstung knien am Rande einer Lichtung neben einer Buschgruppe und beobachten ihr Umfeld.

Bei der Patrouillenausbildung geht ein Soldat oft auf die Knie, um sich möglichst ungesehen ein gutes Lagebild von seinem unmittelbaren Umfeld zu machen.

Bundeswehr/Felicia Englmann

Zu Beginn des Gefechtsschießens herrscht Stille, ein Funkspruch ist leise zu hören.  Feindliche Kräfte sind aufgeklärt. Der Gruppenführer erteilt knapp letzte Befehle, dann erfolgt die gemeinsame Feuereröffnung. Die Ausbildungsgruppe besteht aus Mannschaftssoldaten und Offiziersanwärtern, die allesamt am Anfang ihrer militärischen Laufbahn stehen. Gemeinsam soll die Grundbefähigung als Soldat der Heeresaufklärungstruppe erlernt werden. In der Spezialgrundausbildung (SGA) gibt es die verschiedensten Ausbildungen: Vom Versteckbau über die Patrouille zu Fuß bis zum Gruppengefechtsschießen ist alles drin.

Das Maschinengewehr rattert

Ein Soldat liegt mit Helmtarnung und Kampfausrüstung hinter einem Maschinengewehr in einer Stellung.

Der MG-Schütze liegt schussbereit in seiner Stellung. Aufgegurtet hat er die blaue Übungsmunition, die in ihrer Reichweite und Durchschlagskraft, im Vergleich zur Gefechtsmunition, stark reduziert ist.

Bundeswehr/Felicia Englmann

Dieses Mal ist die 2. Kompanie des Gebirgsaufklärungsbataillons 230 mit der SGA betraut. Tatkräftig werden die Kameraden, die die jungen Soldaten ausbilden, von Reservisten der 5. Kompanie unterstützt. Der Feind greift an! Die Panzerfaust wird auf ein angreifendes Fahrzeug abgefeuert, das Maschinengewehr rattert, das simulierte Gefecht erreicht seinen Höhepunkt. Ein neuer Funkspruch. Verstärkungskräfte und Nachschub werden erwartet. Dann erschallt der Ruf des Leitenden: „Übungsende!“ Zuerst wird Sicherheit an den Waffen hergestellt. Nach der Auswertung des Übungsdurchgangs der Kohorte durch die Ausbilder herrscht wieder Stille, zumindest bis die nächste Gruppe die Station durchläuft. Mit dem Mund-Nase-Schutz fällt den Soldaten das Atmen eindeutig schwerer. Doch trotz der Bedeckung ist auf vielen Gesichtern ein Lächeln zu erkennen: Denn eine weitere Hürde auf dem langen Weg zum vollwertigen Soldaten der Gebirgsaufklärungstruppe ist genommen.

von Michael Stiebert

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