Heer

Fallschirmjäger gedenken ihrer toten Kameraden

Fallschirmjäger gedenken ihrer toten Kameraden

  • Gedenken
  • Heer
Datum:
Ort:
Altenstadt
Lesedauer:
1 MIN

Es ist bereits zwanzigjährige Tradition in Altenstadt, dass das Mutterhaus der Fallschirmjäger, der Ausbildungsstützpunkt Luftlande und Lufttransport, jährlich an seine gefallenen und verstorbenen Soldaten erinnert. Aufgrund der Corona-Pandemie fand das Gedenken im kleinen Rahmen unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne anschließende Feierlichkeiten statt.

Drei Soldaten marschieren nebeneinander, der mittlere trägt die schwarz-rot-goldene Truppenfahne.

Die Soldaten der Fahnenabordnung marschieren zum feierlichen Appell.

Bundeswehr/Tim Reinhold

So wie der Fallschirmjäger das bordeauxrote Barett mit dem stürzenden Adler trägt, so gilt der letzte Donnerstag des Septembers als Feiertag der Fallschirmjägertruppe. Doch die gewohnten Heerscharen von Gästen, aktiven und ehemaligen Fallschirmjägerkameraden durften dieses Jahr leider nicht nach Altenstadt kommen. „Gern hätten wir auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Kameraden und Freunde der Fallschirmjägertruppe in Altenstadt begrüßt. Doch die Pandemie lässt dies nicht zu. Wir sind es unseren verstorbenen und gefallenen Kameraden aber dennoch schuldig, ihrer zu gedenken“, betonte der Leiter des Ausbildungsstützpunktes Luftlande und Lufttransport, Oberstleutnant Udo Francke.

„Gerade weil dieser Tag uns so wichtig ist, sind wir umso glücklicher, dass Generalleutnant a. D.außer Dienst Hans-Werner Fritz, Generalmajor Andreas Hannemann und Brigadegeneral Michael Matz sowie Oberst Uwe Schönborn in Zeiten von Corona ein starkes Signal setzen und zur Kranzniederlegung als Vertreter der Truppengattung bei uns sind“, fügte Francke hinzu.

2019 waren es 850 Gäste

Vier Soldaten der Bundeswehr stehen, militärisch grüßend, vor vier Blumenkränzen und einem Gedenkstein.

Der Höhepunkt des Appells ist der militärische Gruß, als Geste der Ehrerbietung für die gefallenen und verstorbenen Kameraden.

Bundeswehr/Tim Reinhold

Seit 2016 untersteht der Ausbildungsstützpunkt Luftlande und Lufttransport, die ehemalige Luftlande- und Lufttransportschule, dem Ausbildungszentrum Infanterie in Hammelburg. General Matz – selbst Träger des Fallschirmspringerabzeichens – zeigte seine besondere Verbundenheit zum Ausbildungsstützpunkt durch das Niederlegen eines eigenen Kranzes an dem Fallschirmjägerdenkmal. Im letzten Jahr waren 850 Gäste zum Tag der Fallschirmjäger nach Altenstadt eingeladen. Damals wurde nach dem feierlichen Appell die Kameradschaft bei ausführlichen Gesprächen gepflegt. Dazu waren aktive und ehemalige Fallschirmjägerkameraden aus den verschiedensten Dienststellen und Standorten Deutschlands zusammengekommen. Diese Tradition musste 2020 leider ausfallen und so hoffen die Fallschirmjäger aus Altenstadt, dass 2021 wieder zu der vor zwanzig Jahren gegründeten Tradition zurückgekehrt werden kann.



von Tim Reinhold

mehr lesen

  • Ein Soldat berührt eine Namensstele im „Wald der Erinnerung“.
    • Über die Bundeswehr

    Gedenken

    Sie ließen ihr Leben und gaben ihr höchstes Gut für die Gesellschaft: Ein Überblick über die Kultur des Gedenkens der Toten der Bundeswehr.

    • Berlin