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Gebirgsjäger rettet verunglücktem Pkw-Fahrer das Leben

Gebirgsjäger rettet verunglücktem Pkw-Fahrer das Leben

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Datum:
Ort:
Mittenwald
Lesedauer:
1 MIN

Hauptmann Christopher Arns fährt auf der Bundesstraße 388 bei Erding. Dort erblickt er einen Pkw, der kopfüber in den Leitplanken hängt. Er entschließt sich, sofort zu helfen. Trotz starken Verkehrs ist er der erste Fahrer, der am Unfallort anhält.

Ein Soldat steht vor einem Gebäude und hält eine Urkunde in Hand, neben ihm das Kompaniewappen.

„Minuten haben sich wie Stunden angefühlt.“ So beschreibt Hauptmann Christopher Arns die Zeit nach dem Unfall bis zum Eintreffen des Rettungswagens. Sein Kommandeur zeichnet ihn mit einer Urkunde aus.

Bundeswehr/Dennis Arians

Sofort sichert Arns die Unfallstelle ab und begibt sich zum Fahrer des verunglückten Fahrzeugs. Der hängt bewusstlos und kopfüber zwischen den Sitzen. Trotz eindringlicher Versuche kommt der bewusstlose Fahrzeugführer nicht mehr zu sich. Durch die Sanitätsausbildung bei der Bundeswehr weiß der Hauptmann, dass die Person schnellstmöglich aus dem Auto geholt werden muss. Zusammen mit weiteren Helfern kann der Verletzte schließlich durch das Seitenfenster aus dem Wrack gezogen werden.

„Gefühlt haben wir eine Stunde lang die Herz-Lungenmassage durchgeführt. Tatsächlich waren das bestimmt nur Minuten“, beschreibt der Gebirgsjäger die Situation später. „Zum Glück war ich nicht allein. Wir haben nicht nur versucht, den Fahrer wiederzubeleben, wir mussten auch dafür sorgen, dass die Atemwege frei bleiben“, berichtet er über die Minuten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. Der 24-jährige Verletzte wird von den eintreffenden Sanitätern weiterversorgt und überlebt den Unfall.

Kommandeur würdigt den Einsatz seiner Soldaten

Ende April hatte schon einmal ein Soldat des Gebirgsjägerbataillons 233 bei einem Unfall die Erstversorgung eingeleitet. Damals wurde ein Fahrradfahrer von einem Auto erfasst und schwer verletzt. „Meine Soldatinnen und Soldaten stehen unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern in jeder Lage, egal ob im Einsatz oder in der Heimat, bei. Bei uns wird gehandelt, nicht gezögert. Ich erwarte von den Angehörigen meines Verbandes mit Beispiel voranzugehen und andere zur Mithilfe zu motivieren. Wir dienen unserer Bevölkerung – auch und gerade wenn andere weggucken“, betont der Kommandeur des Gebirgsjägerbataillons 233, Oberstleutnant Jakob Klötzner, bei der feierlichen Würdigung von Hauptmann Christopher Arns.

von Dennis Arians

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