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Gebirgsjägerbrigade 23 hat neuen Chef des Stabes

Gebirgsjägerbrigade 23 hat neuen Chef des Stabes

  • Führung
  • Heeresflieger
Datum:
Ort:
Bad Reichenhall
Lesedauer:
3 MIN

Neuer Chef des Stabes der Gebirgsjägerbrigade 23 ist Oberstleutnant Michael Andritzky. Das Kommando über den Stab der Brigade übergab ihm am 13. September Brigadegeneral Maik Keller, Kommandeur der Brigade, während eines feierlichen Stabsantretens in Bad Reichenhall.

Zwei Soldaten stehen sich gegenüber und grüßen militärisch. Auf dem Appellplatz sind Soldaten angetreten.

Oberstleutnant Manuel Goldschmitt (r.) meldet während des Verabschiedungsappels dem scheidenden Chef des Stabes der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberstleutnant Sebastian Klima, zum letzten Mal, dass alle Soldaten des Stabes angetreten sind.

Bundeswehr/Christian Kunerl

Nach drei Jahren gibt Oberstleutnant Sebastian Klima das Kommando als Chef des Stabes der Gebirgsjägerbrigade 23 ab. Der Auftrag des Chefs des Stabes besteht im Wesentlichen darin, die Arbeit im Stab zu koordinieren und den militärischen Führer, in dem Fall Kellers zu beraten. Beim Chef des Stabes laufen alle Informationsstränge des Stabes, der übergeordneten und unterstellten Bereiche zusammen. Diese müssen verflochten und durch Entscheidungen weiterverarbeitet werden, damit der Auftrag der Gebirgsjägerbrigade 23 erfüllt werden kann. Der Stab der Brigade ist sozusagen ein Unterstützungselement des Kommandeurs zur Führung seiner etwa 5.300 Männer und Frauen starken Verbände, die an fünf Standorte in Südbayern verteilt sind. Zur Erfüllung dieses Auftrages unterstehen dem Chef des Stabes verschiedene Abteilungen, die sich um Fachthemen wie Personal, militärische Sicherheit, Ausbildung, Übung und Einsatz bis hin zu Material, Versorgung und Führungsunterstützung kümmern. Während seines Dienstes als Chef des Stabes war Klima für rund 220 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften verantwortlich.

Drei Mal ausgezeichnet

Ein Soldat steckt einem anderen einen Orden an die Uniform.

Brigadegeneral Maik Keller (l.) zeichnet Oberstleutnant Sebastian Klima mit der Ehrennadel der Gebirgsjägerbrigade 23 und dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold aus. Klima machte sich als enger Berater des Kommandeurs sehr verdient.

Bundeswehr/Christian Kunerl

Keller fand in seiner Ansprache durchweg lobende Worte für seinen scheidenden Chef des Stabes: „Oberstleutnant Klima war als Chef des Stabes stets die Spinne im Netz. Er hat den Stab durch seine Führungsleistung und die nötige Gelassenheit vor allem in arbeitsintensiven Phasen, wie bei der Brigadegefechtsübung Berglöwe 2019 oder der Übung Schneller Degen 2020 und 2021, zu einer Einheit geformt. Besonders in angespannten Lagen konnte er mit Fingerspitzengefühl und Humor so manche Situation entschärfen. Ich danke Oberstleutnant Klima für seine absolute Loyalität, für seine geleistete Arbeit und wünsche ihm alles Gute für die neue Verwendung als Leiter des Übungszentrums Infanterie in Hammelburg.“ Zum Schluss verlieh der Kommandeur dem scheidenden Chef des Stabes die Ehrennadel der Gebirgsjägerbrigade 23, eine Auszeichnung für Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23, die sich in hervorragendem Maße um die Brigade verdient gemacht haben, sowie das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold, für herausragende Leistungen bei einer Dienstzeit von über 20 Jahren.
Klima und der Oberstabsgefreite Thomas Pracht wurden außerdem mit einer Förmlichen Anerkennung bedacht. Auf einer Dienstreise von Mittenwald nach Bad Reichenhall waren beide Zeugen eines Verkehrsunfalls, bei dem ein Fahrzeug plötzlich von der Straße abkam und auf einer Wiese zum Stehen kam. Pracht begann sofort mit der Absicherung der Unfallstelle und wies die Rettungsfahrzeuge ein. Klima versorgte indessen die Insassen, bis zum Eintreffen des Rettungswagens. Für diesen vorbildlichen Einsatz, die Zivilcourage und die erstklassige Arbeit wurden Klima und Pracht durch Keller entsprechend gewürdigt.

Rückkehr nach Bad Reichenhall

Zwei Soldaten stehen sich mit militärischem Gruß gegenüber.

Der neue Chef des Stabes, Oberstleutnant Michael Andritzky (l.), meldet Brigadegeneral Maik Keller die Übernahme des Stabes der Gebirgsjägerbrigade 23.

Bundeswehr/Christian Kunerl

Oberstleutnant Michael Andritzky tritt nun in die großen Fußstapfen seines Vorgängers. Dabei ist er innerhalb der Gebirgsjägerbrigade 23 kein Unbekannter. Bereits von 2016 bis 2018 diente er in der Brigade als Leiter der Generalstabsabteilung 3 (G3). Sie beschäftigt sich mit den weitgefächerten Gebieten Ausbildung, Einsatz, Führung und Planung, bevor er für drei Jahre im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin arbeitete. Andritzky war dort im Organisationsbereich SE (Strategie Einsatz) II 1 als Referent eingesetzt. Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Militärpolitik und den Einsätzen in den Regionen Asien, Ozeanien und Amerika. Wiederkehrend aus dem Ministerium erwartet den ehemaligen Kontingentführer des 12. Deutschen Einsatzkontingents European Union Training Mission (EUTMEuropean Union Training Mission) Mali eine neue, verantwortungsvolle Aufgabe. Viel Zeit zur Eingewöhnung bleibt Andritzky dabei nicht. Bereits am 20. September beginnt die freilaufende Gefechtsübung Berglöwe 2021. In Zukunft wird der frisch gebackene Chef des Stabes mit seinem Stab solche Übungen selbst planen.

von  Gebirgsjägerbrigade 23

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