Heer
Rekruten legen Eid ab

Gelöbnis unter neuem Wimpel

Gelöbnis unter neuem Wimpel

Datum:
Ort:
Munster
Lesedauer:
2 MIN

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Im Artillerielehrbataillon 325 in Munster haben am 10. September 2020 zum ersten Mal seit der Aufstellung der 7. Batterie im März 2020 Rekrutinnen und Rekruten ihr Gelöbnis abgelegt. Zudem war es der erste Appell dieser Art seit der Auflösung der letzten Grundausbildungseinheit des Verbandes im Jahr 2012.

Auf einem schwarzen Wimpel ist ein silbernes Einhorn abgebildet. Im Hintergrund stehen mehrere Bundeswehrsoldaten.

Im neu gestalteten Wimpel der 7. Batterie ist ein grimmiges Einhorn das Wappentier

Bundeswehr/Renee Preißler

Das Gelöbnis ist für Rekruten der erste Höhepunkt ihrer bis dahin kurzen militärischen Laufbahn. Noch viele Jahre später erinnern sich die Kameraden gern an dieses Ereignis. Denn es ist der Moment, bei dem die Soldatinnen und Soldaten ihren Eid ablegen, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.

In diesem Jahr trägt auch die andauernde Covid-19-Pandemie dazu bei, dass vielen diese Grundausbildung in Erinnerung bleiben wird. Es war nicht nur der erste Grundausbildungsdurchgang der neu aufgestellten 7. Batterie, sondern das erste Gelöbnis einer Grundausbildungseinheit seit acht Jahren. Insgesamt haben 71 Rekruten an diesem Tag ihr feierliches Gelöbnis abgelegt. Davon waren 24 Freiwillig Wehrdienstleistende und 45 Soldaten auf Zeit. 11 Offizieranwärter der Artillerietruppe wurden erstmals seit der Umstellung der Offizierausbildung wieder gemeinsam mit anderen Rekruten der Truppengattung ausgebildet.

Krönender Abschluss in der Hindenburg-Kaserne

Sechs Soldaten halten ihre ausgestreckte Hand über eine schwarz-rot-goldene Truppenfahne.

Das Sprechen der Gelöbnisformel ist ein besonderer Höhepunkt im Leben der jungen Soldatinnen und Soldaten

Bundeswehr/Renee Preißler

Wegen der Corona-Auflagen hat die Grundausbildung mit einer sechswöchigen Fernlernphase begonnen. In dieser wurden den Rekruten sämtliche Lernmaterialien des theoretischen Unterrichts online zur Verfügung gestellt. Die Ausbilder standen mit Rat und Tat am Telefon zur Seite. So galt es, zu Hause das notwendige theoretische Fachwissen für die spätere Praxis aufzubauen. Phase zwei war die abschließende sechswöchige Präsenzphase in der Kaserne. Ausbildungsblöcke von mindestens 14 Tagen Gesamtdauer am Stück waren durchzustehen. Hier lernten die jungen Kameraden das praktische Handwerk des Soldatenberufes. Neben der Ausbildung an der eigenen Ausrüstung wurde auch die körperliche Fitness gesteigert. Den Höhepunkt der praktischen Ausbildung bildete die Rekrutenbesichtigung, die praktische Abschlussprüfung. Hier musste das Gelernte in verschiedenen Szenarien über mehrere Tage hinweg konsequent angewendet werden. Schlafmangel und körperliche Belastung taten ihr Übriges. Der krönende Abschluss war das Gelöbnis am 10. September 2020 in der Hindenburg-Kaserne, leider ohne  Angehörige und Gäste.

„Allen Unkenrufen zum Trotz“

Ein Soldat steht hinter einem Rednerpult, das mit der schwarz-rot-goldenen Truppenfahne geschmückt ist.

Der Kommandeur des Artillerielehrbataillons, Oberstleutnant Alfred Grethe, spricht zu den angetretenen Rekruten

Bundeswehr/Renee Preißler

Welchen hohen Stellenwert der Dienst in den Streitkräften hat, verdeutlichte Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Alfred Grethe, in seiner Rede an die Rekruten. Die Pflicht zur Tapferkeit sei von besonderer Bedeutung. Dieser Anteil der Eidesformel lasse allen Anwesenden einen Schauer über den Rücken laufen. Denn Tapferkeit verlange, dass ein Jeder seine eigenen Ängste mutig überwinden müsse. Tapferkeit verlange auch, dass Soldatinnen und Soldaten für die Verteidigung von Recht und Freiheit stets ihr Leben einzusetzen bereit sind. Nur so bleibe eine Demokratie, wie die deutsche, wehrhaft. Denn die Soldaten dienen keinem anonymen Konstrukt, sondern unserem Land und dem deutschen Volk. „Allen Unkenrufen zum Trotz ist die Bundesrepublik Deutschland der freiheitlichste, menschlichste und demokratischste Staat, den es je auf deutschem Boden gegeben hat.“

von Markus Petzold

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