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General-Kießling-Preis an Infanterieschule verliehen

General-Kießling-Preis an Infanterieschule verliehen

  • Tradition
  • Heer
Datum:
Ort:
Hammelburg
Lesedauer:
2 MIN

Die Infanterieschule des Heeres in Hammelburg ist kürzlich für ihre „Lehrsammlung Infanterie“ mit dem General-Kießling-Preis ausgezeichnet worden. Damit wird ihr außergewöhnliches Engagement bei der Pflege der bundeswehreigenen Tradition gewürdigt.

Zwei Soldaten und ein Zivilist stehen nebeneinander. Der mittlere Soldat hält einen umrahmten Ehrenpreis in der Kamera.

Der Kommandeur der Infanterieschule, Brigadegeneral Michael Matz (M.), empfängt den Kießling-Preis aus den Händen des stellvertretenden Inspekteurs des Heeres, Generalleutnant Johann Langenegger (l.) sowie von Generalleutnant außer Dienst Rainer …

Bundeswehr/Andrea Rippstein

„Der General-Kießling-Preis ist eine Anerkennung für diejenigen, die die Tradition der Infanterieschule aufgebaut und gepflegt haben“, unterstrich Generalleutnant Johann Langenegger, Stellvertreter des Inspekteurs des Heeres, während des Auszeichnungsappells in Hammelburg. Er war extra aus dem Kommando Heer in Strausberg bei Berlin in die bayerische Kleinstadt gekommen, um der Infanterieschule im Namen des ranghohen Vorgesetzten zu gratulieren.

Seiner Zeit voraus

Soldaten halten einen grünen Wimpel grüßen militärisch grüßen. Drei Personen schreiten die Front angetretener Soldaten ab.

Die Infanterieschule tritt zur Preisverleihung zum zweiten Quartalsappell des Jahres 2021 an.

Bundeswehr/Andrea Rippstein

Der Preis, gestiftet durch den im Jahr 2009 verstorbenen General Günter Kießling, wird jährlich durch die General-Kießling-Stiftung verliehen. Die Infanterieschule ist die zweite Institution, die den Preis erhielt. Der Vorsitzende des Stiftungsrates, Generalleutnant außer Dienst Rainer Korff, erklärte: „General Kießling war geistig seiner Zeit weit voraus. Er stiftete einen Preis, welcher der Pflege bundeswehreigener Tradition eine besondere Aufmerksamkeit widmet.“ Damit sei er Vordenker einer Entwicklung geworden, die durch den neuen Traditionserlass der Bundeswehr im Jahr 2018 zur einheitlichen Linie für die deutschen Streitkräfte wurde. Korff sagte weiter: „Sie in Hammelburg entsprechen mit Ihrer Arbeit und Ihrem Tun exakt den Zielen des Inspekteurs des Heeres.“

Ein Beispiel für lebhafte Traditionspflege

Ein Soldat steht vor einem Glaskasten, in dem eine lebensgroße Puppe steht, die eine alte Uniform trägt.

Fallschirmjägeruniform aus dem Jahr 1957: Die Lehrsammlung Infanterie zeigt Exponate aus mehreren hundert Jahren Infanteriegeschichte.

Bundeswehr/Andrea Rippstein

Im Einzelnen lobten Langenegger und Korff die „Lehrsammlung Infanterie“, die „sehr erfolgreich die kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit vollzieht“, so Korff. Der Besucher erlebe die Tradition der Truppengattung Infanterie in der Bundeswehr zum Anfassen und könne sie so begreifen und verarbeiten. „Sie haben sich vorbildlich der eigenen Tradition angenommen“, lobte Korff. Langenegger betonte: „Die historische Orientierung und Standortbestimmung sind nach wie vor notwendig. Die Angehörigen der Infanterieschule dürfen stolz auf diese Auszeichnung sein.“

Auszeichnungen für Lehrgangsbeste

An einem Rednerpult steht ein Soldat und spricht, vor ihm stehen drei Soldaten mit Mund-Nasenschutz nebeneinander.

Die Lehrgangsbesten des Offizierlehrgangs Infanterie (v.l.n.r.): die Oberleutnante Malte Faust, Tobias Bauer und Christoph Kaul.

Bundeswehr/Andrea Rippstein

Neben der Verleihung des Kießling-Preises wurden im zweiten Schulappell des Jahres 2021 auch die Lehrgangsbesten des „Offizierlehrganges Infanterie“ geehrt. Der Kommandeur Infanterieschule und General der Infanterie, Brigadegeneral Michael Matz, übergab den Bestpreis an Oberleutnant Malte Faust, der mit der Note 1,18 als Lehrgangsbester abschnitt. Er erhielt einen Säbel, gestiftet vom Bund der Deutschen Infanterie. Auf Platz zwei und drei erhielten die Oberleutnante Tobias Bauer und Christoph Kaul jeweils einen Buchpreis. „Sie alle überzeugten nicht nur durch einen guten Notenschnitt in Prüfungen, sondern auch als Kameraden und im praktischen Gefechtsdienst im Felde“, unterstrich Matz die Bedeutung des Bestpreises. Er blickte in die Zukunft: „Mit dem Abschluss des Offizierlehrganges erreichen Sie einen wichtigen Meilenstein, um die Kampfkraft der Infanterie auch in Zukunft hochzuhalten.“

Die Lehrsammlung Infanterie an der Infanterieschule in Hammelburg verkörpert die Tradition der Infanterie in ganz besonderer Form. Begreifen, anfassen und lernen – die Besucher der Lehrsammlung erleben die Tradition und Geschichte der Infanterie hautnah und am Puls der Zeit. Für diese beispiellose Reise durch die Epochen der ältesten Truppengattung des Heeres erhält diese Lehrsammlung nun den Preis der im März 2009 gegründeten General-Kießling-Stiftung.
von Jan Volkmann

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  • Auf rotem Hintergrund kreuzen sich zwei schwarz-silberne Schwerter mit goldenem Griff, mittig ein silbernes S für Schule.
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