Heer
Reform wird umgesetzt

Hammelburg verabschiedet Chefs der Offizierausbildung

Hammelburg verabschiedet Chefs der Offizierausbildung

Datum:
Ort:
Hammelburg
Lesedauer:
2 MIN

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Auftrag ausgeführt: Infolge der Reform der Offizierausbildung im Deutschen Heer werden die beiden Offizieranwärter-Bataillone (OAOffiziersanwärter-Bataillon) aufgelöst. In Hammelburg im Bataillon 2 wurden Anfang Mai im Zuge der Umstrukturierung zwei der drei Kompaniechefs verabschiedet.

Zwei Soldaten stehen bei Regen neben einem Rednerpult, an dem ein dritter Soldat spricht.

Die scheidenden Kompaniechefs Major Christiane Coker (l.) und Major Thilo Geiger. Bataillonskommandeur Oberstleutnant Mathias Steiger (am Pult) würdigt die Verdienste der beiden Soldaten um die Offizierausbildung.

Bundeswehr/David Müller

Beim Antreten der verbliebenen Soldatinnen und Soldaten des Offizieranwärter-Bataillons 2 galten wie immer seit Mitte März die Coronaregeln – also Abstand halten. Der Verband war somit sprichwörtlich breit aufgestellt. Die Chefs der 1. und 3. Kompanie wurden verabschiedet. Das Besondere: Die Verabschiedung verlief ohne einen regulären Nachfolger zu benennen.

Corona-Formation und Amtshilfe

Zahlreiche Soldaten stehen in Reih und Glied auf einem verregneten Antreteplatz.

Zu Ehren der scheidenden Kompaniechefs sind die Soldaten zum Verabschiedungsappell angetreten

Bundeswehr/David Müller

Der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Mathias Steiger, begrüßte die Männer und Frauen des Bataillons und freute sich, dass er trotz strenger Auflagen einen würdigen Rahmen für eine Kompanieübergabe schaffen konnte. „Der Hauptauftrag, die Ausbildung des Führungsnachwuchses in den Lehrgängen des Offizieranwärterlehrgangs und des Lehrgangs zur infanteristischen Kompetenzerweiterung sind abgeschlossen“, eröffnete Steiger das Antreten und dankte dabei auch seinen derzeit zur Bewältigung der Corona-Pandemie in der Amtshilfe eingesetzten Soldaten für ihr Engagement und ihren Durchhaltewillen. Das Bataillon hatte Soldaten nach Bad Neustadt, Aschaffenburg und Oerlenbach abkommandiert. Mit der bevorstehenden Auflösung des Bataillons im nächsten Jahr werden die freiwerdenden Chef-Dienstposten nicht nachbesetzt. Auch die Gruppen- und Zugführer verlassen nach und nach das Bataillon. Der Verband reduziert sich in den nächsten Monaten personell.

Verabschiedung ohne Nachfolger

Zwei Soldaten stehen sich gegenüber, einer übergibt dem anderen einen Kompaniewimpel.

Oberstleutnant Mathias Steiger (r.) überreicht interimsweise die Führung der 3. Kompanie an Hauptmann Philipp Volkwein

Bundeswehr/David Müller

Mit Major Christiane Coker verlässt auch die erste Kompaniechefin den Verband. Sie war bei ihrer Versetzung im Jahre 2017 die erste Frau in dieser Position. Drei Jahre lang war sie verantwortlich für die Ausbildung von rund 520 Offizieranwärtern und etwa 350 Offizieren und Feldwebeln der 3. Kompanie. Dazu gehörte auch die Ausbildung von ausländischen Kadetten aus über 18 Nationen. „Dies bezeichne ich als einen herausragenden Beitrag zur Ausbildung unseres Führungsnachwuchses und zur Multinationalität“, so Steiger. „Sie als Chefin haben dafür einen erfolgreichen Rahmen geschaffen“, lobte er Coker.

So planbar die Verabschiedung von Major Coker war, so hat mich der nächste Wechsel vollständig überrascht“, leitete Steiger den zweiten Führungswechsel ein. Die Dauer der Führungsverwendungen im Heer sind regelmäßig auf drei Jahre ausgelegt. Nach nur knapp zwei Jahren als Kompaniechef der 1. Kompanie, erhielt Major Thilo Geiger jedoch bereits eine neue Versetzung. In Hammelburg bildete er Soldaten im Offizieranwärterlehrgang und „Lehrgang infanteristische Kompetenzerweiterung“ aus. Darüber hinaus entwickelte er die Sport- und Military-Fitness-Ausbildung des Bataillons weiter. Ebenso organisierte er den Girls‘Day am Ausbildungszentrum Infanterie und nahm mit seiner Kompanie am „rotarian Rowdy River Raft Race“ in Schweinfurt teil, bei dem sich das Team zuletzt den ersten Platz mit Bahnrekord sichern konnte.

Weiterbildung für den Generalstabsdienst

Zwei Soldaten stehen sich gegenüber und überreichen sich einen Kompaniewimpel.

Die 1. Kompanie erhält nur übergangsweise einen neuen Kompaniechef

Bundeswehr/David Müller

Steiger dankte seinen scheidenden Kompaniechefs für eine vertrauensvolle, intensive und durch hohes Engagement geprägte Zusammenarbeit und entband sie vom Kommando. Beide Soldaten stehen nun vor neuen Aufgaben. Sie nehmen am „Lehrgang Generalstabsdienst National“ teil. Auf sie wartet eine sechsmonatige Sprachausbildung am Bundessprachenamt in Hürth und im Anschluss die rund zweijährige Ausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Bis zur Auflösung des Bataillons werden die Kompanien durch die Ausbildungs- und Lehroffiziere geführt.

von Paul Kircher

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