Heer
Ausbildung und Technik

Helge Limburg zu Gast bei der Truppe

Helge Limburg zu Gast bei der Truppe

Datum:
Ort:
Munster
Lesedauer:
2 MIN

Das Mitglied des Deutschen Bundestages Helge Limburg hat vergangene Woche die Panzertruppenschule im niedersächsischen Munster besucht. Als stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss informierte er sich über die Ausbildung und Ausrüstung an der größten Ausbildungseinrichtung und am größten Standort des Heeres.

Ein Zivilist im dunklen Anzug und ein Soldat stehen vor einer Drohne auf einer Waldlichtung und inspizieren sie.

An der Station der Heeresaufklärungsschule informiert sich Helge Limburg (l.) über die Heeresaufklärungstruppe. Besonderes Interesse weckt die Drohne LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung. Das Fluggerät liefert Aufnahmen in nahezu Echtzeit zur Verdichtung des Lagebildes.

Bundeswehr/Katrin Hanske

Gerade vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine und der Zeitenwende betonte der Kommandeur der Panzertruppenschule, Brigadegeneral Björn Schulz, sei das Interesse der Politik für „uns Soldaten“ wichtig und erfreulich. „Wir sind uns im Klaren darüber, dass wir, aus der unteren taktischen Ebene, erfahrbar und verständlich machen müssen, was wir tun und wie wir es tun. Natürlich auch, was wir dafür benötigen“, so der Kommandeur nach der Begrüßung des Politikers.

Bei seiner Munster-Reise wolle er die Bundeswehr „ungeschminkt“ erleben und seine Eindrücke mit in den parlamentarischen Raum nach Berlin nehmen, verdeutlichte Helge Limburg im Gespräch. Dieses Interesse teilten auch zwei mitangereiste Kommunalpolitiker aus Munster: Harved Scheiger und Sven Wolff. Sie begleiteten den Abgeordneten bei seinem Truppenbesuch.

Gefechtsfahrzeuge, Drohnen und Virtual Reality

Ein Zivilist in dunklem Anzug spricht vor einem Panzer mit einem Soldaten vor einer Halle.

Der Bundestagsabgeordnete Helge Limburg (l.) im Gespräch mit Oberstabsfeldwebel Christian T. (r.). Der erfahrene Soldat stellt dem Politiker den Schützenpanzer Puma vor. Christian T. gehört zur Schule gepanzerte Kampftruppen.

Bundeswehr/Katrin Hanske

Die erfahrenen Ausbilder der Panzertruppenschule präsentierten dem Abgeordneten mit großem Engagement ihre Fahrzeuge und die dazugehörige Ausrüstung – spürbar mit einem gewissen Stolz. Schließlich wird an der Panzertruppenschule mit modernsten Gefechtsfahrzeugen ausgebildet. Dazu gehören der Kampfpanzer Leopard 2 A7V, der Schützenpanzer Puma sowie der Spähpanzer Fennek. Gerade an diesen Fahrzeugen wird die zunehmende Digitalisierung auf dem Gefechtsfeld deutlich. Bei den Heeresaufklärern interessierte sich der Politiker besonders für Drohnen und den damit verbundenen Einsatzmöglichkeiten. Am Simulationszentrum Panzertruppe präsentierten die Ausbilder zudem die Möglichkeiten von Virtual Reality.

Die Entwicklung im Bereich der simulationsgestützten Ausbildung hält immer mehr Einzug bei den Streitkräften. „Die realitätsnahe Ausbildung an den Bildschirmen kann jedoch niemals die analoge Ausbildung an den Waffen und Gefechtssystemen im Gelände ersetzen. Beim Grundlagentraining sowie in der vorbereitenden Ausbildung können Ausbildungsabschnitte aber sehr ressourcen- und kostensparend geübt werden“, so ein Ausbilder über die moderne Technologie.

Lob für das Werteverständnis der Soldaten

Das Fazit: Der Abgeordnete war beeindruckt von der Kreativität und dem Elan der Ausbilder. Das Ziel der Munsteraner Soldaten, ihrem besonderen Gast das Training authentisch zu zeigen und die vielen Menschen dahinter erlebbar zu machen, wurde erreicht:

„Ich habe hier ein hoch motiviertes, hoch spezialisiertes und sehr gut ausgebildetes Team erlebt, das nach meinem Eindruck eine Ausbildung an den Waffen auf höchstem Niveau sicherstellt. Das ist wichtig für die Bundeswehr, damit diese ihre Aufgaben erfüllen kann – Aufgaben der Landes- und vor allem der Bündnisverpflichtung“, so Limburg.

Auch die erlebten Werte der Soldatinnen und Soldaten hätten den Politiker persönlich beeindruckt: „Ich habe mit der Panzertruppenschule eine Ausbildungseinrichtung des Deutschen Heeres erlebt, deren Soldatinnen und Soldaten auf hohem Niveau professionell ausbilden und die sich der Bedeutung der Werte Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Völkerverständigung sehr bewusst sind. Die Bundeswehr muss in der Lage sein, im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung Krieg führen zu können, um am Ende Kriege zu verhindern. In diesem Spannungsfeld agieren die Soldatinnen und Soldaten der Panzertruppenschule sehr fest und dabei auch mit einer sehr klaren Orientierung am Primat der Inneren Führung“, fasste der Bundestagsabgeordnete Limburg seine Eindrücke abschließend zusammen.

von Thomas Rotter